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Bürgermeister Oktober 2014

Liebe Bürgerinnen und Bürger der Gemeinde Markersdorf! Wenn man sich mit der Zukunft beschäftigen will, muss man sich unweigerlich mit der Vergangenheit und vor allem mit der Gegenwart auseinandersetzen. Dabei ist es nicht ganz einfach, alle Bedürfnisse zu berücksichtigen und besonders die verschiedensten Prioritäten und Sichtweisen in die Betrachtungen einfließen zu lassen.

“Die Zukunft hat viele Namen:
Für Schwache ist sie das Unerreichbare,
für die Furchtsamen das Unbekannte,
für die Mutigen die Chance.”

Victor Hugo

Der Gemeinderat hat eine Arbeitsgruppe beauftragt, sich mit der Zukunft unserer Gemeinde zu beschäftigen. Strategieplanung nennen wir diese Betrachtungen.

Am 19.09. hat sich diese Arbeitsgruppe mit dem beauftragten Büro zusammengesetzt und eine Bestandsaufnahme durchgeführt. Erstes Fazit war, dass unsere Gemeinde recht ordentlich aufgestellt ist und wir kurzfristig keinen akuten Handlungsbedarf haben, an der Selbstständigkeit unserer Gemeinde zu zweifeln. Ohne dass wir auf Gespräche über zukünftige kommunale Zusammenarbeit verzichten werden, wird diese Aussage die Grundlage für unsere weiteren Aktivitäten sein.

Die Bestandsaufnahme hat aber auch gezeigt, dass wir nicht ohne Probleme leben und für die Zukunft Maßnahmen ergriffen werden müssen, um diesen Status zu erhalten.
Der Anstieg des Altersdurchschnittes in unserer Gemeinde von gegenwärtig 45 auf 50,8 Jahre bis 2025 beschäftigt uns dabei ebenso, wie der zu erwartende Rückgang der Bevölkerung bis 2025 um ca. 400 Einwohner.

Unser Ziel ist es verstärkt Einfluss auf die städtebauliche Planung in den Ortsteilen zu nehmen. Die Ausweisung von neuen Wohngebieten wird in unserer Gemeinde nur sehr begrenzt möglich sein. Jedoch gibt es genügend Potenzial bei der sogenannten Lückenbebauung. Hier werden wir in nächster Zukunft in direkte Gespräche mit den Eigentümern solcher Flächen treten.

Die ständigen Nachfragen nach Bauplätzen durch vor allem junge Leute zeigen, dass das Leben in unserer Gemeinde nach wie vor als attraktiv eingeschätzt wird. Die kommunalen Kindereinrichtungen, die Grundschule und die medizinische Versorgung müssen unbedingt langfristig erhalten werden. Darum wird auch unser Bauvorhaben “Ersatzneubau der Kindereinrichtung Markersdorf” am Grundschulstandort ganz oben auf der Prioritätenliste der Gemeinde bleiben. Nur St. Michaelis auf dem Markersdorfer Kirchberg lugt heraus, wenn der Blick von Nordwest weit über die Landschaft zur Landeskrone führt. Rechts am Horizont deutet sich als dunkler Streif das Riesengebirge an.

Nur St. Michaelis auf dem Markersdorfer Kirchberg lugt heraus, wenn der Blick von Nordwest weit über die Landschaft zur Landeskrone führt. Rechts am Horizont deutet sich als dunkler Streif das Riesengebirge an.
Zukunft hat natürlich auch immer etwas mit Kindern zu tun und darum bin ich den vielen Akteuren besonders dankbar, welche sich in letzter Zeit besonders für unseren kleinen Bürger eingesetzt haben.

Die verstärkte Ausweisung von Nachwuchsmannschaften in unseren Sportvereinen erfreut uns dabei ebenso, wie die erhöhte Anzahl der Teilnehmer am Jugendfeuerwehrlager am Braunsteich. Vielen Dank an die Betreuer und die Eltern, welche einen großen Anteil an den Aktivitäten haben.

Dank auch an die Organisatoren und Helfer des Dorf- und Sportfestes in Friedersdorf, wo die Jüngsten bei der Siegerehrung nicht das kleinste Teilnehmerfeld gestellt haben.

Ein großer Dank gebührt auch den Eltern und Erziehern der Kindereinrichtungen für die durchgeführten Veranstaltungen. Das Gewimmel auf dem Sportplatz der Grundschule während der “Olympiade der Wirbelwinde” zum Beispiel war eine Augenweide und lässt uns für die Zukunft recht optimistisch an die Aufgaben herangehen.
Aber auch die Organisation und Durchführung der beiden Ferienlager mit unseren Partnergemeinden haben genügend Anlass zur Freude gegeben. Auch hier einen herzlichen Dank an alle Helfer und Unterstützer.

Gerade die Partnerschaften und die Beteiligungen waren Thema in der letzten Gemeinderatssitzung und die Mehrheit hat sich für den Erhalt dieser freiwilligen Aufgaben ausgesprochen. Dabei wurde auch festgestellt, dass sich die Gemeinde Markersdorf nur entwickeln kann, wenn sich auch die Region entwickelt und wir unseren Einfluss dabei nicht verringern sollten.

Weniger schön sind im Gegenzug die sich in der letzten Zeit häufenden Beschädigungen durch Vandalismus und das Beschmieren der öffentlichen und privaten Gebäude durch “Unverbesserliche”. Wer bewusst und zielgerichtet Zäune und Spielgeräte in den Kindereinrichtungen zerstört oder Obst aus dem Museumsgarten als “Wurfgeschosse” verwendet, hat nicht begriffen, dass er sich damit auch selbst schadet. Denn die Beseitigung der Schäden kostet Zeit, die wir dringend für wichtigere Arbeiten im Gemeindegebiet benötigen. Damit machen diejenigen viel von dem ehrenamtlichen Engagement kaputt.

Ich kann nur an alle Bürger appellieren, ein wachsames Auge zu haben und Sachbeschädigungen zu melden. In individuellen Gesprächen lassen sich manche Dinge meist schneller und effektiver lösen wie in den sehr aufwendigen, aber meist erfolglosen Ermittlungen der Dienststellen.

Im Oktober wird sich die “Strategiearbeitsgruppe” noch einmal zusammensetzen und wir wollen dann einen Workshop vorbereiten, in dem wir mit den Vereinen, den Unternehmern, der Verwaltung und mit interessierten Bürgern ins Gespräch kommen wollen.
Die vielen guten Impulse aus den Ortschaften wollen wir auch zukünftig aufgreifen und sie zur Stärkung der Gesamtgemeinde nutzen.
Eine hervorragende Rolle dabei hat die Wettbewerbsteilnahme
von Jauernick-Buschbach gespielt. Darauf sollten wir aufbauen und die gemeinschaftlichen Impulse für alle Orte nutzen.

Lassen Sie uns die Zukunft als Chance sehen und uns gemeinsam daran arbeiten. Mit Optimismus und Mut können wir auch mittelfristig gute Arbeits- und Lebensbedingungen und damit die Voraussetzungen für ein attraktives Miteinander bieten.

Ihr Bürgermeister
Thomas Knack

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