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Eine Fahrt in die frühere Kohle- und heutige Seenregion

Schwimmendes Haus am Partwitzer See
Schwimmendes Haus am Partwitzer See

Für die Senioren und Interessenten hatte der Ortsausschuss der Volkssolidarität von Jauernick-Buschbach das Lausitzer Seenland als Ziel für die Tagesfahrt 2009 ausgewählt. Am 18. Juni 2009 um 08:30 Uhr ging es nun mit dem “Rennersdorfer” auf die Reise. Über Bautzen und Hoyerswerda war dann auch die erste Station – der Senftenberger See – gegen 10:15 Uhr erreicht. Besagter See umfasst eine Fläche von 1.250 ha und eine Wassermenge von 100.000.000 Kubikmetern. Am Strand von Großkoschen hieß es “Leinen los” zu einer einstündigen Rundfahrt. Bei angenehmen Reisewetter konnte in aller Ruhe besehen werden, was in ca. 30 Jahren nach der Entkohlung entstanden ist.

Das Mittagessen war im Restaurant “Strandidyll” nahe der Anlegestelle bestellt, es wurde ein schmackhafter Gulasch mit Semmelklößen serviert.

Die Fahrt ging dann weiter nach Hoyerswerda, wo uns bereits ein Reiseführer erwartete. Die Stadt, ehemals Mittelpunkt von Braunkohle und Energie, ist nach der Wende von einst 70.000 Einwohnern auf 42.000 Einwohner geschrumpft. Eine Entwicklung, die wohl keiner Stadt dienlich ist.

Nun begann die Rundfahrt in das Gebiet der 21 Seen, die hier aus Restlöchern der ausgekohlten Tagebaue entstanden sind. Zehn dieser Seen sollten wir im Verlauf der Route kennenlernen oder kurz streifen.

Ich möchte mich aber auf einige, mehr bekannte Seen beschränken. Vorbei am Knappensee, dem Bernsteinsee, dem Dreiweiberner See, dem Spreetaler See zum Partwitzer See lernten wir eine Region kennen, die etwas abseits vom großen Geschehen liegt. In Partwitz gab es dann Kaffee und Kuchen sowie im Anschluss eine kurze Wanderung zu einem Aussichtspunkt mit guter Sicht über das im Umbruch befindliche Land.

Weiter führte die Fahrt zu einem Aussichtspunkt des Tagebaues Welzow. Von hier kann man die riesige Abraumförderbrücke F60 und die Schaufelradbagger in Aktion erleben. Aus diesem Tagebau werden jährlich 20.000.000 Tonnen Rohbraunkohle für das nahe gelegene Kraftwerk mit Brikettfabrik Schwarze Pumpe gefördert, zurück bleibt zunächst eine schier unüberschaubare Kraterlandschaft. Unter einer 60 bis 80 Meter hohen Abraumschicht liegt das Kohleflöz von 12 bis 14 Metern Stärke. Am Horizont das Rotstein-Massiv

Am Horizont das Rotstein-Massiv

Vorbei am Geierwalder See schloss sich der Kreis dieser Tour in Hoyerswerda gegen 18:00 Uhr. Die Heimreise begann und als dann, ab Weißenberg sichtbar, die bekannten Kuppen vom Löbauer Berg, dem Rotstein, den Jauernicker Bergen und der Landeskrone auftauchten, waren wir zu Hause, es war gegen 19:15 Uhr.

Für diesen gemeinsam verbrachten und an Erkenntnissen reichen Tag, möchte ich, auch im Namen aller Reisenden, unserem Ortsaussschuss der Volkssolidarität mit Karin Meinert und ihren Helfern für die gute Organisation, dem Fahrer für die sichere Fahrt und dem Reiseleiter für seine umfangreichen Informationen recht herzlich danken. Eine kombinierte Bus-Seefahrt kann auch lustig und schön sein, das bewiesen die spaßigen Unterhaltungen wie auch die kleinen Witzelein während des ganzen Tages.

Nach einem Beitrag von Heinz Schindler im Schöpsboten, Ausgabe August 2009

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