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Bürgermeister März 2018

Liebe Bürgerinnen und Bürger der Gemeinde Markersdorf! Es vergeht momentan kein Tag, an dem nicht über Digitalisierung gesprochen wird. Es ist absolut unstrittig, dass im gegenwärtigen Zeitalter diesem Thema ein besonderer Stellenwert zukommt. Viele Bürger und insbesondere mittelständische Unternehmen fordern vehement Breitbandinternetanschluss.


"Im Informations- respektive Desinformationszeitalter bleibt nichts, über das noch Gras wachsen könnte. Wer also auf mediale Vergesslichkeit setzt, für den ist digital fatal."

Thom Renzie (*1959),
Lehrer

Von der Bundes- und Landesebene gibt es deutliche Signale, dass man bereit ist, durch die Bereitstellung von mehr als 100 Mrd. Euro die digitale Infrastruktur anzukurbeln. Man will das untere Drittel bei der Ausstattung mit Internet in Europa verlassen. Leider fehlt ein klares Konzept und die Bereitschaft das Problem wirklich flächendeckend zu lösen.

Johannes van Bergen, Geschäftsführer der Schwäbisch Haller Beteiligungsgesellschaft, stellt dazu fest: "Die Umsetzung dieser Aufgabe kann die Politik nicht dem Zufall oder willigen Kommunen überlassen, sondern dafür ist ein striktes Konzept notwendig. Was naheliegt, ist die Umsetzung so zu steuern, wie dies bei Strom- und Gasnetzen in Deutschland praktiziert wird. Auf die Breitbandnetze bezogen würde dies bedeuten, die Kommunen erhalten das Recht, Breitbandkonzessionen auszuschreiben und dabei sicherzustellen, dass flächendeckend, wie beim Strom, eine Versorgung mit digitaler Infrastruktur, am Anfang mit mindestens 100 Megabit pro Sekunde und später Gigabitnetze, für alle zur Verfügung steht."

Das hört sich sehr einfach an, jedoch ist die Realität noch sehr weit davon entfernt. Meist stehen die Kommunen vor Ort mit dem Problem alleine da, auch wenn momentan nicht die finanzielle Absicherung im Fokus steht.

Mehrere Anbieter versuchen, mit guten Ideen, Eigeninitiativen und auch viel unternehmerischem Risiko Lösungen anzubieten, welche jedoch meist nur Übergangslösungen darstellen. Die Bürger sind verunsichert und fragen ständig, was sie tun sollen. Bestehende Verträge verlängern und auf den Regelausbau warten oder sich neuen Verträgen anschließen und hoffen, dass es günstig ist.

Für mich gibt es drei ganz klare Aussagen:
  • Langfristig zielführend ist nur der Glasfaserausbau bis zum Endverbraucher. Alles andere sind temporär befristete Zwischenlösungen. Denn die Entwicklung wird auch zukünftig genauso rasant weitergehen wie die letzten Jahre.

  • Jeder muss für sich selbst ausloten, wie er zukünftig Internet nutzen möchte und vor allem, was es ihm finanziell wert ist. Auch die komplette Endlösung wird es nie kostenfrei geben können. Es sei denn, eine Kommune hat eigene Stadtwerke und kann es sich leisten, eine neue Verlustsparte aufzumachen. Wir haben diesen Luxus nicht.

  • Bei der Ermittlung des tatsächlichen Bedarfs sollte niemand zu kurzfristig denken. Der derzeitige Boom der finanziellen Bereitstellung von Mitteln zur Schaffung der Infrastruktur für Internet wird nicht ewig anhalten. Darum ist ein flächendeckender und mit Glasfaser geplanter Ausbau immer zu favorisieren, auch wenn momentane Einmalkosten anfallen können.
Eine bedeutende Rolle beim Breitbandausbau kommt der Deutschen Telekom AG zu. Nicht weil sie besser ist als andere Anbieter oder weil man mit ihr besser reden kann. Die Telekom hat eine Monopolstellung in unserer Region und beim Regelausbau kommt man an ihr nicht vorbei. Darum bin ich froh, dass wir endlich eine klare Aussage der Telekom über die kurzfristigen Vorhaben im Gemeindegebiet erhalten haben. Die offizielle Pressemitteilung können Sie im Anschluss an den Bericht lesen.

Im Kurztext heißt es nach Aussage der für unseren Bereich zuständigen Vertreter der Telekom: Bis zum Ende des 3. Quartals wird der gesamte Bereich des Ortsnetzes (Vorwahl 035829) ausgebaut und im 4. Quartal erhalten die Bürger die Möglichkeit, sich in diesem Bereich mit schnellem Internet zu versorgen. Die Informationen und neuen Angebote werden den Nutzern zugestellt.

Ich hoffe, dass mit diesem Angebot und den Initiativen der anderen Anbieter bis Ende des Jahres 2018 eine Lösung für unsere Gemeinde geschaffen wird.

