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Krankenversicherung

Aus der Privaten zurück in die Gesetzliche Krankenversicherung?

Die Versichertenkarte eröffnet den Zugang zu ärztlichen Leistungen
Die Versichertenkarte eröffnet den Zugang zu ärztlichen Leistungen

Foto: Michael Schwarzenberger, Pixabay License

In Deutschland muss jeder krankenversichert sein. Aus der Sicht mancher ist das ein teures Vergnügen und sie versuchen, hier Kosten zu sparen. Ein Weg – besonders in jungen Jahren – ist die Private Krankenversicherung (PKV). Anders als in der Solidargemeinschaft der Gesetzlichen Krankenversicherung (GKV) versichert sich hier jeder abhängig von seinem Geburtsjahrgang und persönlichen Risikofaktoren.

Ans Alter denken

Das Problem trifft inzwischen auch in Markersdorf vor allem jene, die zu Beginn der 1990er ein Unternehmen gegründet und sich dabei aus den Sozialversicherungssystemen verabschiedet haben. Noch heute ist die PKV attraktiv für junge, sehr gut verdienende Leute und für Selbständige, die unabhängig von einem Mindesteinkommen der PKV beitreten können. Gerade in jungen Jahren sind in der PKV die Beiträge extrem günstig, allerdings steigen sie nach dem Kostenumlageprinzip im Alter nahezu regelmäßig rapide an.

Von einer “Zwei-Klassen-Medizin” kann allerdings zumindest in der Region Görlitz keine Rede sein, in den allermeisten Arztpraxen werden Privatpatienten nicht bevorzugt, sondern müssen die Wartezimmerbank ebenso geduldig drücken wie alle anderen..

Tipp:
Wer in jungen Jahren in die PKV wechselt, sollte erspartes Geld anlegen, um damit im Alter die Mehrkosten decken zu können.

Zurück in die gesetzliche Kasse?

Weil die Kosten der PKV im Alter deutlich ansteigen, versuchen viele, dann wieder in die GKV zu wechseln. Doch dem hat der Gesetzgeber einen grundsätzlichen Riegel vorgeschoben: Theoretisch ist es ab dem Alter von 55 Jahren vorbei und man kann nicht mehr in der GKV zurück – theoretisch: Ein Wechsel von der privaten Krankenversicherung in die gesetzliche bleibt in manchen Fällen auch darüber hinaus möglich.

Wissen muss man, dass gesetzlich krankenversicherte Rentner unter bestimmten Bedingungen in die Kranken- und Pflegeversicherung der Rentner wechseln. Dieser Weg ist zuvor privat krankenversicherten Rentnern nach aktuellem Kenntnisstand verwehrt, im Zweifel sollte man bei seinem Versicherer anfragen.

Im Alter wieder gesetzlich krankenversichert?

Und dennoch kann es sich für Versicherte lohnen, im Alter in die gesetzliche Krankenversicherung zu wechseln. Manche der langjährig gesetzlich Krankenversicherten haben ein Problem damit, werden neidisch und meinen: Wer sich ein Leben lang dem gesetzlichen Krankenversicherungssystem entzogen hat, um Geld zu sparen, soll auch im Alter nicht dahin zurückkehren können..

Was ist gerecht?

Doch so einfach ist es nicht. Immerhin kommt das private Krankenversicherungssystem ohne staatliche Zuschüsse aus, ganz im Gegensatz zum gesetzlichen System. Das bedeutet: Die Versicherten des sich selbst tragenden privaten Systems beteiligen sich über ihre Steuern an den Versicherungskosten der gesetzlich Versicherten. Außerdem werden im privaten System die Leistungen der Ärzte nicht über das Punktesystem gedeckelt – und das ermöglicht hier Investitionen, die auch den gesetzlich Versicherten zugutekommen.

Zwar mag der Wechsel von der Privaten Krankenversicherung in die gesetzliche auch für über 55jährige im Einzelfall kompliziert erscheinen, doch immer wieder lassen sich völlig legale Wege dafür finden – und ein schlechtes Gewissen muss deshalb niemand haben.

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