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Gesundheit

Weniger Zeit am Bildschirm verbringen

Abende- und nächtelang am PC spielen? Gar nicht gut für die Augen, die Muskeln und das Skelett!
Abende- und nächtelang am PC spielen? Gar nicht gut für die Augen, die Muskeln und das Skelett!

Foto: ExplorerBob, Pixabay License

Bildschirme sind allgegenwärtig, vom Smartphone und dem Computermonitor bis hin zum großen TV-Gerät. Das birgt gesundheitliche Risiken, denen man ausweichen oder die man zumindest minimieren sollte.

Als Risikogruppe gelten vor allem jene, die viel Zeit am Computer zubringen, ob nun vielleicht zum Spielen oder zum Arbeiten, etwa, wenn wie in der Redaktion markersdorf.de alle Abläufe digitalisiert sind und jemand ständig vor zwei oder drei Bildschirmen sitzt. Besonders gefährdet sind die Augen und der Stütz- und Bewegungsapparat. Vor diesem Hintergrund hat die Redaktion einige Tipps, die Teils auf Erfahrungen beruhen, zusammengefasst – allerdings eher, um für das Thema zu sensibilisieren, denn eine Beratung durch einen Augenoptiker oder Augenarzt, einen anderen Arzt oder einen Osteopathen kann das selbstverständlich nicht ersetzen. Informationen erhält man zudem bei den Berufsgenossenschaften, etwa als Leitfaden Bildschirm- und Büroarbeitsplätze der Verwaltungsberufsgenossenschaft

Stress für die Augen

Computerarbeit über Stunden hinweg und vielleicht auch noch tagtäglich beansprucht nicht nur die Augen, sondern birgt Risiken. Worum geht es?

Als wesentlicher Risikofaktor gilt einerseits die ständige konstante Sehentfernung mit relativ kurzem Abstand zwischen Auge und Bildschirm. Der Augenmuskel, der die Linse zusammenpresst, um bei kürzerem Sehabstand der Netzhaut – der Retina –  scharfe Bilder zu liefern, ermüdet. Zudem werden die Augen zum “Schielen” gezwungen, was weitere Folgen hat. Die ständige kurze Sehentfernung kann sogar zu einer Verformung des Augapfels führen. Insgesamt steigt die Gefahr, kurzsichtig zu werden, und für ernsthafte Augenerkrankungen, darunter die Makula-Degeneration, der der ein bestimmter Netzhautbereich letztendlich ausfällt, und das Absterben des Sehnervs, bekannt als Glaukom. Wer seinen Compuer so aufstellt, dass ein gelegentlicher Blick durch Fenster in die Ferne möglich ist, kann damit ein wenig gegensteuern. Außerdem wird am Bildschirm der Lidschlag seltener, das Risiko für das “trockene Auge” steigt.

Ein weiterer Risikofaktor ist der blaue Anteil im Licht moderner Flachbildschirme. Zwar ist hier nicht alles wissenschaftlich bewiesen, doch wird dem Licht im Farbspektrum zwichen blau und ultraviolett nachgesagt, den Schlafrhythmus zu stören, die Makula-Degeneration wie auch den Grauen Star, den Katarakt, zu fördern. Wer vorbeugen möchte, sollte auf helles Umgebungslicht achten: Dann verengen sich die Pupillen und lassen damit auch weniger von den schädlichen oder zumindest risikobehafteten Lichtanteilen durch. Außerdem kann man mittels Software den Blauanteil im Licht der Bildschirme verringern, eine Anti-Blau-Folie aufziehen oder eine speziell beschichtete Computerbrille verwenden.

Tipp:
Weitere Hinweise gibt Mona Rais unter dem Titel “Harte Arbeit für die Augen” in der Pharmazeutischen Zeitung.