Ihr Bürgermeister
Thomas Knack
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Pressemitteilung der Deutschen Telekom AG:
Glasfaser-Ausbau: Mehr Tempo für Gersdorf bei Görlitz
  • ab Fertigstellung: neueste Technik für schnelles Internet
  • Bandbreiten bis zu 100 MBit/s möglich
  • rund 1800 Haushalte werden profitieren
Die Telekom baut ihr Netz in Gersdorf b. Görlitz, Markersdorf, Deutsch-Paulsdorf und Jauernick-Buschbach aus. Rund 1.800 Haushalte bekommen ab Fertigstellung schnelles Internet. Das neue Netz wird so leistungsstark sein, dass Telefonieren, Surfen und Fernsehen gleichzeitig möglich sind. Auch das Streamen von Musik und Videos oder das Speichern in der Cloud wird bequemer. Das maximale Tempo beim Herunterladen steigt auf bis zu 100 Megabit pro Sekunde (MBit/s) und beim Hochladen auf bis zu 40 MBit/s. Dafür wird das Unternehmen 16 Verteiler aufstellen oder mit moderner Technik ausstatten.

"Ich freue mich, dass die Arbeiten in Gersdorf b. Görlitz, Markersdorf, Deutsch-Paulsdorf und Jauernick-Buschbach nun starten", sagt Thomas Knack, Bürgermeister von Markersdorf. "Schnelle Internetverbindungen sind aus dem Leben unserer Bürgerinnen und Bürger nicht mehr wegzudenken - privat und geschäftlich. Sie sind ein wichtiger Standortvorteil."

"Unser Ziel lautet: Breitband für alle. Deshalb investieren wir Jahr für Jahr bis zu vier Milliarden Euro. So treiben wir auch in Gersdorf b. Görlitz, Markersdorf, Deutsch-Paulsdorf und Jauernick-Buschbach die Digitalisierung voran," sagt Sten Pinkert, Regio Manager Infrastrukturvertrieb der Region Ost der Telekom Deutschland. "Unser Netz wächst täglich. Mit mehr als 455.000 Kilometern hat die Telekom bereits heute das größte Glasfasernetz in Deutschland. Zum Vergleich: Das deutsche Autobahnnetz ist insgesamt 13.000 Kilometer lang."

So kommt das schnelle Netz ins Haus

Auf der Strecke zwischen der örtlichen Vermittlungsstelle und dem Verteiler wird das Kupfer- durch Glasfaserkabel ersetzt. Das sorgt für erheblich höhere Übertragungsgeschwindigkeiten.

Die Verteiler werden zu Multifunktionsgehäusen (MFG) umgebaut. Die großen grauen Kästen am Straßenrand werden zu Mini-Vermittlungsstellen. Im MFG wird das Lichtsignal von der Glasfaser in ein elektrisches Signal umgewandelt und von dort über das bestehende Kupferkabel zum Anschluss des Kunden übertragen.

Um die Kupferleitung schnell zu machen, kommt Vectoring zum Einsatz. Diese Technik beseitigt elektromagnetische Störungen. Dadurch werden höhere Bandbreiten erreicht. Ab der zweiten Jahreshälfte 2018 wird Super-Vectoring eingesetzt. Dann sind Geschwindigkeiten von bis zu 250 MBit/s möglich. Es gilt die Faustformel: Je näher der Kunde am MFG wohnt, desto höher ist seine Geschwindigkeit.

Der Weg zum neuen Anschluss

Bereits heute können sich interessierte Kunden auf www.telekom.de/schneller für die neuen Anschlüsse registrieren und erhalten eine Nachricht, sobald die schnellen Anschlüsse gebucht werden können. Denn Bürgerinnen und Bürger, die ab Fertigstellung das schnellere Internet nutzen wollen, müssen neue Verträge abschließen oder bereits bestehende anpassen.

Wer mehr über Verfügbarkeit, Geschwindigkeiten und Tarife der Telekom erfahren will, kann sich im Telekom-Shop, beim teilnehmenden Fachhandel, im Internet oder beim Kundenservice der Telekom informieren:
  • elekom-Shop Görlitz, Berliner Straße 63, 02826 Görlitz, Tel. 03581 764196
  • www.telekom.de/schneller
  • Neukunden: Tel. 0800 330 3000 (kostenfrei)
  • Telekom-Kunden: Tel. 0800 330 1000 (kostenfrei)
  • Kleine und Mittlere Unternehmen: Tel. 0800 330 1300 (kostenfrei)
Das Netz der Telekom in Zahlen

Für 2018 plant die Telekom, 60.000 Kilometer Glasfaser zu verlegen. Zum Vergleich: 2017 waren es 40.000 Kilometer. Insgesamt misst das Glasfasernetz der Telekom über 455.000 Kilometer - das größte in Europa. Man könnte es mehr als zehnmal um die Erde wickeln. Die Verlegung von einem Kilometer Glasfaser beträgt zwischen 50.000 Euro und 150.000 Euro. Die Telekom investiert pro Jahr rund fünf Milliarden Euro in Deutschland.