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Abends bei den Berggeistern

“Spielen erlaubt?!” hieß es am 6. November 2014 ausnahmsweise mal am Abend in der Kindertagesstätte “Berggeister” in Jauernick-Buschbach. “Spielen ist die Hauptaufgabe von Kindern im Kindergartenalter”, sagte Diplom-Psychologin Annette Escher von der Arbeiterwohlfahrt Löbau bei ihrem Gastvortrag “Spielen erlaubt?!”, den sie im Rahmen eines Elternabends in der Kita hielt.

Sie betonte, dass bei Kindern Spielen und Lernen nicht voneinander zu trennen sind, sondern gleichzeitig ablaufen. Wenn Eltern und Erzieher den Kindern viel Zeit zum freien Spielen und Ausprobieren geben, schaffen sie für die Kleinen die besten Entwicklungsmöglichkeiten.

Dabei brauchen Kinder zum Lernen keinen Computer oder Fernseher, sondern andere Menschen als Gegenüber. Professionelle Lernspiele sind gerade für Kindergartenkinder überflüssig und eignen sich erst ab dem Schulalter. Außerdem grenzt ein zu zeitiges Fördern die Kinder eher ein, anstatt sie voranzubringen. Deshalb appellierte Annette Escher an die Eltern, sich selbst zu erlauben: “Ich lasse mein Kind spielen.”

Während des Vortrags teilte sie auch Spielmaterial aus und ließ die Eltern selbst spielen – die einen erinnerten sich an das Märchen von Rapunzel, andere an die Gummihoppe. Zum Abschluss gab es die “10 Spielregeln für Eltern”, die zum Beispiel besagen, dass man auch die Langeweile des eigenen Kindes einmal aushalten soll. Denn erst durch Langeweile kann ein neues, eigenständiges Spiel entstehen.

Nach einem Beitrag von Dorit Mandel-Matuschek in der Dezemberausgabe 2014 des Schöpsboten.

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