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Bürgermeister Mai 2014

Liebe Bürgerinnen und Bürger der Gemeinde Markersdorf! Wenn ich den Artikel in der Sächsischen Zeitung vom 23.04.2014 zur Grundlage meines Artikels nehme, dann muss ich mir wohl an die eigene Nase fassen und zu dem Schluss kommen, dass irgendetwas nicht so ganz richtig läuft in der Gemeinde Markersdorf. Gehören wir auch zu denen, die alles verkomplizieren und dann nur über Dinge diskutieren, ohne Entscheidungen zu treffen? Eigentlich wollten wir genau diesen Eindruck über die Arbeit des Gemeinderates vermeiden.

“Politik besteht nicht selten darin,
einen simplen Tatbestand so zu komplizieren,
dass alle nach einem neuen Vereinfacher rufen.”

Giovanni Guareschi (ital. Journalist, 1908-1968)

Es gibt bestimmt viele Baustellen und einige davon sind auch sehr kritikwürdig. Aber bei aller Hochachtung für die schreibende Zunft; ein ganz wichtiger Aspekt wurde vernachlässigt.

Viele Themen und Entscheidungen sind umstritten, weil wir im Gemeinderat Markersdorf eine Diskussion zulassen. Wir bemühen uns aber auch, vor allem die Nachhaltigkeit von Investitionen zu hinterfragen. Wenn es zum Beispiel kein umsetzbares Nutzungskonzept für das Schloss Gersdorf gibt, dann wäre es Harakiri, den Innenausbau weiter zu forcieren. Ungenutzte Häuser in kommunalem Eigentum gibt es schon zur Genüge in der näheren Umgebung und in diese sind sehr viele öffentliche Gelder geflossen.

Aber viel wichtiger ist die Aussage, dass sich der Gemeinderat eine Art “Geheimniskrämerei” zugelegt hat. Das ist nämlich nicht richtig und entsprechend der Gemeindeordnung auch nicht zulässig.
Aber mal ehrlich: Ist es so abwegig, wenn sich die Entscheidungsträger, und das sind die Gemeinderäte nun einmal für die Belange der Gemeinde Markersdorf, im Vorfeld ihrer öffentlichen Entscheidungen intern über die Sachverhalte beraten?

Einige Gemeinderäte stehen noch im Arbeitsprozess und haben im täglichen Ablauf die vielfältigsten Aufgaben zu erledigen, da kann keiner verlangen, dass er sich ständig auf dem Laufenden in der Kommunalpolitik hält. Das ist Sache der Verwaltung und diese muss die Räte informieren und Entscheidungen vorbereiten. Da kann die Verwaltung aber auch mal eine ganz andere Meinung vertreten als die ehrenamtlichen Gemeinderäte und darüber muss man einfach auch mal intern reden dürfen.

Es ist jedoch unstrittig, dass gerade zu brenzligen Themen das öffentliche Interesse der direkt Betroffenen besonders groß ist. Und wir haben uns deshalb auch auf die Fahne geschrieben, auf Anfragen schnell und unbürokratisch zu reagieren und vor allem auch öffentlich zu informieren.

Ich frage mich aber auch, wie viele von den “empörten” Bürgern auf den Kandidatenlisten für die Gemeinde- und Ortschaftratswahl zu finden sind.
30 Kandidaten für die 16 Plätze im Gemeinderat sind toll, aber leider sind nur vier Kandidaten unter 40 Jahre alt. Das soll nun keine Kritik an die “älteren” Bewerber sein, aber gerade die jungen Familien stehen für die Entwicklung der Gemeinde.

Auch wenn das Alter unserer Eltern etwas höher geworden ist, als noch in den 80er-Jahren, Muttis über die 40 gehören dennoch ehern der Seltenheit an. Auch geht die Tendenz nicht mehr unbedingt zu drei oder mehr Kindern in einer Lebensgemeinschaft. Hier hat sich die Zeit sehr verändert.
Jedoch die Chance, aktiv an der Gestaltung des Lebens in der Gemeinde teilzunehmen, hat fast jeder. Wer sie nicht wahrnehmen will oder nicht kann, der sollte dann auch nicht vorrangig diejenigen kritisieren oder arglistig beäugen, die sich der Verantwortung stellen.

Ich bin ehrlich gespannt auf die Wahlbeteiligung am 25. Mai in unserer Gemeinde. Denn daran können sich auch diejenigen messen lassen, die nicht direkt Verantwortung übernehmen wollen oder können, denen die Entwicklung der Gemeinde jedoch nicht gänzlich gleichgültig ist.
Die Politikverdrossenheit kann man nicht wegdiskutieren, aber wir wählen im Mai die Gremien in den Orten, der Gemeinde und für den Kreis. Hier entscheidet sich die kleine Politik “Vor Ort”.

Vielleicht sollte man sich auch einfach noch einmal vor der Wahl die Internetseite www.markersdorf.de ansehen. Unter der Rubrik “Historisches” hat unser Pfarrer W. Baier seine Gedanken zur “Einheit in Vielfalt” wiedergegeben, welche dann durch Herrn Kaden in unser Wappen eingeflossen sind.

Die Gemeinde Markersdorf hat ein großes Potenzial und wir sollten es uns nicht zerreden lassen.

Kommunalpolitik ist nun einmal die schwerste Politik, weil es die einzige Ebene ist, die sich noch direkt mit dem normalen Bürger an einen Tisch setzt und über die anstehenden Probleme diskutiert. Leider können wir keine Gesetze oder eine eigene Verfassung erlassen. So sind es meist die Vorgaben aus Bund und Länder, welche uns die kommunale Arbeit ständig erschweren.

Bitte gehen Sie am 25. Mai zur Wahl und zeigen Sie der Region und unserem Land, dass die Gemeinde Markersdorf lebenswert ist und dass die Bürger an der Entwicklung in der Gemeinde interessiert sind. Das wäre auch für die neu gewählten Gemeinderäte ein klarer Auftrag.

Ihr Bürgermeister Thomas Knack

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