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Fließgewässer

 
Die Redaktion des Schöpsboten hatte sich für das Jahr 2004 vorgenommen, den Namensgeber unserer Zeitung - den Schöps - vorzustellen.

Dieser Bach verbindet mit seinen Zuflüssen alle Ortsteile.

Seit der Besiedlung unserer Heimat war dieses Gewässer eine wichtige Lebensgrundlage. Nicht umsonst wurden die Waldhufendörfer entlang der Bäche errichtet, denn sie waren für die Wasserversorgung unmittelbar oder über die Brunnen wichtig.

Die Entnahme von Fischen aus dem Bach, aber vor allem aus den vielen Teichen, spielte eine wichtige Rolle. Die Wasserkraft wurde jahrhundertelang für Getreide- und Sägemühlen verwendet.

An vielen Stellen sind die Mühlgräben oder Teiche, die man dafür benötigte, noch zu erkennen. Wichtig war auch die Bewirtschaftung der Ufergehölze als Brennmaterial.

Dieses Bachsystem wurde in den letzten Jahrzehnten, nach dem Motto "Aus den Augen - aus dem Sinn", als bequeme Abfallbeseitigungsanlage genutzt. Die Folge war, dass der Bach als Lebensraum für Pflanzen und Tiere enorm verarmte.

Im Zuge der starken Industrialisierung der Landwirtschaft ab den 60er Jahren des vorigen Jahrhunderts begradigte und verrohrte man viele Feldbäche. Durch Trockenlegung sowie Verfüllen von Teichen und Mulden wurde die Landschaft weiter ausgeräumt und damit eintöniger.

Ist es nicht auch ein Stück Lebensqualität, Fische, Vögel, u. a. den Eisvogel, sowie verschiedene Pflanzen beobachten zu können?

Außerdem sollte es unsere Pflicht sein, diese Kulturlandschaft, welche unsere Vorfahren geschaffen haben, zu erhalten und nicht gedankenlos dem Verfall preiszugeben.

Nun einige Zahlen zu unseren Gewässern:
- Länge Weißer Schöps bis zur Girbigsdorfer Flur 11 km
- Zuflüsse Friedersdorfer und Pfaffendorfer Wasser 7 km bzw. 6,2 km
- Zuflüsse aus dem Kanonenbusch über 4,8 km
- alle Fließgewässer insgesamt 60 km lang

Das Titelbild zeigt einen Teil des Bachsystems, auch die Feldbäche aus Friedersdorf und Pfaffendorf. Wir werden uns bemühen, in den einzelnen Monatsheften Beiträge aus allen Ortsteilen über dieses Thema zu erstellen.

[Quelle: K. Hertwig] J. Rothe

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