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Gesund bleiben

Wirken sich Krisen auf das Essverhalten aus?

Wer sich häufig niedergeschlagen und bedrückt fühlt, sollte sich professionelle Hilfe holen
Wer sich häufig niedergeschlagen und bedrückt fühlt, sollte sich professionelle Hilfe holen

Foto: aoyon rahman, Pixabay License

Die Pandemie, die Ukraine- und auch die Nachrichten über die Klimakrise – schon soll der März zu warm und zu trocken sein – lösen Ängste und Sorgen aus, die nicht unterschätzt werden dürfen. Die mit dem Ohnmachtsgefühl, die Probleme aus eigener Kraft nicht lösen zu können, verbundenen Symptome sind generationsübergreifend zu finden und können sich auch auf den Körper auswirken.

Magenbeschwerden, Schlaflosigkeit und depressive Verstimmungen können sich als Folge zu vieler schlechter Nachrichten bemerkbar machen, auch wenn sich mancher die Beunruhigung gar nicht eingestehen möchte und meint, alles abprallen lassen zu können. 

Kontakte nicht abreißen lassen

Doch oft kommt eins zum anderen: Die gefühlte Gesamtsituation, zu hoher Alkoholkonsum, Rauchen und Bewegungsarmut können beispiesweise dazu führen, dass entweder zu viel oder zu wenig gegessen wird. Vielen schlägt der Krieg in der Ukraine tatsächlich schwer auf den Magen und verdirbt Ihnen den Appetit, hinzu kommt, dass durch die Pandemie der Sport in den Vereinen in den Markersdorfer Ortschaften noch immer eingeschränkt ist. Es fehlt vielen Bürgerinnen und Bürgern das Miteinander und derGedankenaustausch, ob bei den Senioren, den Feuerwehrleuten oder eben den Sportlern.

Die Lage ist schwierig, das ist unbestritten. Wer hätte je gedacht, dass alles zugleich wie ein großes Unheil hereinbricht und uns vor Augen führt, wie fragil unser friedliches Leben ist. Gesprächsstoff ist jedenfalls genügend vorhanden und es hilft tatsächlich, sich darüber auszutauschen, was einen bewegt und auch darüber, welche Auswirkungen man selbst verspürt. Im Gespräch merkt man schnell: Man ist nicht allein mit seinen Sorgen und Beschwerden.

Der beginnende Frühling hilft in dieser Situation

Die Vögel singen, die Sonne scheint und endlich kann man wieder in den Garten gehen, Blumen pflanzen und Unkraut jäten. In Markersdorf wurde vor wenigen Tagen der erste Hausherr gesichtet, der in kurzen Hosen und im T-Shirt im Garten arbeitete, in Jauernick-Buschbach konnte man Arbeiter beobachten, die einen kleinen Spielplatz liebevoll herrichteten und dabei den Aufenthalt in der warmen Sonne ganz offensichtlich genossen haben.

Endlich wieder Licht und Wärme und ein Herauskommen aus dem Hause! Das macht schon sehr viel aus. Es kann angegrillt werden am Wochenende! Wer freut sich darüber nicht wie ein Kind – und die Vereine auf ihre Grillnachmittage?

Essen sollte Freude machen

In Ruhe und mit Freude essen und sich dafür Zeit nehmen, das sollte schon von Kindesbeinen an so gehandhabt werden. Kein Kind sollte ohne Frühstück aus dem Haus gehen, auch wenn es vielleicht wieder einmal hektisch zugeht: “Nein, diese Hose will ich heute nicht anziehen, Mutti, wo ist meine neue coole Jeans?” – “Leider in der Wäsche…” Jedenfalls muss man sich etwas einfallen lassen und ruhig bleiben, denn die Uhr tickt, für die Schule und die eigene Arbeit.

