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Noch immer nicht eingetragen

50 Jahre Jauernicker Himmelfahrtsverein

2017 feierte Jauernick sein 1050jähriges bestehen, da durfte der Himmelfahrtsverein nicht fehlen
2017 feierte Jauernick sein 1050jähriges bestehen, da durfte der Himmelfahrtsverein nicht fehlen

Foto: © Privatarchiv Peter Mauermann

„Interessengemeinschaft unabhängiger Herren von Jauernick und Umgebung zur Wahrung der Traditionen des Ehrentages des Mannes am Himmmelfahrtstag sowie der Förderung der niveauvollen Geselligkeit, des Wanderns und des deutschen Volksliedes“

- heißt es in der Urkunde des Jauernicker Himmelfahrtsvereines.

Nach der Abschaffung des Feiertages zu Christi Himmelfahrt im Jahr 1967 fanden sich 1970 einige jugendliche Männer zusammen, um diesen Tag dennoch würdig zu begehen. Wir fuhren damals mit einem “Landauer” des Volksgutes (VEG) Kunnerwitz um die Landeskrone nach Jauernick zum geselligen Abschluss in der Berggaststätte.

Der Himmelfahrtsverein im Jahr 1996 auf der Landeskrone

Foto: © Privatarchiv Peter Mauermann

Seitdem wurden die Fahrten oder Wanderungen immer ausgedehnter und die Teilnehmer immer mehr. Das Wort “Verein” wurde auch mehr aus Jux gewählt, weil solche Bezeichnungen zu DDR-Zeiten verpönt waren. Damals wurde erstmal eine Vereinsfahne angeschafft, ein Vereinsliederbuch angelegt und allmählich die Standardkleidung, Gehrock und Zylinder eingeführt. Heute sind wir 16 Mitglieder. Der Verein ist nach wie vor nicht eingetragen.

Unsere Ausflüge am Himmelfahrtstag führten uns in die nähere und weitere Umgebung, so ins Zittauer Gebirge, das Oberlausitzer Bergland und sogar bis in den Spreewald. Zwischendurch wird natürlich auch mal eingekehrt und oft ist es schon vorgekommen, dass man die sangesfreudigen Vereinsmitglieder nicht so schnell fortlassen wollte. Ein großes Repertoire an Volksliedern musste erst gesungen bzw. gespielt werden. Instrumental werden wir von Martin Sahm am Akkordeon sowie von Peter und Wolfgang Mauermann mit der Gitarre bzw. der Trompete begleitet. In den 50 Jahren hatten wir auch immer Glück mit dem Wetter bis auf die Tour 1986 zum “Gusseisernen” auf den Löbauer Berg.

Ausflugsziel im Jahr 2001 war die Windmühle in Kottmarsdorf

Foto: © Privatarchiv Peter Mauermann

Vierteljährlich treffen wir uns auch zu einem Vereinsabend an verschiedenen Orten. Nach einem festen Ablaufplan ist man, über das gesamte Jahr verteilt, bei den verschiedensten Anlässen, wie Jubiläen, runden Geburtstagen und anderen kulturellen Veranstaltungen als Verein präsent. Schon zur Tradition sind auch jährliche Wandertouren im Herbst nach Polen oder Tschechien geworden. Selbst bis in die Alpen wurde schon ein Ausflug unternommen. Seit der Wende gibt es nun zwar den Feiertag wieder, aber dadurch fehlt ein gewisser Reiz, da ja jetzt wieder jeder feiern darf. Um früher zu den “Auserwählten” zu zählen, mussten wir schon im Januar den entsprechenden Urlaub beantragen, um ihn im Mai auch einfordern zu können.

Die Beteiligung am wiederbelebten Heiratsmarkt (1993) ist für einige wenige von uns auch Ehrensache. Die meisten sind jedoch nur an den Vor- und Nachbereitungen mit beteiligt, da es schwerfiel, die langjährige Ausflugstradition so plötzlich abzubrechen. Leider konzentriert sich die Mobilität altersbedingt immer mehr auf die rollenden Verkehrsmittel. Jetzt hoffen wir nur noch auf ein schwimmendes Verkehrsmittel über den Berzdorfer See.

Peter Mauermann

Zuerst veröffentlich in “Der Schöpsbote – Amtsblatt & Dorfzeitung”, Ausgabe Mai 2020.

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