Anzeigen

Regional werben auf markersdorf.de! anzeigen@gemeinde-markersdorf.de
Digitale Welt

Ortungstechnologie im Alltag

Wo steckt denn nur die Oma mit dem Kind? Alles kein Problem, wenn sie ihr Handy dabeihat und die Zustimmung zur Ortung vorliegt
Wo steckt denn nur die Oma mit dem Kind? Alles kein Problem, wenn sie ihr Handy dabeihat und die Zustimmung zur Ortung vorliegt

Symbolfoto: Silviu, Pixabay License

Wenn man im Dorf binnen kürzester Zeit gleich drei Mal auf ein Thema gestoßen wird, dann ist das vielleicht auch für andere interessant: Es geht um das Wiederauffinden von Dingen, die “weg” sind, warum auch immer.

Doch eines gleich vorweg: Wer ständig seine Brille sucht, dem ist auch hier nicht zu helfen. Allerdings soll es schon geholfen haben, einmal auf der eigenen Nase nachzusehen. Wer jedoch Erfindergeist in sich spürt, lässt sich vielleicht anregen, eine Lösung für verlorengegangene Schlüssel oder Portemonnaies zu entwickeln: Wem hier der Durchbruch gelingt, der dürfte gute Geschäftsaussichten haben.

Drei Beispiele, wo Technik hilft

Das erste Beispiel handelt in Gersdorf. Bei einem Spaziergang mit Redaktionshund Rudi, nicht weit vom Sportplatz des SV Grün-Weiß Gersdorf e.V. entfernt, kommt eine Spaziergängerin, ebenfalls mit Hund, entgegen. Doch der Hund läuft frei – und wie es unter Hundebesitzern so ist, kommt man schnell ins Gespräch. Ob er denn nicht auch mal abhaut? Ja, das sei schon vorgekommen, aber jetzt hat er so ein GPS-Dingsbums, da sieht man auf dem Handy, wo er steckt. Hm, das ist zwar beeindruckend, aber in Waldnähe und im Wald sollte man den Hund tunlichst nicht frei laufen lassen: Dort geht es um den Wildtierschutz und die Jäger verstehen da gar keinen Spaß.

Das zweite Beispiel war noch beeindruckender. Sohnemann aus Berlin war zu Besuch, doch erst im heimatlichen Markersdorf fiel auf, dass er seine AirPods genannten Hörstöpsel eines bekannten Herstellers offenbar in Berlin beim Einsteigen ins Auto verloren hatte. Nach einem Blick aufs Handy sagte er zur Verblüffung der Anwesenden: “Sie liegen noch da!” Also Kumpel angerufen, die Koordinaten durchgegeben, der fuhr hin und klaubte die teuren Teile aus dem Rinnstein auf. Merke: Die Cloud des Herstellers kennt immer den Aufenthaltsort der Ohrhörer – und selbst wenn der Akku versagt, wird der letzte Aufenthaltsort gespeichert.

Das dritte Beispiel ist naheliegend: Die Polizei meldete den Diebstahl eines Wohnmobils in Holtendorf. Zwischen dem Abend des 7. September 2022 und dem Mittag des nächsten Tages verschwand das weiße Fahrzeug vom Typ “Dethleffs” im Wert von immerhin 50.000 Euro. Erste Reaktion eines Bekannten: “Na, hoffentlich hatte er eine Fahrzeugortung einbauen lassen!” Wieso eigentlich er und nicht sie? Aber ja, hoffentlich – denn solche Systeme sind eigentlich eher unter Fuhrparkbetreibern, Spediteuren und gewerblichen Fahrzeugnutzern verbreitet, etwa als Grundlage für die Tourenoptimierung, für das Fahrtenbuch oder die Wartung. Doch längst sind sie in unterschiedlichen Ausführungen auch für den Privatbereich erschwinglich geworden und können sich auch bei einem Diebstahl bezahltmachen.

Personen orten?

Eine weitere Anwendung der Ortung ist allerdings nicht nur umstritten, sondern schlichtweg verboten: Die Standortortung von Personen ohne deren vorherige schriftliche Zustimmung. Das trifft übrigens grundsätzlich auch auf Kinder zu, deren Eltern gern darüber informiert sein möchten, wo sie sich aufhalten. Wann die Handy-Ortung legal oder illegal ist, hat netzwelt.de auf der verlinkten Seite zusammengefasst.

Ein Beitrag der Redaktion markersdorf.de

Verknüpfungen Ortungstechnologie im Alltag

Gut zu wissenmehr aus diesem Themenbereich