Auf den Stütz- und Bewegungsapparat achten

Bildschirmarbeit ist körperlich gesehen eine monotone Arbeit, die zudem oft in ungünstiger Sitzhaltung ausgeübt wird. Häufige Folge sind schmerzhafte Erkrankungen in den Händen und den Unterarmen. Die Arbeit im Sitzen belastet Wirbelsäule und Rückenmuskulatur stärker als Gehen oder Stehen. So wird etwa bei vorgebeugter Sitzhaltung der Druck auf die Bandscheiben gegenüber dem Stehen nahezu verdoppelt, die Rückenmuskulatur erschlafft.

Ein Betroffener, der fast jährlich vom Hexenschuss betroffen war, berichtet, wie er die Beschwerden loswurde:

  • Den Arbeitsablauf so gestalten, dass man gezwungen ist, ab und zu aufzustehen, etwa, indem man den Drucker etwas entfernt oder auf einer anderen Etage aufstellt.
  • Zumindest zeitweise im Stehen arbeiten, ein Stehpult als Klappbrett an der Wand oder einzelnes Möbelstück kann man sich als halbwegs versierter Heimwerker selbst bauen.
  • An Standard-Computermöbeln die Auflage für Tastatur und Maus durch einen Unterbau rund 15 bis 20 Zentimeter höhersetzen. Den bequemen Schreibtischstuhl durch einen höheren Schwing- oder Laborstuhl ersetzen; die richtige Höhe ist erreicht, wenn die Oberschenkel im Sitzen leicht nach unten hängen. Entsprechend auch den oder die Bildschirme höher stellen, so dass die Oberkante etwa auf Augenhöhe ist.

Dass regelmäßige Gymnastik wie auch Sport und Bewegung ebenfalls hilfreich sind, ist selbstverständlich.

Tipp:
Dr. med. Benjamin Gehl und Co-Autorin Maja Lechthaler informieren auf dem medizinischen Informationsportal MOOCI über die Schädlichkeit des langen Sitzens vor dem Bildschirm.

Obacht auf die Kinder geben

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Nicht nur wegen der Risiken für den Stütz- und Bewegungsapparat und die Augen sollten Kinder möglichst lange – bis zum zehnten oder zwölften Lebensjahr – vor Bildschirmgeräten möglichst bewahrt bleiben. Computerspiele und das Fernsehen stimulieren vor allem das optische und akustische Reizzentrum: Die Augen schauen dahin, wo etwas passiert, die Geräusche wecken Emotionen, der Ablauf fasziniert, die Aufmerksamkeit wird gebunden, aber das aktive Denken und entwickeln neuer Gedanken wird heruntergefahren.

Das hat Folgen: In der ersten Lebensjahren  werden explosionsartig Synapsen, die Verbindungen der Nervenzellen im Hirn, gebildet. Stark vereinfacht gesagt verkümmern davon jene wieder, die nicht benötigt werden. Wer sich vor einem Bildschirm aber nur unterhalten lässt, benötigt dafür – bei allem Respekt – nur wenig Denkleistung. Bei Kindern, die anstatt die reale Welt zu entdecken vor dem TV-Gerät oder einer Spielekonsole geparkt werden, verkümmern besonders viele Synapsen. Es ist zu befürchten, dass sie als Erwachsene dann eher als “schlichte Gemüter” gelten. In diesem Zusammenhang ergibt sich die Frage, ob es tatsächlich förderlich ist, bereits Grundschulkinder mit Computern auszustatten.

Tipp:
In den
Vortragsunterlagen von Prof. Dr. Oskar Jenni vom Universitäts-Kinderspítal Zürich wird ab Seite 13 die neuronale Entwicklung und die Synapsenbildung im zeitlichen Verlauf grafisch aufgezeigt.

Die Zeit am Bildschirm verkürzen

Die Bedeutung der Familien hat Bürgermeister Thomas Knack in seinem Beitrag vom Mai 2019 gewürdigt. Familien tut es gut, sich gemeinsam zu beschäftigen, aber bitte in der analogen, also ganz realen Welt. Basteln, die freie Natur beobachten, mit Freunden zusammenzusein, sich mit einem Haustier zu beschäftigen oder jetzt im Herbst Drachen steigen zu lassen, das ist allemal besser, als seine Zeit vor einem Bildschirm zu verbringen.

