Anzeigen
 

2009 - Aller guten Dinge sind 3!

Friedersdorfer trotzen Wind und Nässe und schreiben Feuerwehrgeschichte

Deutsch-Paulsdorf am, Sonnabend, dem 6. Juni 2009: Der von großer Kameradschaft geprägten Löschangriff-Mannschaft der Friedersdorfer Feuerwehr ist das scheinbar Unmögliche gelungen: Das Triple beim Gemeindepokalwettkampf ist perfekt!

Nach der Anreise mit dem oft bewährten Friedersdorfer 4-Takter begrüßten Deutsch-Paulsdorfs Wehrleiter Torsten Schilling, Gemeindewehrleiter Dieter Baier sowie Bürgermeister Thomas Knack, der erstmals den möglichen Hattrick in aller Öffentlichkeit erwähnte, die angereisten Mannschaften der Feuerwehren. Neben den 7 Ortswehren der Gemeinde Markersdorf waren auch die Kameraden aus Girbigsdorf, die Zieleinrichtungssteller aus Lawalde sowie eine Männer- und Frauenmannschaft aus dem tschechischen Hradcany bzw. Vlcetin anwesend.

Anschließend nahm das Schicksal ungehindert seinen Lauf: Den Anfang machten die Frauenmannschaften. Im ersten Duell des Tages standen sich die Friedersdorfer Löschbienen und die Vertretung aus Vlcetin gegenüber. In einem nicht ganz perfekten Lauf erreichte der Friedersdorfer Schwarm eine Zeit von 45,85 s. Diese Zeit reichte aber aus, um sich nach den ersten Läufen an die Spitze der Frauenwertung zu setzen, da die Markersdorfer Frauen 55,66 s benötigten.

Bevor die Männermannschaften starten konnten, gaben die Jugendwehren aus Pfaffendorf und Holtendorf (mit 2 Mannschaften anwesend) ihr Bestes. Den Sieg hierbei konnte Pfaffendorf mit 31 sec mit nur einer Sekunde Vorsprung vor Holtendorf 2 verbuchen. Den Anfang bei den Männer-Wettkämpfen machten die Mannschaften von Holtendorf (77,53 s) und der Gemeindepokalsieger von 2006, Markersdorf (36,97 s).

Danach startete Gersdorf (61,62 s) gegen die zu Hause startenden Deutsch-Paulsdorfer, die gleich mit einer Zeit von 33,59 s überzeugen konnten. Sicherlich hat es kaum einen überrascht, dass sich die anschließend startenden Lawalder Kameraden mit einer super Zeit von 28,12 s gleich an die Spitze setzen konnten. An dieser Stelle sei kurz erwähnt, dass dieses Team glücklicherweise niemals ein Wörtchen im Kampf um den Gemeindepokal mitreden kann.

Im letzten Lauf des ersten Durchgangs mussten nun die vom vielen Training der letzten Tage geplagten Friedersdorfer ihr Können unter Beweis stellen.
Der Brettaufbau lief wie am Schnürchen - alles lag perfekt für einen schnellen Start. Nach dem berühmten "Das-Kommando-gilt - Auf-die-Plätze-fertig-los" ließ sich die Mannschaft von Nichts und Niemandem mehr aufhalten und legte los. Der Saugschlauch sitzt, die Pumpe läuft, Verteiler und Druckschläuche fliegen förmlich nach vorn und die so zahlreich erschienenen Friedersdorfer Anhänger peitschten die Jungs mit tosendem Beifall in Richtung Zielbehälter. Als die Siegerbrühe aus den Düsen schoss, füllten unsere beiden Strahlrohrbrüder die Behälter bei teils stark böigem Wind in gewohnter Reihenfolge (nichts für ungut Jens, das üben wir). Anschließend Totenstille auf der Paulsdorfer Festwiese, alle warteten auf das Ergebnis. Dann der Paukenschlag - unglaubliche 29,44 s - das beste Ergebnis der Friedersdorfer aller Zeiten (Sieg 2008 mit 30,09 s). Endlich konnte die schwierige Marke von 30 sec zu Grabe getragen werden.

Beim anschließenden zweiten Ausschwärmen der Friedersdorfer Löschbienen waren diese fast noch ehrgeiziger als im ersten Lauf, denn alle wussten: Es geht noch schneller! Jeder, der nicht auf der Wettkampfstrecke beschäftigt war, feuerte kräftig mit an. Das Kuppeln am Brett klappte in gewohnter, hektischer Nervosität - soweit alles super. Doch der Flug der Bienen hatte am Verteiler ein jähes Ende als sich der B-Schlauch löste. Doch ihr habt klasse gekämpft und es Euch somit auch redlich verdient, dass die Zeit aus dem ersten Lauf für den Sieg vor Vlcetin und Markersdorf in der Frauenwertung ausreichte!

