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Erste Frühlingsboten

Die Freude ist groß – denn es geht wieder los!

Allein die Bezeichnungen der einzelnen Samensorten stimmen fröhlich
Allein die Bezeichnungen der einzelnen Samensorten stimmen fröhlich

Foto: Tina Beier

Mitte Januar: Es darf so langsam wieder mit dem Planen und auch schon mit dem Aussäen von einigen Pflanzensorten begonnen werden.

Die ersten Vorboten des Frühlings

Zu den Vorboten des Frühlings gehören Kaltkeimer wie die Christrose, die Kornblume und der Mohn oder der Bärlauch. Auch die Chilipflanze, die sich mehr und mehr einer großen Beliebtheit erfreut, wird jetzt bis Ende Januar ausgesät. Dazu benötigt man nicht viel. Einen guten Samen und eine Anzuchtstation oder ein Gewächshaus, das man geschützt im Inneren des Hauses auf eine Fensterbank stellt. Doch Geduld: Bis sich der Samen der Chilipflanze – die übrigens ein Nachtschattengewächs wie etwa die Tomate oder die Paprika ist – entwickelt, kann es bis zu fünf Wochen dauern. 

Wie kann man sich die Vorfreude auf den Frühling versüßen?

In Sachsen findet man sehr viele Botanische Gärten, die es wert sind, erkundet zu werden und die auch während der Pandemie geöffnet haben. Auf der Seite kulturreise-ideen.de findet man elf Botanische Gärten in Sachsen, die absolut sehenswert sind. Hervorzuheben und eine Besonderheit ist der Botanische Blindengarten in Radeberg, der im Jahre 1996 entstand, aber auch die Botanischen Gärten in Dresden oder Chemnitz sind hervorragend geeignet, um mit der Familie einen Ausflug zu machen, gerade auch jetzt in den Wintermonaten, wenn es draußen oft ungemütlich ist. 

Garten- und Designschauen

In der Regel beginnen diese Ausstellungen ab dem Monat März. Ohne Anspruch auf Vollständigkeit hier einige Termine:

  • Chemnitzer Frühling, 11. bis 13. März 2022
  • Dresdner Ostern, 24. bis 27. März 2022
  • LebensArt Großharthau, 17. bis 19. Juni 2022
  • Die Gartenmesse, Schloss Lübben, 5. bis 7. August 2022
  • LebensArt Schloss Brandis, 9. bis 11. September 2022

Viele weitere Termine für Gartenmessen, Garten- und Pflanzenmärkte sowie Park- und Schlossfeste sind in der Gartenlinksammlung zu finden.

Küchengarten-Messe 2013 in Bad Muskau / Mužakow

Die Garten- und Designschauen sind für jeden Pflanzen- und Gartenliebhaber ein Höhepunkt in jedem Gartenjahr. Ein Besuch dort hat Ausflugscharakter – bei größeren Entfernung eher den eines Kurzurlaubs – und man sieht Pflanzen, so weit das Auge reicht. Ein weiterer Punkt ist immer wieder der anregende Austausch mit anderen begeisterten Gartenliebhabern.

Zum Dorfmuseum in der Gemeinde Markersdorf gehört ein alter Bauerngarten und es lohnt sich, ihn zu besichtigen und sich für seinen eigenen kleinen oder großen Garten Anregungen zu holen. Nicht nur für die Bewohner der Markersdorfer Ortschaften, sondern auch für die Görlitzer, Schöpstaler, Königshainer und Reichenbacher ist bei schönem Wetter ein Fahrradausflug nach Markersdorf ins Dorfmuseum ein echter Tipp, doch auch bei schlechtem Wetter bietet das Museum nicht nur viel Sehens- und Wissenswertes, sondern auch interessante Workshops für groß und klein an.

Wer sich gerne direkt mit den Gärtnern unterhalten möchte und sich einmal einen Einblick in unterschiedliche private Gärten verschaffen möchte, sollte dazu den “Tag des offenen Gartens“, initiert von dem Sächsischen Landfrauenverband e.V. nutzen.

Von der Pflanzenfotografie zur Kunst

Aber auch an langen Winterabenden vor dem Kamin kann man seinem Hobby und seiner Leidenschaft frönen. Hier wäre der Fotograf Karl Blossfeldt zu nennen. Blossfeldt absolvierte im Jahr 1881 im Harz eine Lehre als Bildhauer und Modelleur und begann später ein zeichnerisches Grundstudium. Bald stellte er in Rom unter seinem Zeichenlehrer Moritz Meurer Unterrichtsmaterialien für ornamentale Gestaltung her. Seine Leidenschaft gehörte immer der Fotografie. 1928 erschien sein erstes Buch mit dem Titel “Urformen der Kunst”, ein Meisterwerk. Wer dieses Buch noch nicht in seinem Regal hat, kann immerhin sehr viel über Blossfeldt im Internet nachlesen.

Blossfeldt gehörte zu den Vorreitern der Pflanzenfotografie. Seine Fotografien erzählen von der Architektur und Ornamentik der Pflanzenwelt. Und so kann es niemanden verwundern, dass seine Arbeiten großen Einfluß auch auf andere Künstler wie zum Beispiel Schmuckdesigner hatten, die sich noch heute von den organischen Ornamentenund der natürlichen Architektur der Pflanzenwelt inspirieren lassen. Schaut man sich einzelne Kollektionen von Designer Schmuck Angeboten an, so erahnt man manchmal die Vorlagen, wie sie die Natur geliefert hat.

Am Stand der Fa. Rieger Betten & Naturwaren aus Görlitz-Schlauroth, Mitglied im Unternehmerverband Markersdorf e.V., beim Bauernmarkt auf Schloss Krobnitz im September 2019: Links die Chefin Birgit Rieger (li.), rechts die Autorin des Beitrags

Vielleicht lässt sich ja mancher inspirieren von der Pflanzenwelt, wenn es darum geht, Haus, Wohnung oder Selbstgenähtes zu verschönern.

Tipp:
Anregungen kann man sich gut auf Gartenmessen und Bauernmärkten, wie sie etwa bereits im Park von Schloss Krobnitz stattgefunden haben, holen
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Ein Beitrag von Tina Beier für die Redaktion markersdorf.de

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