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Zwischen Hobby und Wissenschaft

Gesammelt wird alles

Wer Mineralien nicht nur wegen ihrer Schönheit sammelt, erkennt hier Buntkupferkies, Flussspat, Weißnickelkies und Schwefelkies, Turmalin, Strahlstein, Zinkblende und Quarz
Wer Mineralien nicht nur wegen ihrer Schönheit sammelt, erkennt hier Buntkupferkies, Flussspat, Weißnickelkies und Schwefelkies, Turmalin, Strahlstein, Zinkblende und Quarz

Nein, es soll nicht um die Sammlung von Alt- oder Wertstoffen gehen, sondern um Sammlungen, die der Bewahrung einzelner Sachen dienen. Obgleich man meinen sollte, die Sammelleidenschaft habe in den vergangenen Jahren nachgelassen: Dem ist nicht so.

Oftmals beginnt es damit, dass sich jemand von etwas, das für ihn keinen Gebrauchswert mehr hat, nicht trennen kann. Vielleicht ist es ein Erinnerungsstück, ein besonders gut erhaltenes Zeugnis des technischen Fortschritts oder ein handwerklich perfekt hergestelltes, ästhetisches Werkzeug wie etwa ein alter Hobel.

Im Dorfmuseum Markersdorf kennt man das, wenn angefragt wird, Dinge aus früheren bäuerlichen Haushalten in den Bestand zu übernehmen – doch Sinn eines Museums kann es nicht sein, all das zu archivieren, was nicht weggeworfen werden soll.

Schaut man sich die Sammelleidenschaft in Deutschland näher an, dann gibt es Fachgebiete wie die Philatelisten genannten Briefmarkensammler oder die Numismatiker, die Münzsammler, die in ganz Deutschland zu finden sind. Andere wiederum sind oft eher regional verortet, so gibt es in Sachsen in den ehemaligen Bergbaugebieten besonders viele Mineraliensammler. Manche Sammlung begründet sich in der Liebe zum Beruf oder zum Hobby, etwa, wenn jemand alte Fotoapparate oder Radioapparate zusammenträgt.

Wobei: Beim Sammeln ist tatsächlich zwischen einem mehr oder weniger ernsthaft betriebenen Hobby und Sammlungen, die wie etwa die Görlitzer Sammlungen von Historikern gepflegt werden, zu unterscheiden. Zumeist sind es Männer, die der Sammelleidenschaft frönen und entsprechend die Ehefrauen, die wegen des oft raumgreifenden Hobbys die Hände über dem Kopf zusammenschlagen.

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Wegen des erwähnten Platzbedarfs ist das Sammeln im Privatbereich häufig ein gewisser Luxus. Während eine Briefmarkensammlung noch überschaubar in einem Schrankfach Platz finden mag, wird die Sammlung spätestens bei technischen Geräten eine Frage der Räumlichkeiten. In Görlitz hatte Thomas Fiedler aus seiner Sammelleidenschaft für Spielzeug heraus ein eigenes Spielzeugmuseum gegründet, das auf der Rothenburger Straße 7 zu finden ist.

Einige Beispiele für eher ungewöhnliche Sammlungen

  • Lügenmuseum im Gasthof Serkowitz in Radebeul

    Das Lügenmuseum widmet sich der Kunst der Lüge. Wer ein Wochenende auf der Titanic erleben möchte ist hier ebenso richtig wie alle, die dem Nichts auf die Spur kommen möchten: ein Loch im Universum lädt ein.

  • Archiv der verlorenen Träume

    Das Archiv der verlorenen Träume im erzgebirgischen Schwarzenberg erzählt von den winzig kleinen bis hin zu den ganz großen Träumen, die die Welt verändert haben oder – als Traum – von Veränderungen zu träumen wagten.

  • NONSEUM

    Das NONSEUM befindet sich in Herrenbaumgarten im österreichischen Weinviertel. Gezeigt werden “Erfindungen, die wir auch nicht brauchen”. Wie wäre es mit eingelegten Birnen – einem Kompott aus alten Glühbirnen – oder einem mechanischen Nasenpobler?

  • Niederschlesische Frühgeschichte im HISTORUM

    Im HISTORUM-Museum gleich hinter dem Eingang zur geheimen Welt von Turisede sind Lebensweise und Erlebnisse der Bewohner der Neißeauen nördlich von Görlitz zusammengetragen – von den alten Turisedern bis in die Nachkriegszeit.

Viele private Sammler jedoch frönen ihrer Leidenschaft doch eher klammheimlich. Bierdeckel, Bierkronen und Bieröffner sind bei vielen beliebt, ein Spezialgebiet sind historische Bierflaschen. Aber auch Toilettenbilder und Kotzbeutel haben ihre Liebhaber, wie die Seite unterirdisch.de zeigt. Wie immer wieder berichtet wird soll es Zeitgenossinnen geben, die sich auf das Sammeln von fabrikneuen Schuhen verlegt haben; allerdings geht es hier weniger um das Bewahren, sondern eher darum, die Sammlung stets binnen kürzester Zeit um die neusten und schicksten Modelle zu ergänzen.

Ein Sammelgebiet, zu dem es offenbar noch keine öffentlichen Ausstellungen gibt, sind Petschaften. Die Siegelstempel wurden einst zum sicheren Verschluss von Briefen verwendet und sind sicher vielen Älteren noch aus den Zeiten bekannt, als in den Betrieben so mancher stählerne Aktenschrank mit zwei mit Plastilin – DDR-Marke “Plastilina” – gefüllten Siegelpfannen versehen war. Nach Arbeitsschluss mussten hier alle mehr oder weniger wichtigen Akten verstaut und verschlossen werden. Zusätzlich wurde der Schrank mit einer Schnur gesichert, die mit Hilfe einer Petschaft in die Siegeltöpfe gedrückt wurde und ohne deren Beschädigung sich der Schrank nicht öffnen ließ. Wer ein wenig auf eBay stöbert, findet jede Menge historische oder auch künstlerische Petschaften, die Preise liegen oft zwischen rund zehn und 250 Euro.

Weitere skurrile Sammelobjekte und Sammler stellt der MDR auf seiner “meine Heimat”-Seite vor.

Quelle: PR/Ost!

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