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Kinderfreundlich!

Kindheit im Dorf

Wo Tiere zum Dorfbild gehören
Wo Tiere zum Dorfbild gehören

Symbolfoto: SF, Pixabay License

Alle Wissen es: Die Eltern, die Großeltern, die Lehrerinnen und Lehrer in den Markersdorfer Schulen, die Erzieherinnen und Erzieher in den Kindereinrichtungen – nur jene, um die es geht, werden es wohl oft erst später erkennen, wenn sie selbst Kinder großziehen: Eine Kindheit im Dorf ist das Beste, das dir passieren kann!

Im Idealfall wachsen Dorfkinder in einer intakten Gemeinschaft auf: Elternhaus, Freunde, Nachbarn und vielleicht bezieht auch ein Verein oder die Freiwillige Feuerwehr – bekanntermaßen stets auf der Suche nach Nachwuchs – die Jüngsten schon mit ein. Dieses Kinderleben, das in den Markersdorfer Ortschaften nicht zuletzt dank der kinderfreundlichen Gemeinde selbstverständlich scheint, ist eben woanders so selbstverständlich nicht, denkt man etwa an die “Schlüsselkinder” in den großen Städten, die tags auf sich allein gestellt sind, ohne ein intaktes und fürsorgliches Netzwerk zu haben.

Naturkinder

Dorfkinder entwickeln zudem ein anderes Verhältnis zur Natur als jene, die in einer Betonwüste aufwachsen. Naturgewalten werden auf dem Land nun einmal ganz anders wahrgenommen als in einer Stadt. Außerdem sind Landkinder näher dran an dem, was Leben wirklich bedeutet: Sie erleben öfter als Stadtkinder die Geburt von Tieren und auch, wenn deren Zeit gekommen ist. Es ist kein Wunder, dass in den Städten manchmal sehr verklärte Ansichten über Landwirtschaft – sei es nun der Pflanzenanbau oder die Tierhaltung – bestehen. Aber so, wie der Strom nicht einfach aus der Steckdose kommt, gelangt auch die Wurst nicht aus dem Nichts in die Pelle. Die Kinder vom Dorf wissen das wohl am ehesten.

Technik-Kids

Aber auch in ganz praktischen technischen Angelegenheiten haben die Kinder im ländlichen Raum die Nase oft vorn. Das liegt sicherlich daran, dass in einem Dorf oft selbst zugepackt wird, ob etwa beim Bauen oder bei Reparaturen am Auto. In viele Situationen kommen  Stadtkinder gar nicht erst oder sie müssen sich für das, was die Dorfkinder ganz selbstverständlich erleben, extra an Anbieter wie etwa ein soziokulturelles Zentrum mit einem Werkstatt-Treff wenden, so ähnlich wie der Polytechnische Werkraum, den der Freiraum Zittau e.V. betreibt. 

An vielem sind Dorfkinder einfach näher dran, ob es nun die Sanierung einer Straße oder das Ausbaggern eines Teichs ist. Die Zeit hat es allerdings mit sich gebracht, dass viele Gewerbebetriebe, die früher verstreut in den Dörfern zu finden waren, heute nicht mehr existieren oder nur noch außerhalb in einem der Gewerbegebiete anzutreffen sind. Nur die Älteren erinnern sich, wenn es in ihrem Dorf eine Stellmacherei, eine Mühle, eine Schmiede, einen Kistenfabrikation oder einen Tischler gab – die Jüngeren kennen das kaum noch.

Der veralberte Vater

Gerade deshalb ist es so spannend, wenn Kinder einmal in die Hallen der in Markersdorf heimischen Unternehmen schauen dürfen. Da gibt es dann staunende Augen beim Einblick in der Arbeitswelt der Erwachsenen. Dass dabei auch etwas gelernt wird, zeigte sich beim Abendessen einer Familie: “Vati, weißt du eigentlich, was ein Gabelzinken ist?” – “Na, so ein Zinken, wie an deiner Gabel!”, so der verdutzte Vater. Zur Antwort bekam er ein fröhliches “Faaaalsch! Ich weiß es!” Bei einer Betriebsbesichtigung hatten sich die Kinder nämlich einen Gabelstapler angeschaut und gestaunt, welche Lasten der Gabelstapler mit seinen Gabelzinken heben und in ein Regal befördern kann. Das Kind aufzuklären, dass es sich in beiden Fällen – beim Stapler wie bei der Besteckgabel – um Gabelzinken handelt, gelang an diesem Abend nicht mehr, sein Triumph war zu groß.

Frühzeitige Einblicke in die Berufswelt wichtig

Fakt ist: An Herausforderungen und Abenteuern im Alltag mangelt es den Dorfkinder auch heute nicht. Andererseits ist es gut, wenn sie frühzeitig Einblicke in die Berufswelt der Erwachsenen erhalten. Kinder wollen nicht nur spielen, ebenso brauchen sie Erlebnisse  “ganz in echt”. Außerdem fällt es ihnen dann leichter, ihre Neigungen zu erkennen und die passende Berufswahl zu treffen.

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