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50Jahre Gerätehaus

50 Jahre Feuerwehrgerätehaus Friedersd
50 Jahre Feuerwehrgerätehaus Friedersd
Wer kennt es nicht, das Friedersdorfer Gerätehaus der Freiwilligen Feuerwehr. Seine in Granitstein errichtete Bauweise und der massive Steigerturm sind ein optischer Blickfang nicht nur für Durchreisende auf der S 111.

Es ist heut nicht mehr nachvollziehbar, wer den Bau des Gerätehauses im Jahr 1951 veranlasste. Auf alle Fälle waren es Kameraden der Freiwilligen Feuerwehr, die sich mit ihrem Wehrleiter Walter Worreschk dafür einsetzten, ein für die damalige Zeit modernes Gerätehaus zu errichten. Der Görlitzer Architekt Otto Kamenz fertigte die notwendige Bauzeichnung und das hiesige Baugeschäft Ernst Lichthorn wurde mit der Bauausführung beauftragt. Innerhalb eines Jahres entstand somit ein Gerätehaus, das in der Umgebung seinesgleichen sucht. Die Ausführung mit Granitbausteinen war für damalige Verhältnisse etwas ganz Besonderes und viele Außenstehende fragten sich, wo die finanziellen Mittel herkamen. Es ist leider im Detail nicht belegt, wie im Einzelnen die Bauleistungen, das dazugehörige Material einschließlich der Transporte verrechnet wurden. Neben vielen unentgeltlichen Leistungen der Kameraden bei diesem Bau sind aber auch nachweisbare Rechnungen des ausführenden Baugeschäfts vorhanden. So wurden folgende Arbeiten in Rechnung gestellt:

* Maurerarbeiten 3.097,86 DM
* Zimmerarbeiten 731,26 DM
* Außenputz 410,41 DM


Erwähnenswert ist auch die Tatsache, dass zinslose Darlehen von Friedersdorfer Einwohnern gewährt wurden, um den Bau des Gerätehauses abzusichern. Im vorliegenden Schriftstück bittet im Jahr 1955 Gottfried Elsner die Gemeinde Friedersdorf um Rückzahlung eines Darlehens, um eigene Baumaßnahmen durchführen zu können. Unter der Bauherrschaft des Wehrleiters und dank seines ständigen Drängens während der Bauphase konnte bereits Ende 1951 der Bau fertiggestellt werden. Ob damals eine große Einweihungsfeier stattfand, daran kann sich heute keiner mehr erinnern. Für uns war dieses 50 jährige Jubiläum Anlass zu feiern. Dazu wurden am 6. Oktober alle Friedersdorfer Einwohner herzlich zum Gerätehaus eingeladen. Es war schon ein angenehmes Gefühl mitzuerleben, dass nicht nur jüngere Feuerwehrangehörige kamen. Neben unseren Kameraden aus der Alters- und Ehrenabteilung, unter ihnen Siegfried Rubel, Helmut Scholz und Herbert Stöckel ,die seit 1945 bzw. 1948 der Wehr angehören, konnten wir auch die älteste Friedersdorfer Einwohnerin, die Ehefrau des damaligen Wehrleiters, Frau Worreschk und unseren Bürgermeister, Herrn Knack herzlich begrüßen. Es wurde an diesem Tag viel über die Friedersdorfer Wehr, ihre Höhen und Tiefen gesprochen und unsere älteren Kameraden erzählten manche Story aus den letzten Jahrzehnten, sogar ein Gruppenfoto aus dem Jahr 1959 wurde durchgereicht. Viele Gäste nutzten die Gelegenheit, den Steigerturm zu besichtigen.
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Für unsere jüngsten Einwohner waren die Fahrten mit dem Feuerwehrauto sicher wieder ein großes Erlebnis. Es herrschte bis in die späten Abendstunden eine tolle Stimmung. Bedanken möchten wir uns ganz herzlich bei den Sponsoren der Grill-Schweine, bei Herrn Reinhard Knack und bei Herrn Hartmut Ebermann aus Schönau. Dank gilt dem Grillteam, Kam. Uwe Häusler, Ingolf Sommer und Hartmut Frindte, dem Ausschank, Kamd. Kathleen Knack, Kam. Jens Knack und Tobias Hübner, sowie allen fleißigen Helfern. Ich möchte zum Schluss des Berichtes einige Gedanken äußern, die sicher von allen Friedersdorfer Feuerwehrangehörigen getragen werden. Die ehrenamtliche Arbeit aller Kameraden wird von den Einwohnern geschätzt und sie wissen, dass sie sich im Notfall auf eine einsatzbereite und gut ausgebildete Wehr verlassen können.

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Die gute Nachwuchsarbeit ist an Hand der zahlenmäßig starken Jugendfeuerwehr ersichtlich. Ernste Probleme bereiten uns die überalterte Technik einschließlich der Unterkunft für die Mannschaft und die Ausrüstungsgegenstände. Unser Gerätehaus entspricht in keiner Weise den heutigen Normen. Hier ist es dringend erforderlich, gemeinsam mit der Gemeinde Markersdorf eine Lösung zu erzielen, damit wir als Wehr auch weiterhin unsere Aufgaben erfüllen können. Wir danken den Friedersdorfer Einwohnern für die gute Zusammenarbeit speziell im Brandschutz, die sich in einer nun schon jahrelangen brandfreien Zeit widerspiegelt und erwarten, dass dies auch in Zukunft so bleibt.

Gut Wehr
Wehrleiter



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