Leider unterstützt Markersdorf.de die veraltete Version des Internet Explorers nicht mehr und es kommt zu ungewollten Darstellungsproblemen.

Bitte besuchen Sie uns daher mit dem aktuellem Edge Browser von Microsoft oder greifen Sie auf kostenlose Alternativen, wie bspw. Google Chrome oder Firefox zurück.

Vielen Dank für Ihr Verständniss.

Anzeigen

Regional werben auf markersdorf.de! anzeigen@gemeinde-markersdorf.de

Bürgermeister August 2015

Abbildung: An der Brücke der B 6 über den Weißen Schöps, die nicht der Baulast der Gemeinde unterliegt. Für den Alltag der Bürger sind oftmals die kleinen Brücken ebenso wichtig.
Abbildung: An der Brücke der B 6 über den Weißen Schöps, die nicht der Baulast der Gemeinde unterliegt. Für den Alltag der Bürger sind oftmals die kleinen Brücken ebenso wichtig.

Brücken stellen in unserem täglichen Leben immer etwas Verbindendes dar. Sie verbinden zwei Punkte oder auch unterschiedliche Meinungen, doch meistens helfen sie bei der Überwindung von Hindernissen.

Von allem, was der Mensch
baut und aufbaut, gibt es nichts
Besseres und Wertvolleres als Brücken.

Ivo Andric (1892 – 1975), Literaturnobelpreisträger

Kürzlich fand die Verleihung des Brückepreises in Görlitz statt. Die Brückepreisgesellschaft hat einen Vertreter des Europäischen Parlaments benannt und begründeten dies mit seinen Erfolgen für das Zusammenwachsen der Europäischen Gemeinschaft. Ich denke, die Begründung rechtfertigt die Vergabe des Preises, jedoch sollte man auch die Meinungen der Gegner der Preisverleihung an diesen Kandidaten achten und die gegenteiligen Meinungen nicht einfach ignorieren.
Eine Brücke kann man immer von zwei Seiten betreten. Schon eine
Fabel lehrt uns aber, dass man sie nur überqueren kann, wenn man
nicht stur auf seinen Weg oder seine Meinung beharrt, sondern sich
bemüht, sich zu einigen.

Brücken bauen bedeutet auch, sich zu verständigen

Auch auf kommunaler Ebene bemühen wir uns, in gemeinsamen Gesprächen Brücken zwischen den einzelnen Ortsteilen zu bauen. Gemeinsame Betrachtungen der Probleme helfen dabei mehr als das argwöhnische Auswerten, wer wohl mehr abbekommen hat.
Das weitere Zusammenrücken auf Vereinsebene und die verstärkte Koordinierung der Termine von Veranstaltungen und gegenseitige Hilfe bei deren Durchführung sind Grundvoraussetzungen für einen langfristigen Erhalt der Eigenständigkeit unserer Gesamtgemeinde.

Auch in räumlich abgeschlossenen Bereichen, wie dem Grundschulstandort mit Hort in Markersdorf, sind Brücken notwendig, um die erforderlichen Aufgaben zu meistern. Standen wir vor nicht allzu langer Zeit vor dem Problem, die Zweizügigkeit der Grundschule durch die Schülerzahlen zu sichern, so haben wir jetzt die Aufgabe, allen Schulkindern auch einen Hortplatz anzubieten. Räumlich sollte dies kein Problem darstellen und auch beim Personal, welches an den Kinderzahlen ausgerichtet ist, lässt sich alles regeln. Leider steht auf der Brücke zwischen Hort und Schule ein Schlagbaum, wo an der einen Seite das Kultus- und an der anderen Seite das Sozialministerium ziehen. Wer von den beiden stärker ist, ist leider oft vom Ansprechpartner und manchmal auch von der Tagesform abhängig.

Hoffen wir mal, dass am Ende der Gespräche die Vernunft siegt und wir zur Betreuung der Hortkinder komplikationslos die Fachkabinette und die Klassenräume der Grundschule nutzen können.

Diese Beispiele betrafen ideologische Brücken. In der letzten Zeit beschäftigen uns jedoch auch die Brücken als tatsächliche Bauwerke über die Gewässer und Gräben.

Wie es um die Brücken in der Großgemeinde bestellt ist

Durch die gesetzlich geforderte Umstellung der kameralen Buchführung auf die Doppik mussten wir auch sämtliche in kommunaler Trägerschaft befindlichen Brücken und technischen Bauwerke (z.B. Wehre und Stützmauern) erfassen und bewerten.

Dies wurde durch ein anerkanntes Ingenieurbüro durchgeführt. Leider war das Ergebnis sehr ernüchternd. An fast allen der über 50 Brücken im Gemeindegebiet gab es Mängel. Und wenn Mängel erst einmal bekannt sind, haben wir im Rahmen der Verkehrssicherungspflicht auch zu handeln.

Alle beanstandeten Mängel kurzfristig abzustellen, ist einfach logistisch und auch finanziell nicht absicherbar. Also hat der Gemeinderat, vertreten durch den Technischen Ausschuss, eine Prioritätenliste erstellen lassen, welche Brücken vorrangig zu betrachten und zu reparieren sind. Die Brücke an den Ärztehäusern in Holtendorf.

Die Brücke an den Ärztehäusern in Holtendorf.
Erste Priorität haben demnach Brücken im Bereich der Ortsverbindungsstraßen und denen folgen die Bauwerke, welche die einzigen Zufahrten zu Grundstücken darstellen.

Außerdem mussten bei einigen Brücken Tonnagebegrenzungen festgelegt werden, um die Gefahren zu mindern und einen mittelfristigen Schutz der Bauwerke zu gewährleisten.

Es ist schon klar, dass für einige Anwohner die Brücke vor der Haustür besonders wichtig ist, wenn die andere Zufahrt ein paar Kilometer weiter ist. Davon können wir uns jedoch nicht leiten lassen. Wir sind momentan bemüht, Regelungen für alle betroffenen Bereiche zu schaffen. Auch gibt es momentan keinen Anlass, Brücken wegzureißen. Die gesperrten Brücken können weiterhin von Fußgängern und Radfahrern (teilweise mit Schieben) genutzt werden.

Fakt ist, dass sich die Verwaltung und damit auch der Gemeinderat kurzfristig mit dem Sachverhalt beschäftigen und Entscheidungen treffen müssen, welche Brücken zukünftig erhalten werden. Wir werden darüber durch die Ortschaftsräte und unsere Medienträger berichten.

Ich wünsche allen noch ein paar schöne Ferientage und besonders unseren Schulanfängern einen erfolgreichen Start am 22. August!

Ihr Bürgermeister
Thomas Knack

Verknüpfungen Bürgermeister August 2015

Bürgermeistermehr aus diesem Themenbereich