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Spielzeug selbst gebaut

Achtung, jetzt kommt ein Karton!

Endlich hat der Traktor eine Garage!
Endlich hat der Traktor eine Garage!

Davon können die Postbotinnen und Postboten in den Markersdorfer Ortschaften in Corona-Zeiten ein Lied singen, denn das Aufkommen der Paket- und Päckchensendungen hat sich um ein Vielfaches erhöht, Hintergrund: Geschenke können nicht persönlich übergeben werden, außerdem wird immer mehr online gekauft. Es wird Zeit, sich endlich einmal ganz herzlich für die Mühe und die Mehrbelastungen, welche die Postboten nicht nur in Markersdorf auf sich nehmen, zu bedanken!

Und was da nicht alles zuzustellen, besser gesagt, auf den letzten Metern zu schleppen ist! Zum Glück sind Kartons zum Versenden von Waren stabil und durchaus vielseitig verwendbar. Haltbarkeit und Tragfähigkeit sind oftmals erstaunlich, so dass nicht nur Kleidung, sondern auch Bücher, Elektrogeräte, Getränkesendungen und Gemüsekisten unbeschädigt beim Empfänger ankommen – ansonsten wären Reklamationen und Ärger und wohl vorprogrammiert.

Wohin damit?

Für den Empfänger der gelieferten Ware stellt sich oft die Frage: “Was wird mit dem Karton, wenn alles ausgepackt ist?” Die blauen Papiertonnen sind ja schon recht groß, dennoch stapeln sich die vielen Kartons in den Haushalten schnell. Natürlich kann man sie auch zur Aufbewahrung verwenden, beispielsweise für vorübergehend ausrangiertes Kinderspielzeug und Sommer- oder Winterkleidung, die dann aber noch in einem Kunststoffsack verpackt und mit Mottenschutz versehen werden sollten, bevor sie auf den Dachboden verstaut werden.

Finden die Kartons jedoch keine Verwendung mehr, müssen sie ordentlich entsorgt werden. Kartonagen gehören in die Blaue Tonne. “Bei gelegentlichem Mehranfall können handliche Bündel (max. Kantenlänge von einen Meter) neben die Blaue Tonne bereitgestellt werden”, heißt es im Abfallkalender des Landkreises Görlitz, in dem viele weitere praktische Informationen rund um die Entsorgung zu finden sind und der beim Regiebetrieb Abfallwirtschaft heruntergeladen werden kann.

Bauen und Basteln mit Kartons

Das ist die Alternative zum sofortigen Recycling: Bauen und Basteln mit Kartons! Tatsächlich kann man aus ihnen auch Möbel bauen und bei entsprechender Konstruktion und Qualität der Kartonagen sind diese sehr belastbar.

Kinder haben viel Freude an Kartons, denn: Einen großen Karton und eine Wolldecke, mehr braucht es nicht, um sich eine kuschelige Höhle zu bauen. Darin können sie sich zurückziehen und mit Begeisterung Verstecken spielen. Außerdem können die Spielkartons bunt bemalt und mit lustigen Bildern und Dingen beklebt werden.

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Im Internet und im Buchhandel findet man viele Anregungen bzw. Bücher zum Basteln mit Kartons. Der Fantasie sind da keine Grenzen gesetzt. Häuser, ein Schminktisch, ein Flugzeug, eine kleine Werkstatt oder eine Küche mit Herd, Spüle, Schrank und sogar ein Fliesenspiegel können daraus gebastelt werden. Manchmal werden allerdings die Eltern benötigt, denn mit Heißkleber und Cutter sollten Kinder nur unter Aufsicht umgehen. Schnell werden Vater und Mutter merken, wieviel Spaß es auch ihnen macht, ein Kartonprojekt gemeinsam mit den Kindern anzugehen.

Für einen Elektroherd beispielsweise nimmt man einen der Größe des Kindes angepassten Karton. Die Backofenöffnung wird mit einem Cutter an drei Kanten aus der Pappe herausgeschnitten und die Griffe dafür werden angeklebt. Die Herdplatten können mit Farbe gemalt oder mit schwarzem Tonkarton aufgeklebt werden und selbstverständlich darf der ganze Herd mit der Lieblingsfarbe gestrichen werden – auch Rosa ist erlaubt!

Teile, die miteinander verbunden werden sollen, können an den Enden gelocht und mit einem starken Strick, beispielsweise Jutegarn, zusammengebunden werden, da muss es nicht immer Klebstoff sein.

Die Fantasie profitiert

Somit schlägt man zwei Fliegen mit einer Klappe, nein, eigentlich drei: Der Karton findet eine sinnvolle Verwendung, er bringt Eltern und Kindern Freude und der Aspekt der Nachhaltigkeit ist nicht zu unterschätzen. Zum Bauen von Kinderspielzeug ist das Zurückgreifen auf Kunststoffe, die nicht oder nur schlecht entsorgt werden können, oftmals gar nicht nötig und vor allem die Fantasie profitiert, wenn Kinder ihre Spielsachen selbst erfinden.

Eltern und Großeltern sollten ihren Kindern ruhig einmal erzählen oder sogar zeigen, womit sie als Kinder gespielt haben. Vielleicht mit einem einfachen Gummiband Hopse, Dosen-Fußball oder Tischtennis mit Frühstücksbrettchen als Schlägern? Oder wurden mit Kreide auf einem großen Tisch Straßen aufgemalt und mit Modellautos und Papphäusern ganze Städte gebaut? Kinder können da – ohne die Geldbörse für “perfektes” Spielzeug zu strapazieren – sehr erfinderisch und sicher auch sehr glücklich sein. Und darum geht es ja schließlich, zumal sich Markersdorf seine Kinderfreundlichkeit auf die Fahnen geschrieben hat.

Quelle: Redaktion markersdorf.de

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