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Zukunftsfragen

Träume enttäuschen nie

Blick über die Kirschallee in Jauernick-Buschbach und über den Berzdorfer See
Blick über die Kirschallee in Jauernick-Buschbach und über den Berzdorfer See

Erstmals seit der deutschen Wiedervereinigung, die auch für die Einwohner der heutigen Markersdorfer Ortschaften einen gewaltigen Wohlstandsschub brachte, gibt es ernsthafte Bedenken, dass die – ursprünglich biblischen sieben aus dem Traum des Pharao – fetten Jahre vorbei sein könnten. 

Tatsächlich addiert sich zur Coronakrise nun vor allem das Leid der Ukrainer und der Flüchtlinge, dazu die regelrecht explodierenden Energiekosten mit all ihren Folgen für die Preise insgesamt, etwa die Baupreise. Für die Wirtschaft ist das teils ein Riesenproblem, weil ja auch weitere Kosten steigen, denkt man etwa an den Mindestlohn. Dabei geht es ja nicht nur um Lohnsteigerungen für jene mit dem geringsten Lohnniveau, sondern das Lohngefüge und Arbeitszeitmodelle in den Betrieben ändern sich mit dem Mindestlohn nahezu zwangsläufig.

„Träume, Freund, enttäuschen nie.“

- Erich Mühsam

Eine Vision als Leitstern für die Reise durch die Veränderungen

In solch unsicheren Zeiten, in denen der Wind der Veränderung aufkommt, kann es guttun, einmal von der Zukunft zu träumen. Damit ist nicht gemeint, draufloszuspinnen, sondern zu überlegen, wie es sein sollte oder zumindest sein könnte. In der Wirtschaft nennt man das, eine Vision zu entwickeln, zweckmäßig ist das jedoch auch für den Privatbereich. Hintergrund: Nur aus vorgedachter Zukunft kann man Ziele ableiten und daraus wiederum erfolgversprechende Handlungen.

Im Grunde ist es einfach: Man benötigt drei große Bögen Papier, auf die man formatfüllend je ein offenes Fenster malt, mit weit geöffneten Flügeln, so, als ob man aus einem Haus in die Landschaft schaut. Visionen werden meist in Fünf-Jahres-Schritten entwickelt; das erste Fenster würde demnach für das Jahr 2027, das zweite für 2032 und das dritte für 2037 stehen. Noch weiter in die Zukunft zu schauen geht nicht und es ist bestimmt nicht auszudenken, was allein bis 2037 alles Ungeahnte geschehen wird.

Andererseits lassen sich – wenn wir im Privatbereich bleiben – bestimmte Entwicklungslinien vorhersagen: Wer jetzt ein Haus baut oder saniert, wird 2027 – hoffentlich – damit fertig sein. 2032 hingegen wird mancher vielleicht in seinem ersten Wasserstoff-Auto sitzen und wessen Kind oder Enkel heute ein Jahr alt ist wird erleben, wie es spätestens im Jahr 2037 die erste berufliche Weichenstellung absolviert: Eine Berufsausbildung beginnen oder sich aufs Abitur vorbereiten. 

So gesehen macht es regelrecht Spaß und entlastet von Gedankenballast, in die Bögen mit den aufgemalten Fenstern hineinzuschreiben, wie das Leben in den Jahren 2027, 2032 und 2037 aussehen soll.

Träume enttäuschen nicht

Um noch einmal auf das Zitat zu kommen: Es stammt von Erich Mühsam (1878 – 1934), einem deutschen Schriftsteller, Publizisten und Antimilitaristen, umgebracht 1934 im KZ Oranienburg. Träume können nicht enttäuschen, solange sie Träume sind. Wer seine Träume erreicht hat, ist gut beraten, neue Träume zu finden, denn ein Mensch ohne Träume, das wäre doch wohl nur ein armer Tropf.

Manche machen aus ihren Träumen eine Methode oder nutzen Methoden, um sich in Traumwelten zu begeben. Gemeint ist das Klarträumen, auch luzides Träumen genannt, das die renommierte Zeitschrift “Psychologie heute” in einem Beitrag von Anne Kratzer am 4. Juni 2021 vorgestellt hat. Dabei geht es darum, seine Träume ganz bewusst zu steuern. Diese Methode kann man erlernen oder, was den Zugang vereinfacht, unter Anleitung durchführen. Immer wieder berichten Klarträumer davon, damit einen erfrischenderen Schlaf zu erreichen oder kreativere Ideen zu finden, wie sie durch angestrengtes Nachdenken nicht zugänglich wären.

Traumerleben steuern und hinterfragen

Fakt ist: Klarträumen ist wissenschaftlich nachgewiesen und lässt sich regelrecht praktizieren; mancher gerät unter bestimmten Umständen, etwa nach einer nächtlichen Schlafunterbrechung, zufällig in diesen Zustand. Allein eine Garantie darauf gibt es nicht, allerdings steigert Übung die Wahrscheinlichkeit. Ausführlich mit dem Thema hat sich planet-wissen.de, eine Plattform des Westdeutschen Rundfunks, mit dem Thema luzides Träumen beschäftigt. Hier wird sogar darauf verwiesen, dass im Schlaf respektive Klartraum sportliches Training einen körperlichen Effekt erzielen kann. 

Das lucide Träumen ermöglicht es, das Traumerleben zu hinterfragen und im Bereich des vorhandenen Wissens zu steuern. Gegenüber der Redaktion bestätigte ein Klarträumer, dass bei einem Traum, der sich in New York abspielte, sein eigentlich längst vergessenes gesamtes englisches Schulvokabular präsent war, er sich also mühelos und flüssig verständigen konnte.

Resümee

Luzide Träume gelten weder als gesundheitsschädlich noch als gefährlich, allerdings sollte man es damit – wie mit allem im Leben – nicht übertreiben: Nur noch im Bett zu liegen in der Hoffnung, in eine Traumwelt ausbüchsen zu können, ist halt auch nicht gesund.

Längst gibt es professionelle Traumhelfer, die den Einstieg in luzides Träumen ermöglichen wollen, ganz im Sinne einer geführten Meditation. Ganz unpraktisch ist die Fähigkeit, Klarträume herbeizuführen, sicherlich nicht: Wohl jeder und jede hat schon Situationen erlebt, aus denen er oder sie sich zum Zwecke des Einschlafens am liebsten nur noch “wegbeamen” wollte.

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