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Löschangriff 2008 - Sieg mit 30,09 Sekunden!

Bürgermeister Thomas Knack lud für den 9. August 2008 wieder alle Feuerwehren der Gemeinde sowie vier weitere Gastwehren nach Gersdorf zum alljährlichen Gemeindewettkampf im Löschangriff ein. In einem spannungsgeladenen Wettkampf gelang es der Friedersdorfer Mannschaft, den heißbegehrten Wanderpokal erfolgreich zu verteidigen.
Im Wettkampf zahlten sich die harten Trainingsstunden aus.
Im Wettkampf zahlten sich die harten Trainingsstunden aus.
Bei beinahe idealem Wettkampfwetter machten sich alle Ortsfeuerwehren - bis auf die Holtendorfer - sowie die Gastwehren aus Altbernsdorf, Girbigsdorf, Königshain und Lawalde auf den Weg nach Gersdorf.

Mit von der Partie waren selbstverständlich auch unsere Löschbienen, die zu Beginn des Wettkampfes erst einmal die Hiobsbotschaft über den Ausfall ihrer Verteilerbiene verkraften mussten. Da die Löschbienen aber keinesfalls der erstmals antretenden und noch namenlosen Markersdorfer Frauenmannschaft den Sieg einfach so schenken wollten, gingen sie volles Risiko ein und nur zu sechst an den Start. Die Feuerwehren aus Pfaffendorf und Altbernsdorf gingen ebenfalls mit ihren Jugendwehren an den Start.

Die Startreihenfolge wurde wie immer ausgelost, mit der Ausnahme, dass die Markersdorfer und Friedersdorfer Männermannschaften den letzten Lauf bestritten, da die zu Beginn startenden Frauenmannschaften das selbe Wettkampfmaterial nutzten. Von da an zeichnete sich ab, dass dieser Wettkampf wohl erst im letzten Lauf entschieden wird, wenn der Titelverteidiger gegen den Zweiten des Vorjahres startet. Doch es sollte alles anders kommen.

Nach den Jugendwehren starteten zunächst die Frauenmannschaften. Den ersten Lauf konnte der in Unterzahl antretende Löschbienenschwarm mit 45,22 Sekunden (Markersdorf 67,16 Sekunden) für sich entscheiden. Im ersten Lauf der Männer trat zu Beginn Jauernick gegen Girbigsdorf an. Girbigsdorf, die ihre alte TS einsetzten, zog mit 54,56 Sekunden den Kürzeren (Jauernick 44,29 Sekunden).

Aber dann, schon in der zweiten Begegnung der Paukenschlag: Deutsch-Paulsdorf legte gegen den Gastgeber aus Gersdorf glatte 32 Sekunden auf das grüne Parkett. Dass Deutsch-Paulsdorf durchaus eine Favoritenrolle einnehmen könnte, war zu erwarten, aber diese Zeit stellte auch die des Vorjahressiegers in den Schatten.

Im fünften Lauf der ersten Runde konnten dann endlich die Friedersdorfer Männer ihr Können unter Beweis stellen. Mit leichten Schwierigkeiten konnte
gegen die leicht enttäuschenden Markersdorfer zwar eine recht gute Zeit
von 33,43 Sekunden (Markersdorf 49,09 Sekunden) erzielt werden, aber das reichte nicht, um die Paulsdorfer Zeit zu unterbieten.

Nach kurzer Pause gingen anschließend erneut die Löschbienen an den Start. Wieder mit einer Biene weniger gelang es ihnen, im zweiten Lauf mit 54,62 Sekunden die Markersdorfer Frauen (59 Sekunden) zu überholen und sich damit
den Sieg zu sichern. Glückwunsch für diese beachtliche Leistung!

Bei den Männern wurde es dann interessant - alle waren gespannt, ob Deutsch-Paulsdorf die Zeit aus dem ersten Lauf noch verbessern kann. Doch das "Paulsdorf-Jöhstadt-Gespann" musste sich mit einer Zeit von 35,47 Sekunden zufrieden geben.

Als es dann zum alles entscheidenden letzten Lauf zwischen Markersdorf und Friedersdorf kam, herrschte Totenstille - sollte der Titelverteidiger entthront werden? Nein! Kaum einer hat es noch für möglich gehalten, aber nach langem Warten (wo Sekunden zu Stunden werden) endlich die Erlösung: 30,09 Sekunden! Was für ein Ergebnis!

Der Friedersdorfer Männermannschaft gelang es tatsächlich, das Ruder noch
´rumzureißen und den Pott wieder mit nach Hause zu nehmen. Den Gesamtsieg sicherte sich - wie eigentlich nicht anders zu erwarten -
die Lawalder Mannschaft mit 28,85 Sekunden, wohlgemerkt mit Friedersdorfer
Pumpe. Herzlichen Dank den Lawaldern für die Bereitstellung der Zielanlage, die eine exakte Zeitmessung ermöglichte.

Bei der anschließenden Siegerehrung hatte ein kleiner Versprecher des Ansagers große Wirkung auf die Sächsische Zeitung - liebe Lawalder, Ihr könnt gerne Wettkämpfe gewinnen, aber unseren Gemeindepokal werdet Ihr eben niemals gewinnen können!

Der Gemeindepokalsieger 2008 möchte sich auch bei allen Zuschauern und Sponsoren bedanken, ohne die dieser Erfolg sicherlich nicht möglich gewesen wäre. Das Ziel, die 30 Sekunden bei einem Wettkampf zu unterbieten, besteht trotz dieser Riesenleistung weiterhin - und würde mit einem neuen Verteiler sicherlich in greifbare Nähe rücken.

Nicht zuletzt muss natürlich auch Heikos Bar ein großer Dank ausgesprochen
werden, er hat es uns trotz Urlaub ermöglicht, eine spontane Siegesfeier und somit einen gemütlichen Ausklang des Wettkampftages zu veranstalten.

Bis zum nächsten Jahr - in dem wir den Pokal endgültig nach Friedersdorf
holen können.

Nach einem Beitrag von Tobias Hübner von der Ortsfeuerwehr Friedersdorf im Schöpsboten, Ausgabe September 2008.


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