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Rückblick auf Schlesische Weihnachten

Viele der langjährigen Zuhörer – und natürlich die Mitwirkenden – wissen, dass es dem Chor in den letzten Jahren zur Gewohnheit geworden ist, sein Weihnachtskonzert unter ein bestimmtes Moto zu stellen- Im Jahr 2007 lautete das Motto “Schlesische Weihnachten”.

So ungewohnt das Datum – so gewohnt und geschätzt der Aufführungsort: 27. Dezember 2007, Kirche St. Michaelis in Markersdorf – der Markersdorfer Singekreis hatte zum Weihnachtskonzert eingeladen. Und viele Zuhörer waren trotz Kälte gekommen, um die “Schlesischen Weihnachten” zu erleben.

Wer auf traditionelle und somit bekannte Weihnachtslieder gehofft hatte, wurde beim Studieren des ausliegenden Programmheftes sicher enttäuscht:
Denn dieses Mal sollten weder – wie alle Jahre wieder – die Glöckchen klingen, der Schnee leise rieseln oder der Engel helle Lieder zu hören sein. Vielmehr standen im Programm schlesische Weihnachtslieder, die hauptsächlich Hirtenlieder waren sowie die “Wünschelburger Christnacht”.

Doch der Reihe nach: Nachdem der 18-Uhr-Glockenschlag verklungen war, eröfnete ein Fagott-Quartett der Musikschule “Johann Adam Hiler” aus Görlitz das 2007er Weihnachtskonzert. Die jungen Musiker im Alter zwischen 10 und 13 Jahren spielten eine kurze “Intrada” von Paul Puerple und stimmten so mit warmen Klängen auf Kommendes ein.

Das waren zunächst die vom Chor gesungenen sehr volkstümlichen Hirtenlieder, die wiederum von den verschiedensten Blasinstrumenten begleitet wurden. Ulf Großmann hatte die Titel arrangiert und nur mit den Instrumenten besetzt, die zur Verfügung standen. So gab es zeitweise eine außergewöhnliche Zusammensetzung des “Orchesters” mit Querflöte, Fagott, Oboe, Klarinette, Bariton und Orgel.

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So erklangen auch nur zwei Fagotte als Begleitung oder das Baritonhorn allein. Unterstützer waren hier dankenswerterweise die drei Musikschulehrer Kati Kasper, Anja Niemann und Christian Hanslik sowie vier Musikschüler.

Mit der Pastorale “Tantum ergo” von Ignaz Reimann leitete der Chor den Höhepunkt des Konzertes ein, die “Wünschelburger Christnacht”. Diese ist eine musikalische Tradition, die, von Wünschelburg ausgehend, in vielen Teilen Schlesiens gepflegt wurde: Zusammen mit dem Lied “Stille Nacht, heilige Nacht”
von Robert Führer und dem “Transeamus” von Joseph Schnabel wurde die Pastoralmesse in C-Dur (Christkindlmesse) von Ignaz Reimann, in Wünschelburg (Radkow), Grafschaft Glatz, am Heiligen Abend gesungen.

Auch hier hate sich der Chor Gäste eingeladen, die halfen, die Messe musikalisch zu gestalten. Das waren die vier jungen polnischen Musikstudenten des Streichquartets, mit denen der Chor bereits im Oktober beim Reimann-Festival in Albendorf (Wambierzyce) musizierte. Außerdem unterstützten sängerisch der Jauernicker Kirchenchor und einige Gastsänger der Gemeinde Markersdorf den Chor. Ein großer Dank geht an Frau Krol-Hur-
tig, die kurzfristig die Sopran-Soli übernahm.

Der Abend klang für fast alle Mitwirkenden nach dem schönen Konzert mit Wärmendem für Seele und Magen bei Familie Großmann aus. Für die kulinarischen Höhepunkte sorgte die Frau des Hauses, für die musikalischen u. a. die jungen polnischen Musiker.

Bleibende Eindrücke von einem so ungewohnten Datum.

Dagmar Walter

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