Am besten man deckt den Tisch schon am Abend vorher, man weiß ja nie, was den lieben Kleinen am Morgen so alles einfällt. Und dann nach der Arbeit schnell nach Hause flitzen, denn das Kind soll ja nach der Schule nicht alleine ins leere Haus kommen. Nicht jedes Kind hat – aus ganz unterschiedlichen Gründen – einen Platz im Hort, das jedenfalls muss ganz individuell entschieden werden.

Das gemeinsame Essen als Ort der Verständigung

Am Abend treffen sich alle am Tisch und reden über ihren Tag. Das ist wichtig. Warum? Hier werden die Erlebnisse geteilt, die positiven wie auch die negativen. Über alles kann in Ruhe gesprochen werden und die Eltern haben Zeit, die Ansichten und das Verhalten ihrer Kinder wahrzunehmen. Solch gemeinsame Zeit hilft, Probleme in der Schule oder in der Pubertät rechtzeitig zu erkennen, bevor sie sich etwa in Essstörungen auswirken.

Kinder können untereinander durchaus sehr hart sein, wenn ein Mädchen oder ein Junge nicht den Erwartungen der Mehrheit entspricht. Ist jemand in den Augen der Mitschüler zu dick, zu klein, oder zu dünn oder einfach nicht cool genug, kann das für den betroffenen Jungen oder das Mädchen zu einem echten Problem werden.Hier müssen Eltern sehr aufmerksam sein, denn von allein sprechen Kinder oft nicht über solche Dinge.

Ernste Krisen und solche, die keine sind

In eine Krise zu geraten, das kann jedem passieren, Kindern wie Erwachsenen: Eheprobleme, schwierige Arbeitssituationen, die Sinnfrage… Aber in solchen Situationen kann man sich Hilfe holen und wenn der Einzelne überfordert ist, dann ist es gut, Freunde zu haben, die durch Gespräche helfen und Verständnis zeigen, allerdings ohne übergriffig zu werden oder gar therapieren zu wollen. Schokolade ist auf Dauer nicht die richtige Lösung, auch wenn man sagt, dass Schokolade glücklich macht.

Eine ganz andere Situation kann entstehen, wenn mehrere Kinder in der Familie sind. Dann kann unter ihnen beim Essen der “Futterneid” eintreten. Jeder futtert so schnell er oder sie kann, denn die anderen Geschwister könnten ja das beste Stück ergattern und man ist ja so hungrig am Abend oder schon am Mittag nach der Schule. Das ist im Grunde nicht besorgniserregend und viele Eltern freuen sich,  wenn die Kinder mit Appetit und gut essen und Spaß dabei haben. Nur eben zu schnelles Essen oder das Essen nur als schnell und nebenher zu erledigende Notwendigkeit zu sehen, das geht gar nicht.

Auf Tiere muss man achten, Menschen sollten es besser wissen

Schaut man auf seine Haustiere, dann ist es bei denen oft nicht anders, manche fressen ganz gemächlich und andere wiederum fressen so schnell, dass die Gefahr besteht, dass sie sich gleich danach übergeben. Bei Haustieren ist das erfahrungsgemäß dann so, wenn sie schlechte Erfahrungen gemacht haben oder wenn mehrere Tiere im Haushalt leben.

Da wird die Katze beim Fressen richtig flott, wenn der Napf voll ist und der Hund bereits voller Erwartung auf die Reste, die sie übrig lassen könnte, hinter ihr steht. Aber für die Katze gibt es eine Hilfe, die dass zu schnelle Fressen verhindert: Ein ausgeklügelter Antischling-Napf für die Katze löst das Problem – und zwar für die Mieze spielerisch, während der Hund ziemlich ratlos dreinschaut, weil er nicht weiß, wie er jetzt an den Rest des Katzenfutters herankommen soll.

Für Menschen, die zu schnell essen, ist so etwas allerdings noch nicht entwickelt worden. Das ist auch nicht nötig, denn Menschen haben ja Verstand und kennen das Motto: In der Ruhe liegt die Kraft.

Ein Beitrag von Tina Beier, Redaktion markersdorf.de

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