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Bürgermeister Juli 2008

Birgit und Thomas Knack im Zittauer Gebirge
Birgit und Thomas Knack im Zittauer Gebirge

Die Kommunalwahlen 2008 liegen hinter uns. Ich möchte mich ganz herzlich bei allen Bürgern für die sehr gute Wahlbeteiligung am 8. Juni 2008 bedanken. 2.354 Wähler gingen an die Wahlurnen.

“Gerade wer das Bewahrenswerte bewahren will,
muss verändern, was der Veränderung bedarf.”

Willi Brandt

Liebe Bürgerinnen und Bürger der Gemeinde Markersdorf!
Mit einer Wahlbeteiligung von 65,8 % stehen wir ganz oben auf der Liste im Freistaat. Auch durch solche Aktionen können wir auf uns aufmerksam machen und der Region und den genehmigenden Behörden zeigen, wie ernst sich unsere Bürger am gesellschaftlichen Leben auf Gemeindeebene einbringen.

Mein ganz besonderer Dank gilt den vielen Wahlhelfern in den Wahllokalen und vor allem der Gemeindewahlkommission um Dieter Nicht und Gerhard Eidner für die tadellose Arbeit und den persönlichen Einsatz.

Ich denke aber, es ist verständlich, dass ich mich, auch im Namen meiner Frau und meiner Familie, besonders für das Wahlergebnis zur Bürgermeisterwahl bedanke. 71,9 % der gültig abgegebenen Stimmen haben sich dafür entschieden, dass ich die nächsten sieben Jahre die politischen Geschicke unserer Gemeinde weiter leiten soll. Für dieses doch recht klare Bekenntnis bedanke ich mich auf das Allerherzlichste und verspreche, dass ich all meine Kraft dafür einsetze, Sie nicht zu enttäuschen. Ebenso bedanke ich mich für das Vertrauen, dass ich auch im Kreistag für unsere Interessen eintreten soll.

Bei aller Freude über den klaren Wahlsieg, habe ich mir jedoch auch Gedanken über die Zusammenkünfte im Vorfeld der Kommunalwahl gemacht. Natürlich waren viele Gespräche vom reinen Wahlkampf und von persönlichen Befindlichkeiten geprägt. Und in einer solchen Situation kann man nicht nur Friede-Freude-Eierkuchen-Atmosphäre verbreiten.

Wenn ich mal alle wahltypischen, ortsbezogenen Aussagen und auch das manchmal nicht nachvollziehbare Verhältnis zu meinem Amtsvorgänger außer Acht lasse, dann gab es doch einige gute, richtungsweisende Ratschläge von Bürgern, die ich sehr gerne beherzigen werde.

Keiner, der in der Verantwortung steht, macht keine Fehler. Und gemachte Fehler werden nur dann richtig prekär, wenn man nicht den Mut aufbringt, diese einzugestehen, abzustellen oder sich auf dem Weg des geringsten Widerstandes vor den Lösungen drückt. Ich bin mir bewusst, dass ich noch einige Entscheidungen treffen muss, die dem Einen oder dem Anderen ganz und gar nicht ins Konzept passen.

Und ich bedanke mich bei all denen, die mir gerade in dieser Frage, in der Phase des Wahlkampfes den Rücken gestärkt haben und verspreche, dass ich auch zukünftig eng und vertrauensvoll mit den Räten der Gemeinde zusammenarbeiten werde.

Ich werde zukünftig jedoch verstärkt darauf drängen, dass Probleme analysiert, diskutiert und gelöst werden. Unsere nächste Arbeit im Gemeinderat und vorberatend in den Veranstaltungen der Ortschaften wird sich mit Sicherheit mit der mittelfristigen Investitionsplanung beschäftigen.

Aber Grundlage für diese Diskussionen werden die Analysen der öffentlichen Einnahmen und Ausgaben sein. Die genauen Untersuchungen von Objekten, die den Gemeindehaushalt besonders belasten, werden ebenso auf die Tagesordnung kommen müssen.

Wir müssen mit der Tatsache leben, dass wir uns nicht nur über große Investitionen umfassend verständigen, sondern auch für jeden Ortsteil eine überschaubare Summe im Haushalt festschreiben, damit auch die Ortschaftsräte Forderungen durchsetzen und somit abrechenbare Ergebnisse vor ihren Wählern vorweisen können.

Wir wollen eine sozial gerechte Gemeinde sein, dazu stehen wir. Also versuchen wir bestimmt nicht vorrangig Elternbeiträge, Gebühren und Steuern zu erhöhen. Wenn wir das aber nicht tun wollen, müssen wir unsere Kosten reduzieren, um auch weiterhin in der Gemeinde investieren zu können. Die Möglichkeiten dazu sind sehr begrenzt, aber es gibt sie.

An der Aussage, dass für jedes Kind in der Gemeinde ein Krippen-, Hort- und Kindergartenplatz vorgehalten wird, gibt es keine Abstriche. Die Frage der Auslastung der vorhandenen und die Konzepte für die geplanten Einrichtungen müssen jedoch ständig und nachhaltig auf Rentabilität und Wirtschaftlichkeit
geprüft werden.

Auch die öffentlich genutzten Räume in den einzelnen Ortsteilen werden wir nicht angreifen. Wir werden uns aber in jedem Ort zusammensetzen müssen und die tatsächliche Notwendigkeit erfragen.

Die Nutzung der im kommunalen Eigentum stehenden Gebäude müssen mit nachhaltigen Konzepten unterlegt werden. Wenn keine andere Nutzung möglich ist, muss man sich auch mit einer Umverlagerung von einem Ortsteil in den anderen beschäftigen. Wobei die Verlegung des Schulstandortes von Markersdorf in das Schloss Deutsch-Paulsdorf bestimmt nicht in Erwägung
gezogen wird, aber sonst gibt es viel Spielraum.

Also kurz, es wird genügend Aufgaben in den nächsten sieben Jahren geben. Gehen wir es gemeinsam an und bemühen wir uns, etwas wegzukommen von der schleichenden Ich-Wirtschaft, mehr hin zum gemeinsamen Wir-Gefühl.

Falls jetzt jemand denkt, sieh mal an, gerade die Wahl gewonnen und schon will der Bürgermeister alles verändern, dem ist nicht so. Die angesprochenen Probleme beschäftigen uns schon ein paar Monate und in kleineren Gruppen wurden sie auch schon andiskutiert. Meine Aufgabe sehe ich jetzt darin, sie auf die Tagesordnung zu bringen.

Ihr Bürgermeister Thomas Knack

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