Liebe Bürgerinnen und Bürger der Gemeinde Markersdorf!
Wir haben wieder einen großen Meilenstein in unserem Gemeindeleben geschafft. Am 16. Oktober 2017 pünktlich 6.30 Uhr öffneten sich die Türen der neuen Kindereinrichtung "Wirbelwind" in Markersdorf.


"Viele Menschen verbringen sehr viel Zeit damit, Glückszitate und Beiträge über Wege zur Zufriedenheit zu lesen und zu teilen, vergessen darüber aber völlig, sich Zeit zu nehmen, selbst glücklich und zufrieden zu werden."

Marcel Tröger

Seit Januar 2011 haben wir uns mit dem Thema Kita Markersdorf beschäftigt. Viele gute Ideen wurden eingebracht und viele davon wurden verworfen und neu defniert. Als wir uns dann im Juni 2016 zum ersten Spatenstich trafen, war die Erwartungshaltung schon sehr angespannt! Aber getreu dem Spruch: Was lange währt, wird meistens gut - ist am Standort der Kirche und der Grundschule ein Kindergarten entstanden, der sich sehen lassen kann.
Das Kinderhaus "Wirbelwind" wenige Tage vor der Eröffnung.
Das Kinderhaus "Wirbelwind" wenige Tage vor der Eröffnung.
Ebenerdige Betreuung der 102 Kinder, viele zusätzliche Funktionsräume und die Gestaltung einer sehr schönen, naturbelassenen Außenanlage haben alle Zweifel der Erzieher und der Entscheidungsträger beseitigt.

Die Einhaltung des Kostenrahmens von ca. 1,8 Milionen Euro macht uns ebenso stolz, wie die Meisterleistung der Mitarbeiter der Gemeinde (Kita, Verwaltung, Bauhof), den Umzug innerhalb einer Woche zu stemmen und dabei den Betrieb der alten Einrichtung zu gewährleisten. Recht herzlichen Dank an alle Beteiligten und auch an die vielen Helfer beim Umzug, Einrichten und Gestalten.
Kinderhaus, Kirche und Grundschule (rechts die Mehrzweck-Turnhalle, dahinter das eigentliche, voll sanierte Schulgebäude) liegen in Markersdorf dicht beieinander.
Kinderhaus, Kirche und Grundschule (rechts die Mehrzweck-Turnhalle, dahinter das eigentliche, voll sanierte Schulgebäude) liegen in Markersdorf dicht beieinander.
Natürlich ist ein Umzug auch mit Veränderungen verbunden und so ist es nicht verwunderlich, dass gerade in den ersten Tagen Meinungen an uns herangetragen werden, was alles nicht so ganz toll gelungen ist. Wir haben uns mit den Erziehern verständigt, dass wir alles erfassen, in Ruhe diskutieren und notwendige Maßnahmen umgehend, aber überdacht veranlassen werden. Auch wollen wir uns allen die notwendige Zeit geben, in der neuen Einrichtung anzukommen.

Haushaltsdiskussion

Der Monat November ist in den letzten Jahren immer geprägt von den Haushaltsdiskussionen und diese sind sehr oft mit den politischen Veränderungen in Bund und Land verbunden. Ich habe mir mal die Mühe gemacht und die Novemberberichte der letzten zehn Jahre rausgekramt. Es ist schon erschreckend, dass wir schon sehr lange feststellen, dass unsere kommunalen Probleme in Dresden und Berlin nicht erhört und schon gar nicht ernst genommen wurden.

Den Fakt kann man nicht schön reden und auch wenn er das Wahlverhalten, vor allem in unserer Region erklärt, so stellt sich für mich immer öfter die Frage, was soll sich denn verändern. Fast täglich spreche ich mit Menschen und höre: So kann es nicht weitergehen. Es muss sich endlich etwas ändern! Leider bekomme ich auf die Frage: Was soll sich verändern? - nur selten eine Antwort. Und leider schimpfen meist diejenigen am meisten, denen es grundsätzlich eigentlich gutgeht. Aber vielleicht ist ja auch gerade das der Grund?

Ich bin sehr gespannt auf die Entwicklung in Berlin und in Dresden und vor allem auf Auswirkungen für die kommunale Ebene. Denn hier trifft es den Bürger immer direkt!

Gespannt bin ich aber auch heute schon auf die Kandidatenlisten für die Kommunalwahlen 2019. In den Ortschaftsräten, im Gemeinderat und Kreistag kann man auf der untersten Ebene direkt vor Ort mitgestalten und verändern!

Konstante Kita-Beiträge

Noch ein Gedanke zum Abschluss: In der Sächsischen Zeitung erschien im Oktober eine statistische Auswertung der Elternbeiträge im Landkreis. Dort ist die Gemeinde Markersdorf Spitzenreiter. Das ist nicht schön und entspricht auch nicht unserem Anspruch als kinderfreundliche Gemeinde. Jedoch auch bei dem Anteil der Gemeinde stehen wir in einer Spitzenposition. Das zeigt, dass die Bedingungen vor Ort nicht immer vergleichbar sind.

Ich könnte es mir einfach machen und lapidar sagen: Glaube nur der Statistik,
die du selbst gefälscht hast! In dem Artikel fehlt aber, dass sehr viele Gemeinden 2017 schon eine Erhöhung beschlossen haben, weil sie sich nicht in der gesetzlich vorgeschriebenen Spanne der Elternbeteiligung bewegen. Auch in welcher Trägerschaft die Einrichtungen betrieben werden und welche Angebote zur Verfügung stehen, lassen sich aus der Statistik nicht ableiten.

Wir haben hohe Elternbeiträge, aber wir werden 2017 und voraussichtlich auch 2018 keine Erhöhung vornehmen. Wichtiger wäre es nach meinem Empfinden, dass sich das Land Sachsen endlich durchringt, den Landeszuschuss, welcher pro Kind und nicht prozentual nach den Kosten gewährt wird, zu erhöhen. Den Effekt werden wir dann direkt an die Eltern weiterleiten.

Baustellen

Aktuell wurden die Baumaßnahmen an der B6 abgeschlossen. Die Erneuerung Fußgängerbrücke in Friedersdorf wird im November realisiert. Der Sportplatz der Grundschule Markersdorf wird wohl eine Winterbaustelle werden und erst im Frühjahr fertiggestellt werden können. Auf den Winterdienst sind der Bauhof und unsere zuverlässigen Dienstleister vorbereitet. Hoffen wir mal, dass sie nicht zu schnell eingreifen müssen.

Ich wünsche allen einen schönen Herbst.

Ihr Bürgermeister
Thomas Knack