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Erinnerungen und Veränderungen

In der Ortschaft Markersdorf geschieht allerhand

Der Markersdorfer Kirchberg mit der St. Michaelis-Kirche
Der Markersdorfer Kirchberg mit der St. Michaelis-Kirche

Bildquelle: Lausitzer Heimatverlag

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Gerade in der heutigen Coronazeit kommen mir oft länger zurückliegende Ereignisse in Erinnerung. Auch über die Verwandten, Freunde, ehemaligen Kollegen oder guten Bekannten, die man seltener treffen darf und kann, denkt man mehr nach als sonst. Mit vielen Menschen war man eng verbunden, die man nicht mehr wiedersehen kann. Manch ein Mitbürger wird meine Äußerung kaum verstehen, deshalb möchte ich sie etwas näher erklären.

Eines der schlimmsten Erlebnisse (vielleicht das prägendste) war der Bombenangriff auf meine Geburtsstadt Dresden. Für mich war und wird auch immer daher die Aussage “Nie wieder Krieg!” die wichtigste bleiben. Leider sind wir in der Welt weit davon entfernt, das zu verwirklichen.

Bezogen auf Markersdorf bin ich dem Ortschaftsrat dafür dankbar, dass er die Initiative einiger Bürger unterstützt hat, das Kriegerdenkmal und die Gedenksteine an der Barbarakapelle zu renovieren und zu einer Stätte für das Nachdenken über Sinn und Folgen von Auseinandersetzungen zwischen den Völkern und den Tod geliebter Menschen nachzudenken.

Auch die Errichtung von neuen Bildtafeln über sehenswerte Bauwerke in Markersdorf finde ich sehr gelungen. Zudem wurden im Ort mehrere Bänke aufgestellt, die zum Verweilen anregen (z. B. an der neuen Brücke an der ehemaligen Mühle) und z. T. auch einen wunderbaren Blick auf unser Dorf erlauben, so z. B. an der Plattenstraße Richtung Königshain.

Hier lässt es sich gut verweilen!

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All den Gestaltern und Förderern gilt ein herzliches Dankeschön!

Friedhöfe sind Orte des Gedenkens und der Ruhe. Beim Besuch des Markersdorfer Friedhofs gefällt mir stets, dass ältere Grabstätten trotz der erheblichen Kosten und des zeitlichen Aufwandes wieder in den ursprünglichen Zustand versetzt werden. Auch der Beschluss des Kirchenvorstandes, Gestorbene an der Friedhofsmauer beerdigen zu lassen, ist in der heutigen Zeit notwendig gewesen.

Viele Verstorbene haben durch die geänderten Bedingungen keine Verwandten mehr in der Gegend, die ein normales Grab pflegen könnten.
Leider sind dadurch etliche Flächen auf dem Friedhof unbenutzt, wodurch die Ruhe und das Gedenken an die Verstorbenen sowie die Besinnlichkeit gestört werden. Es gibt aber Bürger, die das ebenso empfinden wie ich und auf verschiedene Art und Weise zum Gedenken anregen (Kleine Sprüche, Bilder von den Verstorbenen oder kleine von Kindern gezeichnete Gemälde).

Ein neues zum Stehenbleiben und ruhigem Nachdenken anregendes kleines Kunstwerk ist in letzter Zeit entstanden. Eine relativ unschöne Freifläche neben der Kirche in Richtung Barbarakapelle wurde zum Bau eines kleinen Teiches genutzt.

Der neue Teich an der Kirche

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Da ein Zulauf nicht auf natürliche Weise geschaffen werden konnte, haben die Gestalter oberhalb des Teiches ein kleines Becken erstellt, das ein regelmäßiges Plätschern des Wassers ermöglicht. Gespeist wird dieser Zulauf durch eine mit einer Zeitschaltuhr versehene Pumpe, die aus dem Teich das Wasser ins kleine Becken befördert. Bei längerer Trockenheit müsste allerdings etwas Leitungswasser eingeleitet werden.

Dass der Teich mit entsprechenden Pflanzen bestückt wurde, ist wohl selbstverständlich. Auch der durch das Ausschachten des Teiches anfallende Boden wurde wunderbar in die Gestaltung einbezogen, ein kleiner Hügel errichtet und auch bepflanzt. Allerdings stellte ich beim Schreiben dieser Zeilen fest, dass ich gar nicht die richtigen Worte für die Gestaltung dieses kleinen Kunstwerkes finde und empfehle deshalb allen Lesern: Geht doch recht bald einmal auf unseren Friedhof und schaut euch alles selbst an! Mir geht es jedenfalls so, dass ich den gesamten Friedhof sehr gern anschaue und dabei eine innere Ruhe und Freude empfinde.

Deshalb möchte ich mich öffentlich nochmals für die Gestaltung dieses Teils des Friedhofes herzlich bedanken.

Hartmut Ahlswede

Zuerst erschienen in der Dorfzeitung “Der Schöpsbote” vom Oktober 2020.

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