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Weihnachtsrückblick bei den "Wirbelwinden"

Im Kinderhaus Wirbelwind ist es schon viele Jahre Tradition, dass der Weihnachtsmann nicht von Gruppenzimmer zu Gruppenzimmer geht, um seine Geschenke zu verteilen, sondern alle warten im schönen alten Park auf “ihn”.

“Der Grund dafür liegt in unserer Besorgnis um die Gesundheit des alten bärtigen Gesellen. Da die Anzugsordnung beim Weihnachtsmann vorgegeben ist und er somit schlecht auf Bermudas und Flip-Flops ausweichen kann, haben ihn unsere Zimmertemperaturen, das Treppensteigen und das Schleppen der sieben Säcke mit Geschenken für jede Gruppe immer arg zu schaffen gemacht”, erklärt Frau Urban den Hintergrund, “Sein ‘Make-up’ verlief in alle Richtungen, der Bart verklebte, durch die Brille war nichts mehr zu erkennen und ein Vollbad oder eine Dusche im Anschluss nicht umgehbar. Deshalb unsere Entscheidung für eine Bescherung an frischer Luft.”

Jedes Jahr ein anderes Weihnachtsmann-Gefährt

Spannend ist es jedes Jahr aufs Neue, mit welchem Fahrzeug der Weihnachtsmann und seine Geschenke durch das Parktor rollen. “Mitwisser sind immer nur unser Hausmeister Herr Müller und ich als Einrichtungsleiterin”, verrät Frau Urban weiter.

In den letzten Jahren kamen ein Müllauto, Pferde mit Kutsche, ein Polizeiauto, eine alte Jawa mit Beiwagen, ein Postauto, eine Feuerwehr und ein riesengroßer Lkw des Umzugsunternehmens Wiesenhütter zum Einsatz.

Im Jahr 2013 ging der Hilferuf an die Baufirma Voigt in Holtendorf, die sofort bereit war, das Kinderhaus zu unterstützen. Dafür gab es ein ganz dickes Dankeschön von allen kleinen und großen “Wirbelwinden”.

Falls jemand am 12. Dezember 2013 zwischen acht und neun Uhr einen Gabelstapler auf dem Fuß- und Radweg entlang der Bundesstraße entdeckt hat, dessen Fahrer ein Weihnachtsmannkostüm anhatte, dann war dieser auf dem Weg zu ins Kinderhaus.

Ganz stolz berichtete Gabelstaplerfahrer Alfred, ein Mitarbeiter des Baugeschäfts Voigt: “Ich bin noch nie von so vielen Leuten gegrüßt worden, wie in dieser halben Stunde und einer hat sogar angehalten und mich fotografiert.”

Angekommen bei der Kita, wurden erst der Weihnachtsmann auf der Ladefläche des Staplers platziert und ringsherum um ihn die großen Säcke mit den Geschenken.
Die Anspannung bei unseren Kindern hatte nun den Höhepunkt erreicht. Voller Freude stürmten sie an den Zaun, als sie das Herannahen des Fahrzeugs bemerkten. Schnell wurde das Tor geöffnet, um den Weihnachtsmann mit seinem Transportmittel hereinzulassen.

Nachdem die Hauptperson des Tages alle Kinder mit seinem Gedicht “Da draußen vom Walde, da komm ich her…” begrüßt hatte, war er eine ganze Weile mit der Berichterstattung vom letzten Jahr beschäftigt.

Viel Gutes gab es zu erzählen, aber auch ein paar unschöne Dinge waren ihm bekannt. “Woher er das wohl weiß?” war in einigen Gesichtern der Kinder ganz deutlich zu lesen.

Natürlich gab es auch Fragen an den Weihnachtsmann. Finn wollte ganz genau wissen, ob auch wirklich alles echt an ihm ist und Lyan hat gleich spontan eine Tour mit ihm und dem Gabelstapler nach Finnland gebucht.

Mit Liedern und Gedichten bedankten sich alle beim Weihnachtsmann und seinen Helfern, wobei der Blick der Kinder immer mehr und mehr sehnsüchtig an den Säcken mit den Geschenken hing. Endlich war es so weit, immer zwei Kinder aus jeder Gruppe durften beim Abladen helfen und kurze Zeit später raschelte in allen sieben Gruppen Papier beim Auspacken.

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Am Abend gab es in unseren “Wirbelwindfamilien” bestimmt viel zu erzählen! Wir bedanken uns ganz herzlich bei unserem Hauptakteur – Herrn Lange, unserem Held an der Bundesstraße – Fahrer Alfred, beim Gabelstaplerverleih – Familie Voigt, beim Assistenten in allen Dingen – Armin, bei unserer Einpackhilfe in der Wichtelwerkstatt – Ivonne, bei unserer Pressefotografin – Gerlinde, bei unserem Träger – der uns ermöglichte die Säcke mit Freude für Kinderaugen zu füllen und bei Papa Gabriel, der half, den Stapler aus der “Klemme” zu befreien.Noch eine Geschichte aus der Weihnachtszeit

Einen Tag, nachdem der Weihnachtsmann bei den Kindern war, schickte er die Spedition Thiele los, um in seinem Auftrag die Erzieher zu überraschen.

Ein großer Karton auf einer Holzpalette wurde geliefert, mit dem Aufdruck eines Geschirrspülers.

“Das muss ein Irrtum sein!”, entgegnete Frau Urban dem Fahrer, “Das Paket gehört bestimmt in die ‘Villa Kunterbunt’ nach Friedersdorf, in den ‘Hort Tintenklecks’ oder zu den ‘Berggeistern’ nach Jauernick.”

Der schmunzelte nur schelmisch und sagte: “Es hat schon alles seine Richtigkeit!” und war verschwunden.

Da stand “ER”nun, der Karton auf der Holzpalette im Büro der Leiterin des Kinderhauses, und als Absender war der Elternrat identifizierbar. “Wir waren total verstört und durcheinander”, erinnert sich Frau Urban.
Wie kann denn der Elternrat der Einrichtung so ein großes Geschenk machen? Hat der Elternrat einen Sponsor aufgetrieben? Ist unser Träger finanzieller Unterstützer der ganzen Aktion?

Eigentlich benötigen wir keinen zweiten Spüler. Nichts war rauszubekommen und unsere Ermittlungen in alle Richtungen brachten keine neuen Erkenntnisse.

Inzwischen war auch schon mit Herrn Ebermann von der Firma Bürgel und Schulze die Installation des Gerätes besprochen und vereinbart … da kam ein Anruf von Frau Senger – Mitglied in unserem Elternrat: “Ihr müsst die Kiste endlich mal aufmachen, da kann doch gar kein Geschirrspüler drin sein, der würde ja auf dem Kopf stehen! Wir haben doch nur nach einer originellen Verpackung für euch gesucht!”

Ja, manchmal kommt man eben auf die einfachsten Sachen nicht. Es gab ein großes Gelächter an beiden Enden der Telefonleitung und auch noch viele viele Male im Team des Kinderhauses.

Lieber Elternrat,

vielen lieben Dank für Eure Worte und den tollen Picknickkorb mit der leckeren Füllung, den wir dann aus der Tiefe des Geschirrspülerkartons bergen durften.

Die leckeren süßen Sachen haben wir schon erfolgreich bekämpft und die Getränke werden uns mit Sicherheit zu unserem nächsten Teamausflug begleiten.

Im Namen meines gesamten Teams
grüßt Sie recht herzlich
Frau Urban aus dem
Kinderhaus “Wirbelwind” in Markersdorf

Nach einem Beitrag im Schöpsboten, Ausgabe Februar 2014.

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