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Bürgermeister Februar 2019

Liebe Bürgerinnen und Bürger der Gemeinde Markersdorf! Der traditionelle Neujahrsempfang der Gemeinde Markersdorf ist am 18. Januar 2019 in seine 15. Runde gegangen. Auszug aus der Ansprache: "Unser Ziel ist es gemeinsam mit allen Bürgern, Unternehmern und Gästen der Gemeinde Markersdorf ins Gespräch zu kommen. Nur wer miteinander und nicht ausschließlich übereinander redet, hat eine Chance den anderen zu verstehen.

Vor allem aber möchten wir auch Danke sagen für die große ehrenamtliche Einsatzbereitschaft vieler Bürger in den Vereinen, den Feuerwehren und im ganz alltäglichen Leben.

Dank an Industrie, Handwerker und Dienstleister

Da wir, auch schon traditionell, zum Markersdorfer Neujahrsempfang gemeinsam mit dem Unternehmerverband einladen, möchte ich meinen ersten Dank an unsere Firmen, Handwerker, Arztpraxen und an all diejenigen richten, die durch ihre tagtägliche Arbeit einen großen Beitrag zum ausgeglichenen Gemeindehaushalt und damit für eine kontinuierliche Arbeit der Gemeinde leisten.

Oft steht das Thema Auftragsvergabe im Gemeinderat an und wir sind bemüht bei den Vergaben die hiesigen Firmen zu berücksichtigen. Wenn man jedoch Fördermittel in Anspruch nehmen will, dann muss man sich an Vergabevorschriften halten, auch wenn diese manchmal nicht nachzuvollziehen sind. Trotzdem denken wir, dass wir für kommunalen Investitionen und Vergaben von Dienstleistungen auch für unsere regionale Firmen ein fairer Auftraggeber sind.

Dank an alle, die sich ehrenamtlich engagieren

Ein weiterer Dank richtet sich an die Vertreter unserer Vereine, Feuerwehren und Einrichtungen unserer Gemeinde, die im Ehrenamt das normale Leben in der Gemeinde schöner gestalten. Auch viele Bürger, die nicht in Vereinen organisiert, sind bereichern unser Gemeindeleben durch ihre Einsatzbereitschaft.

Immer neue Gesetze und Bestimmungen erleichtern die ehrenamtlich Arbeit in den Vereinen und in den Feuerwehren nicht wirklich. Datenschutzverordnungen, Auflagen der Berufsgenossenschaften und vor allem ständige Verschärfungen von Vorschriften erschweren die ehrenamtliche Arbeit beträchtlich und wohlgemeinte Entschädigungsvorschläge werden oft Hemmnisse durch die komplizierten Abrechnungen.

Darum ist es besonders schön zu sehen, wie liebevoll unsere seniorenbetreuenden Vereine ihre Arbeit mit den älteren Bürgern verrichten. Das ist nicht selbstverständlich und die Aussage, dass der geringe Zuschuss der Gemeinde eine freiwillige Leistung darstellt, wird zum Glück durch den Gemeinderat und die Verwaltung etwas anders betrachtet und nicht in Frage gestellt.

Der momentane Zulauf der Kinder und Jugendlichen in den Sportvereinen ist sehr erfreulich und Ausdruck dafür, dass die Vereine aufeinander zugegangen und bereit sind die anstehenden Probleme
gemeinsam lösen.

Wir als Gemeinde sehen uns sehr gerne als Partner für die Antragstellung von Förderungen, bitten aber um Verständnis, dass wir nicht allen Vereinen gleichzeitig und vor allem nicht im gleichen Maße helfen können. Darum sind uns durchdachte Konzepte mit der Sicherung der Nachhaltigkeit ebenso wichtig wie die Abstimmung und Koordination der Maßnahmen zwischen den Vereinen selbst.

SItuation der Freiwilligen Feuerwehren

Wenn man über Verschärfungen von Vorschriften spricht, betrifft das unsere Freiwilligen Feuerwehren besonders. Getreu dem Spruch "Bei der Freiwilligen Feuerwehr ist eigentlich nur der Aufnahmeantrag freiwillig!" haben sich die Bestimmungen so verschärft, dass die Kosten für die Kommune und die Anforderungen an die Kameraden ständig steigen. Manchmal hat man wirklich
den Eindruck, dass einige Beamte in der Landesdirektion vergessen, dass die Feuerwehren ihren Dienst im Ehrenamt erledigen, das heißt neben ihrer eigentlichen Arbeit und den Pflichten zu Hause.

