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Schimmelige Wände: Warum sind diese gefährlich und was kann man dagegen tun?

Sie finden sich auch in Markersdorf in Alt- und Neubauten: Schimmelpilze. Vor allem in Wohnbereichen sind sie eine ernstzunehmende Gefahr, denn sie beeinträchtigen nicht nur die Gesundheit der Bewohner, sondern auch die Bausubstanz. Vor allem Räumlichkeiten mit hoher Luftfeuchte sind häufig von Schimmelbefall betroffen. Wie lässt sich die Schimmelbildung vermeiden und was ist zu tun, wenn bereits ein Befall vorliegt?
Abbildung: Schimmelbildung an einer durchfeuchteten Kellerwand

Schimmelpilze in Wohnräumen: Wie kommt es zu einem Befall?

Bei Schimmel handelt es sich um eine Gruppe von filamentösen Pilzen, die ein natürlichen Bestandteil der Biosphäre sind. Die Vermehrung der Organismen geschieht über mikroskopisch kleine Sporen. Aufgrund ihrer geringen Größe können sich die Sporen problemlos in Gasen und der Luft verteilen was dazu führt, dass die atmosphärische Atemluft von Natur die Mikroorganismen enthält. Da die Konzentration jedoch verhältnismäßig gering ist, stellt die natürliche Luft grundsätzlich keine Gefahr für die Gesundheit dar. Problematisch wird es erst, wenn die Sporen auf günstige Wachstumsbedingungen treffen und in der Folge zu einer Kolonie heranwachsen. Begünstigt wird das Pilzwachstum durch Feuchtigkeit und warmes Raumklima. Weiterhin fördert auch eine mangelhafte Luftzirkulation das Wachstum der Organismen.

Was macht Schimmel in Häusern und Wohnungen so gefährlich?


Egal, ob Immobilien in Sachsen wie in der Gemeinde Markersdorf, Immobilien in Dresden oder in anderen Regionen Deutschlands: Die geografische Lage hat generell keinen Einfluss auf das Schimmelpilzrisiko, so dass grundsätzlich jedes Gebäude betroffen sein kann. Finden die Sporen in Häusern günstige Lebensbedingungen vor, bildet sich in kurzer Zeit ein Myzel aus, welches aus einer Vielzahl an verzweigten Pilzfäden besteht. Während des Wachstums greifen diese Fäden nicht nur die Bausubstanz an, sondern sorgen ebenfalls für eine hohe Sporenproduktion.
Schimmelbildung auf einer Silokonfuge in einem Feuchtraum
Schimmelbildung auf einer Silokonfuge in einem Feuchtraum
Die Kolonie gibt stetig Sporen in die Raumluft ab, Folge: Ihre Konzentration steigt innerhalb kürzester Zeit auf ein kritisches Niveau an. Neben der Gefahr von weiteren Schimmelbildungen hat der hohe Sporenanteil ebenfalls Auswirkungen auf die Gesundheit der Bewohner. So können die Mikroorganismen Reizungen der Atemwege hervorrufen und im schlimmsten Fall sogar chronische Allergien auslösen. Aus diesem Grund sollte ein Befall unter keinen Umständen auf die leichte Schulter genommen werden.

Wie lässt sich Schimmel in den eigenen vier Wänden identifizieren?

Dass in Wohnräumen günstige Bedingungen für Schimmelpilze entstehen, kann in der Praxis eine Reihe von Ursachen haben. So kann zum Beispiel Feuchtigkeit durch ein kaputtes Dach oder undichte Kellerfenster in die Innenräume gelangen. Auch eine mangelhafte Durchlüftung kann bewirken, dass zu feuchte Luft nicht ausreichend abtransportiert wird. Einen ersten Hinweis auf Schimmel stellt ein muffiger Geruch dar, der an Erde erinnert. Im fortgeschrittenen Stadium zeigen sich die Kolonien auch optisch in Form von dunklen Flecken. Gewissheit liefern spezielle Messgeräte, die den Sporenanteil in der Luft numerisch erfassen können.

Was kann bei einem Schimmelbefall unternommen werden und wie können sich Eigentümer präventiv davor schützen?

Wird ein Schimmelbefall festgestellt, so hilft in der Regel nur noch ein Fachmann weiter. Aufgrund der mikroskopischen Größe muss beim Entfernen sehr genau gearbeitet werden, damit es nicht wieder zu einer Koloniebildung kommt. Hierbei ist der Einsatz von speziellen Chemikalien erforderlich, die bei falscher Anwendung ebenfalls zum Gesundheitsrisiko werden können. Damit es erst gar nicht so weit kommt, empfiehlt es sich, präventive Maßnahmen zu ergreifen. So können beispielsweise bei einer Renovierung eines Hauses potenzielle Gefahrenquellen im Vorfeld ausgemerzt werden. Neben der Herstellung einer umfangreichen Luftzirkulation sowie der Beseitigung von Undichtigkeiten können hierbei ebenfalls Kontrollmaßnahmen ergriffen werden. In diesem Zusammenhang sind vor allem Feuchtigkeitssensoren sinnvoll, die bei einem zu hohen Anstieg des Feuchtigkeitsgehalts in Wohnräumen entsprechend Alarm schlagen.

Das Fazit


Zusammengefasst zeigt sich, dass die Beseitigung von günstigen Wachstumsbedingungen immer noch die beste Waffe gegen einen potenziellen Pilzbefall ist. Weil eine professionelle Schimmelentfernung in der Regel sehr teuer ist, stellen präventive Maßnahmen auch aus finanzieller Sicht eine sinnvolle Lösung dar.