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Freitag, der 13. April - ist das nun ein Unglückstag?

Haus am See
Haus am See
"Wir sahen das nicht so und organisierten für diesen Nachmittag eine Besichtigung der Kirche und der Heimatstuben in Tauchritz", beginnt R. Urban vom Kultur- und Heimatverein Markersdorf e.V. ihren Beitrag im Schöpsboten vom Mai 2018.

Das Wetter zeigte sich von der angenehmen Seite (Glück für uns) und so konnten wir zuerst bei Sonnenschein über den kleinen Friedhof gehen, der als Kirchhof direkt um die Kirche herum gelegen ist. Errichtet wurde die schlichte Kirche mit einem barocken Kanzelaltar 1686 nach einem großen Flächenbrand infolge eines Blitzschlags. Sie besitzt keinen Turm, die Glocken befinden sich unter dem Dach. An der Nordseite befindet sich der Anbau der Patronatsloge mit einem Keramikofen im Rokokostil.
Kirche in Tauchritz
Kirche in Tauchritz
Ein sehr gut erhaltener Grabstein zeigt in Lebensgröße den 1685 verstorbenen Ritter von Warnsdorf. Die Kirche gehörte bis 1749 dem Rittergeschlecht von Gersdorf und von Warnsdorf (Besitzer des Wasserschlosses) und kam danach in den Besitz des Stiftes Joachimstein Radmeritz.

Im Haus am See

Nächste Station unserer Tour war das Haus am See. Das Gebäude wurde 1840 als Pfarrhaus errichtet und in den vergangenen Jahren liebevoll saniert. Dabei wurden historische Wand- und Deckenmalereien freigelegt, die teilweise konserviert, aber auch in archäologischen Fenstern sichtbar sind. Jetzt wird das Haus durch die Evangelische Versöhnungskirchengemeinde Görlitz, den Heimatverein Tauchritz e. V. und den Verein "Oberlausitzer Bergleute" e.V. gemeinsam genutzt.

Die gemeinschaftlich geschaffene Ausstellung in der oberen Etage stellt das frühere Leben und die Traditionen im Ort dar und demonstriert gleichzeitig die markanten landschaftlichen Veränderungen durch den Braunkohletagebau. Viele Gerätschaften der Landwirte und Handwerker aus dem Dorf, die "Gute Stube" und die Amtsstube des Pfarrers mit den alten Möbeln erinnern an die vielfältige Vergangenheit des Ortes.

Da wir die Ausstellung im Obergeschoss nur in einer kleinen Gruppe (15 Personen) besichtigen konnten, nutzte die andere Gruppe die Gelegenheit zur Kaffeepause im Erdgeschoss des ehemaligen Pfarrhauses. Als Höhepunkt konnten wir noch das Geläut der beiden Glocken unter dem Kirchendach hören. Es war bereits 18 Uhr und wir hatten nicht bemerkt, dass die Zeit so schnell vergangen war.

Zu verdanken hatten wir das mit Sicherheit der interessanten Führung durch Frau Herrmann, die uns in so lebhafter Erzählung durch Geschichte und Gegenwart des kleinen Ortes Tauchritz geführt hat. Mit vielen kleinen Anekdoten und Erlebnissen geschmückt hat sie uns die Historie der vergangenen 300 Jahre beeindruckend lebendig werden lassen.

Ausblick

Für Mai 2018 wird ein Besuch der JVA Görlitz vorbereitet. Der konkrete Termin stand bei Redaktionsschluss noch nicht fest. Einladungen erfolgen rechtzeitig.

R. Urban

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