Doch an einem Umstand kommen wir eigentlich nicht vorbei, wenn wir über die Feuerwehren reden. Die Absicherung der Tageseinsatzbereitschaft muss gewährleistet sein. Was nützen uns sieben Standorte mit sieben Fahrzeugen, wenn im schlimmsten Fall der Alarmierung an jedem Standort nur ein Kamerad erscheint und niemand ausrücken kann. Die Bedeutung der Tageseinsatzgruppe
wird so immer wichtiger, denn wenn die sieben Kameraden an einem Standort zusammenkommen, können sie auch handeln. Dazu müssen wir jedoch unser Alarmierungssystem verbessern und klären, wie wir junge Kameraden schneller ausbilden und die raren Ausbildungsplätze an der Feuerwehrschule effektiv besetzen können.

Das Jahr 2019 wird richtungsweisend für die Entwicklung in den Feuerwehren werden. Die eingeleiteten Werbemaßnahmen, um junge Leute für die Feuerwehren zu begeistern, werden dabei genauso wichtig sein, wie die gemeinsamen Gespräche zur Absicherung der Tageseinsatzbereitschaft. Hier werden wir in einer Arbeitsgruppe aus Feuerwehrleuten und Gemeinderäten eng zusammenarbeiten müssen.

Ich möchte die Gelegenheit nutzen und hier allen Feuerwehrkameraden meinen ganz besonderen Dank aussprechen und versichern, dass ihre Meinungen und Vorschläge bei den Entscheidungen gehört werden. Persönlich bedanken möchte ich mich bei Gerd Pohl, der seit der Gründung der Tageseinsatzgruppe die Ausbildung übernommen hat. Zukünftig wird diese Truppe durch weitere, im Gemeindegebiet tätige Kameraden verstärkt und die Führung durch die Wehrleitung der Ortswehr Markersdorf übernommen.

Dank an alle, die sich um die Kinder kümmern

Ich möchte mich heute ganz besonders bei allen Mitarbeitern in unseren Kindereinrichtungen für eine hervorragende Arbeit bedanken. Dieser Dank gilt natürlich auch den Lehrern an der Grundschule Markersdorf. Unsere Kinder haben gute Bedingungen und daran haben auch die Erzieher und Lehrer einen besonderen Anteil.

Dank an die Kirchen

Ein weiterer Dank gilt den Vertretern unserer Kirchen. Die Kirchen sind ein ganz wichtiger Bestandteil in unserem Gemeindeleben. Nicht nur als Zufluchtsort, sondern auch als Initiatoren für Baumaßnahmen und Veranstaltungen in den verschiedensten Richtungen. Wir sehen uns gerne als Partner und werden auch zukünftig nach unseren Möglichkeiten helfen.

Dank an die Dienstleister und Helfer des Neujahrsempfangs


So ein Neujahrsempfang ist auch für uns immer eine neue Herausforderung und deshalb ist es wichtig dafür Partner zu finden. Dieses Jahr haben wir einen neuen Weg beschritten und konnten für das bereitgestellte Buffet Katrin Lange mit ihrem Team gewinnen. Katrin Lange betreibt die Schulküche in der Grundschule und es gehört nicht unbedingt zu ihren täglichen Aufgaben knapp dreihundert Leute in einer Stunde zu verköstigen. Wir möchten uns ganz herzlich bei Katrin und ihrem Team bedanken.

Bei der Technik und der Ausstattung waren Profis am Werk. Vielen Dank an Harald Sturm und sein Team für das faire Angebot und die guten Ratschläge. Aber Harald Sturm ist ja einer von uns und ich möchte mich an dieser Stelle auch ganz persönlich bei ihm bedanken, denn auch er hilft, natürlich mit anderen Möglichkeiten, ehrenamtlich beim Weihnachtsmarkt und bei Dorffesten ebenso
wie bei ganz kleinen Veranstaltungen im Kindergarten.

Ein "bisschen" Arbeit ist dann doch noch übrig geblieben und so möchte ich mich auch bei den Mitarbeitern der Gemeindeverwaltung und des Bauhofes mit Hausmeister bedanken. Der Tischschmuck ist wieder eine Augenweide und es war eine Freude der Zusammenarbeit der Mädels und Jungs zuzuschauen.

Dank an alle Anwesenden und Aufruf zum Mitgestalten

Mein letzter Dank gilt aber Ihnen allen, die der Einladung zu unserem Neujahrsempfang gefolgt sind. Eine Gemeinde kann nur wachsen, wenn ihre Bürger es mit anpacken. In diesem Sinne bitte ich sie am 26. Mai und am 1. September ihr Recht wahrzunehmen und an den Wahlen teilzunehmen."

Ihr Bürgermeister Thomas Knack