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USA

Wenn jemand eine Reise tut…

Als Rucksacktourist durchs Land: So lernt man die Leute kennen
Als Rucksacktourist durchs Land: So lernt man die Leute kennen

Foto: Zaira Gamidova, Pixabay License

… so kann er was erzählen – das wusste schon der Dichter Matthias Claudius (1740-1815) und der Komponist Carl Friedrich Zelter (1758-1832) hat zu den heiteren Versen eine Melodie geschaffen, die so manche Sangesrunde wieder einmal aufleben lassen sollte.

Die Welt anschauen

Doch wie hat sich das Reisen seitdem verändert! Während man sich in den vergangenen Jahrhunderten noch auf Reisen die Welt anschaute, leitete die Dampfkraft jene Entwicklung ein, bei der es heute nur noch darum geht, auch über große Entfernungen möglichst schnell und bequem von A nach B zu gelangen.

Dadurch geht viel von der durch das Reisen geformten Weltanschauung verloren, sowohl in der näheren Heimat wie an fernen Urlaubszielen, wo so mancher moderne Urlauber die Bewohner des Landes nur als Dienstleister und Verkäufer kennenlernt. Ganz anders ist das, wenn man zu Fuß – als sogenannter Backpacker – oder per Fahrrad loszieht oder sich ein Urlaubsziel wählt, an dem kein Pauschalurlaub vorbereitet ist. Dann besteht die Gelegenheit, Land und Leute kennenzulernen: Wenn man sich “durchschlagen”, vielleicht um Hilfe bitten muss oder selbst in Situationen gerät, in denen man helfen kann, etwa wie jener Freund, der in Istanbul einer Familie half, ihr betagtes Auto anzuschieben und daraufhin herzlich eingeladen und bewirtet wurde.

USA selbst erleben

Eine Erfahrung, die man vor allem jungen Menschen gönnen sollte, ist eine Reise in die USA – nicht per Reisebüro, sondern selbst organisiert. Der Görlitzer Anzeiger hatte im Jahr 2009 einen entsprechenden USA-Reisebericht veröffentlicht. Gerade die USA sind ein Land, dessen Bild für viele Deutsche von den Medien und von Spielfilmen geprägt ist – und genau deshalb sollte man es einmal selbst erlebt haben. Möglichkeiten dazu gibt es viele, neben der Privatreise kommen Austauschprogramme für Jugendliche, Au Pair Zeiten, Stipendien oder die Förderung durch private Organisationen in Betracht.

In Manhattan, New York: Welch Kontrast zu den großartigen Landschaften der USA!

Foto: Steen Jepsen, Pixabay License

Bei einer USA-Reise ist eine ganze Reihe an Formalitäten zu beachten. An erster Stelle stehen natürlich die zum Reisezeitpunkt aktuellen Einschränkungen wegen der Corona-Pandemie. Wer Deutschland für bürokratisch hält, wird unter Umständen in den USA schnell eines besseren belehrt: Anstehen scheint Teil der Nationalkultur zu sein, kaum eine Behörde, ein Hotel oder eine öffentliche Einrichtung, wo nicht an Ständern angebrachte dicke Seile vorgeben, wie und wo sich die Wartenden in Reihenfolge bringen sollen.

Einreisegenehmigung beantragen

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Für die Einreise in die USA ist nicht immer ein Visum nötig, gerade für Geschäfts- und Urlaubsreisende, die nicht länger als 90 Tage bleiben und nicht entgeltlich für ein US-Unternehmen arbeiten, genügt es, einen sogenannten ESTA Antrag zu stellen. ESTA ist das Electronic System for Travel Authorization des US-Ministeriums für Innere Sicherheit, im Grunde eine um Sicherheitskomponenten erweiterte Variante der elektronischen Reisegenehmigung. Diese muss mindestens 72 Stunden vor der Reise beantragt werden und beim Besteigen eines Transportmittels, das in den USA ankommt, vorliegen. Wird ein ESTA USA Antrag abschlägig beschieden, muss ein Visum beantragt werden, was rund vier bis acht Wochen dauert.

Eine einmal erteilte ESTA Genehmigung bleibt zwei Jahre gültig und kann für mehrere Einreisen verwendet werden, wobei es möglich ist, die Reiseziele auf der ESTA Website zu aktualisieren. Wird ein ESTA Antrag eingereicht, so kosten die Bearbeitung und die Genehmigung Gebühren, die Kosten für den ESTA Antrag sind aber transparent. Tipp: Unbedingt nötig ist für jede Person, also auch für Kinder, ein biometrischer Reisepass mit Chip.

Andere Länder, andere Sitten

In den USA gelten – ganz besonders im Umgang mit Behörden und Uniformierten – zwei Grundregeln: Die erste heißt Respekt; es empfiehlt sich die Anrede “Ma’am” oder “Sir”. Anweisungen sollte ohne jede Diskussion Folge geleistet werden, sonst bekommt man sehr schnell gezeigt, wer der Herr oder die Frau im Hause ist. Die zweite Regel ist Freundlichkeit. Lächeln ist in vielen Situationen quasi Pflicht und Voraussetzung dafür, sein Anliegen erfolgreich zu Ende zu bringen und besser, man entschuldigt sich einmal mehr als zu wenig.

Veranstaltung in Markersdorf:
Mögen uns manche Umgangsformen in den USA auch ungewohnt oder übertrieben erscheinen: Manchmal täten sie uns auch in Deutschland gut.

Wie es um das Zusammenleben in Deutschland bestellt ist, dem widmet sich in Markersdorf am 30. September 2020 eine offene Gesprächsrunde für die Bewohner und Bewohnerinnen der Großgemeinde unter der Überschrift “Woran können wir noch glauben?” in der ehemaligen Gaststätte “Zur Brauerei”, nähere Informationen und den Kontakt zur Anmeldung gibt es hier.

Quelle: PR/Ost!

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