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Wirtschaft in Verantwortung

Krise: Was bedeutet das für die Unternehmen?

Krise ist nicht, nur weil jemand für seine Interessen eintritt
Krise ist nicht, nur weil jemand für seine Interessen eintritt

Foto: Gerardo Viviers, Pixabay License

Wie kommen die Markersdorfer Unternehmen durch die Krisen dieser Zeit? Das ist eine Frage, die nicht nur die unmittelbaren Mitarbeiter und Mitarbeiterinnen und deren Familien bewegt, sondern von der weit mehr abhängt, denkt man etwa an die Einnahmen aus der Gewerbesteuer, die das Geldsäckel der Großgemeinde ganz wesentlich speisen, oder an das Umsatzsteueraufkommen.

Einflussfaktoren auf die Unternehmen gibt es eine ganze Reihe: Wer etwa nach Großbritannien exportiert, muss seinen Preisen seit dem Brexit die gesetzliche Umsatzsteuer aufschlagen. Das innerhalb der Europäischen Union gültige Verfahren, wonach etwa der deutsche Exporteur eine Netto-Rechnung legt, gilt für das Reich von Queen Mum nicht mehr. Wie auch anders im Steuerrecht wird es im Detail kompliziert, weshalb sich sogar die Wissenschaftlichen Dienste des Deutschen Bundestags mit dem Unterschied zwischen “Innergemeinschaftlicher Leistung” und “Reverse Change” befassen mussten. Für Unternehmer sollte es allerdings ausreichen, sich mit dem Steuerberater zu diesem Thema zu verständigen.

Andere haben in die Ukraine und nach Russland exportiert, beide Märkte existieren aktuell im Grunde nicht. Und auch Importeure leiden – wer hätte beispielsweise je gedacht, dass eine beliebte Katzenfuttermarke auf Importe aus der Ukraine angewiesen ist? Dass viele Preise enorm steigen, trifft nicht nur die Verbraucher, sondern auch die Wirtschaft, vor allem dann, wenn Verträge keine Preisanpassungsklausel enthalten. Allerdings darf man fragen, ob denn der Begriff “Krise” wirklich immer richtig ist, denn oft genug geht es um – wenn auch wirklich große – Herausforderungen.

Sparen und Preise erhöhen – zwei Seiten einer Medaille

Natürlich schauen die Unternehmen nun, wie gespart werden kann. Erst heute hat sich der Verband Kommunaler Unternehmen (VKU) in den Medien zu Wort gemeldet und darauf hingewiesen, dass man die Preissteigerungen bei Kraftstoffen auf Dauer nicht auffangen könne, höhere Entsorgungsgebühren etwa stehen also ins Haus.

Für die Unternehmen ist die Situation wirklich vertrackt: Kostensteigerungen kommen im Grunde von allen Seiten, ob nun beim Energieeinkauf, bei Lieferanten oder Löhnen und Gehältern. Hier machen nicht nur gewerkschaftliche Forderungen Sorgen, sondern auch die angekündigte Erhöhung des Mindestlohns. Das Problem dabei: Diese Lohnerhöhung betrifft ja nicht nur die Mindestlohnempfänger, sondern rüttelt an der gesamten Lohnpyramide.

Wir können Unternehmen darauf reagieren? Sie müssen den Hebel dort ansetzen, wo die steigenden Kosten besonders dramatisch zu Buche schlagen. Es kann durchaus sein, dass bestimmt Geschäftsfelder oder auch nur Einzelaufträge nun nicht mehr rentabel sind oder dass die Servicequalität gesenkt werden muss, indem beispielsweise nicht mehr so oft ausgeliefert wird. 

Fokus auf die Beschäftigten

An einer Stelle werden die Unternehmen aber Zurückhaltung üben: Das sind die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter. Angesichts des eklatanten Fachkräftemangels wäre es kontraproduktiv, hier den Hebel anzusetzen. Naheliegend ist jedoch die weitere Optimierung des Personaleinsatzes vor allem dadurch, dass die richtigen Leute zur richtigen Zeit am richtigen Ort eingesetzt werden. “Mitarbeiter an den Ort ihrer höchsten Leistung führen”, nennt man das in der Theorie und meint damit, jedem und jeder möglichst jene Rahmenbedingungen für ihre Arbeit zu geben, die eine optimale Leistungsentfaltung und vor allem Lust auf Leistung ermöglichen.

Schon haben pfiffige Unternehmer den Ansatz gefunden, hier sogar künstliche Intelligenz ins Spiel zu bringen. Jeder, der für Schicht- oder Einsatzpläne verantwortlich ist, kennt die Komplexität dieser Aufgabe. Formal ist alles ganz einfach, wenn nur ausgerechnet dieser eine Verhinderungsgrund, das alles wieder umkippt,  und jene Eigenheit oder Unwägbarkeit nicht wären. Und dann auch noch, wie könnte es anders sein, immer wieder kurzfristige Planänderungen, die eine mühsam erstellte Planung vom Tisch wischen.

Heutzutage lässt sich jedoch mit Hilfe künstlicher Intelligenz die Personalplanung berechnen und rapide vereinfachen. Auch wenn die unterschiedlichen Anbieter dem Zeitgeist entsprechend oft ziemlich kompliziert auftreten, sind die Lösungen doch an der betrieblichen Praxis orientiert. Ob nun die Dienstplanerstellung oder die Zeiterfassung, die Personalbedarfsplanung oder Fragen der motivierten Mitarbeit: Eine moderne Software vereinfacht nicht nur Abläufe, sondern erhöht die Arbeitszufriedenheit durch Transparenz und Gleichbehandlung aller Beschäftigten. Übrigens müsste man eigentlich statt Arbeitszufriedenheit besser Arbeitsbegeisterung sagen, aber das ist ein Begriff, für den die Zeit wohl noch nicht reif ist.

Hinweis für Mitglieder des Unternehmerverbandes Markersdorf e.V.:
Die Mitgliederversammlung findet am 3. Mai 2022 um 18 Uhr  im Hotel DuRoc in der Markersdorfer Ortschaft Holtendorf statt. Die persönlichen Einladungen inklusive Tagesordnung ergehen noch.

Ein Beitrag von Thomas Beier für die Redaktion markersdorf.de, als Vorstandsmitglied zuständig im Unternehmerverband Markersdorf e.V. für die Öffentlichkeitsarbeit.

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