Aber da war ja noch der zweite 2. Durchgang der Männermannschaften. Alle waren gespannt, ob die Paulsdorfer Mannschaft nachlegen konnte. Nach einem abgebrochenen Start, der auf das Konto eines durch die Lichtschranke huschenden Flitzers ging, konnte sich das Team jedoch "lediglich" auf 31,47 s verbessern. Im Fahrerlager der Friedos ließ sich nach der Zeitverkündung bei genauerem Hinsehen doch der eine oder andere nach oben gezogene Mundwinkel erkennen. Nachdem anschließend auch Pfaffendorf die Friedersdorfer Zeit nicht unterbieten konnte, konnte nur noch Jauernick dem Titelverteidiger im Kampf um den heißbegehrten Gemeindepokal gefährlich werden. Lawalde konnte zwischendurch die Zeit des ersten Laufs nicht verbessern. Mensch - dadurch war jetzt sogar noch der Gesamtsieg möglich. Beim Brettaufbau lief alles noch recht gut. Doch dann kam alles anders: Maschinist Hunka, der auf einen pünktlichen Feierabend hoffte, hatte nun doch noch mal alle Hände voll zu tun. Nach dem Malheur mit Verteiler und B-Schlauch, den bereits die Friedersdorfer Siegerbienen ungewollt vorführten, reagierte er wie immer sensationell routiniert und schnell - Wasser HALT! Als das Missgeschick endlich beseitigt war, brachte der Weltklassemaschinist das Wasser wieder sagenhaft schnell nach vorn. Dumm nur, dass der Verteiler nicht geschlossen war und wieder Zeit verloren ging. Als endlich das Wasser bei den Rohren ankam, konnten die nun ausgeruhten Strahlrohrhalter die Behälter in persönlicher Wettkampf-Bestzeit füllen.

Die Zeit des Laufs war nicht der Rede wert (63,75 s), aber das Ziel war erreicht - Gemeindepokalsieger 2009! Endlich der verdiente Lohn für hartes Training, denn nur im Duden steht Erfolg vor Fleiß!

Nach den Läufen ließen sich bei nun einsetzendem Regen die Wehren und Zuschauer im Festzelt des schönen Paulsdorfer Schlossparks zum Fachsimpeln und Feiern nieder. Etwa 1,5 Siegerpromille später, gelang es endlich die lang ersehnte Siegerehrung herbeizusingen. Die Friedersdorfer Löschbienen erhielten aus männlicher Sicht einen etwas zu großen, aber dennoch sehr schönen Siegerpokal überreicht (erstmals als Frauen-Wanderpokal gestaltet). An dieser Stelle nochmals herzlichen Glückwunsch und weiterhin maximale Erfolge!

Als nun zu guter Letzt der Friedersdorfer Männermannschaft der Pokal überreicht werden sollte, freuten diese sich besonders, dass sich Unterstützer, Mutmacher, Trainingskontrolleur sowie Platzwart der Trainingswiese, Wolfgang Hübner, mit auf die Bühne gesellte. Nach kurzer Kampfansage des Bürgermeisters Thomas Knack an die Lawalder Mannschaft kniete dieser nieder und gab endlich den Pott - welcher nun KEIN Wanderpokal mehr ist - zurück. Mit einer kräftigen Sektdusche und dem obligatorischen Siegersekt aus dem Pokal verabschiedeten sich die Friedersdorfer Kämpfer und die Anhänger aus Deutsch Paulsdorf.

Bei der abendlichen und ausgelassenen Siegerfeier in "Heiko´s Bar Zum 12. Mann" wurden die Kameradinnen und Kameraden wie gewohnt Sterne-verdächtig beköstigt. Man musste sich um rein gar nichts kümmern und konnte so den Tag Revue passieren lassen. Dir, Heiko, dafür auch noch mal großen Dank, hier hat sich mal wieder gezeigt - Heiko´s Bar macht Träume wahr!

Letztendlich möchten wir uns noch einmal recht herzlich für die tolle Unterstützung bei allen Sponsoren, Freunden, den wieder zahlreich vertretenen Sympathisanten und Schlachtenbummlern, unserem Trainer, unserem Wehrleiter sowie unserem Platzwart bedanken!
Ein besonderer Dank geht auch an die OFw Deutsch-Paulsdorf, denn nur starke Konkurrenz macht uns noch schneller - mit Euren guten Zeiten tragt Ihr enorm dazu bei, die Wettkämpfe um den Gemeindepokal noch spannender zu gestalten!

In diesem Sinne viele weitere spannende Wettkämpfe und ein dreifach Gut Wehr!

Tobias Hübner
FFw Friedersdorf

Nach einem Bericht im Schöpsboten, Ausgabe Juli 2009


Aktuelles aus Friedersdorf


 
 

Bilder aus Friedersdorf