Wer aber einen Computer für die Arbeit braucht? Ein Ansatz ist hier, seinen Workflow, wörtlich seinen Arbeitsfluss, zu überdenken, um die Zeit der Bildschirmarbeit kürzer zu halten. In vielen Büros und oftmals erst recht im Home Office wird oftmals wenig effektiv gearbeitet und das Rationalisierungspotential selbst von Büro-Standardsoftware, den sogenannten Office Paketen, kaum ausgenutzt. Natürlich ist es schwierig, allgemeingültige Ratschläge zu erteilen, deshalb hier nur drei Tipps, die das Leben am PC unter Umständen einfacher und zügiger machen:

  • Eine Gamer-Mouse mit möglichst vielen frei programmieren Tasten kaufen. Das sind Computer-Mäuse, die speziell für Spieler entwickelt wurden. Die Tasten lassen sich mit Programmaufrufen, häufig genutzten Funktionen oder Textpassagen belegen – vom “Mit freundlichen Grüßen” bis zu längeren Textabschnitten, die immer wieder benötigt werden.
     
  • Den gleichen Zweck erfüllten Programme, mit denen sich Tastenkombinationen mit Aufrufen und Textpassagen belegen lassen. Darüber hinaus sollten die grundlegenden Windows-Tastenkombinationen Strg-A für Markieren, Strg-C für Kopieren, Strg-X für Ausschneiden, Strg-V für Einfügen und Strg-S für Sichern und andere mehr bekannt sein, sie beschleunigen beispielsweise die Bearbeitung von Texten, wenn die Maus für das Markieren wird.
  • Im kostenfreien E-Mail-Programm Thunderbird können mit dem Quicktext Add-on Tastenkürzel, Textpassagen und Betreffzeilen vordefiniert werden

Häufig wird im Zusammenhang mit der Rationalisierung des Büros gefragt, welche Bürosoftware “die beste” sei. Das lässt sich so pauschal nicht sagen. Größere Unternehmen folgen gewöhnlich den Empfehlungen ihrer IT-Dienstleister und setzen dabei oft auf das Microsoft-Office-Paket. Auch kleinere Unternehmen versprechen sich davon Zuverlässigkeit und Sicherheit.

Tipp:
Stets den aktuellsten Stand der Softwareentwicklung von Microsoft hat man mit dem Microsoft 365 genannten Abo-Paket, das zudem Online-Funktionen und Cloudspeicher bietet, günstiger ist jedoch der Kauf des aktuellen Office 2021 Softwarepakets. Wer wie wohl die meisten Anwender nicht unbedingt die allerneuesten Funktionen braucht, kann mit Office 2019 sparen, das günstig angeboten wird. Wissen sollte man, dass Microsoft seine Support-Zeitspanne nicht ab Kauf, sondern ab Veröffentlichung berechnet. Weil die Supportzeit für Office 2021 nur fünf Jahre beträgt, für Office 2019 aber sieben Jahre, sind bei der preiswerten Variante kaum Nachteile zu befürchten.

Als durchaus vergleichbare Alternativen gelten die weitgehend identischen, weil auf dem früher bekannten StarOffice basierenden Softwarepakete Apache OpenOffice und das als moderner geltende LibreOffice. Beide sind kostenlos verfügbar, im Gegensatz zu Microsoft Office aber quelloffen. Der Vorteil des öffentlich bekannten Quellcodes ist die damit mögliche weltweite Entwicklercommunity, zugleich lädt der offengelegte Code jedoch zu unautorisierten Änderungen und zu Manipulationen ein, weshalb viele lieber auf ein preiswertes Microsoft Paket als für externe Programmierer unzugängliches System zurückgreifen.

Wer an abwechselnd unterschiedlichen Orten arbeitet oder etwa als Unternehmen seine Mitarbeiter nicht vor Ort hat, für den sind Cloudlösungen interessant. Vor allem die entsprechenden Google Apps sind nutzerfreundlich ausgelegt, jedoch setzt die Europäische Datenschutz-Grundverordnung hier für Unternehmen Grenzen.

Ein Beitrag der Redaktion markersdorf.de

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