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Strukturwandel

Fördermittel für die Digitalisierung

In Holtendoirf werden aktuell Glasfaser-Hausanschlüsse verlegt
In Holtendoirf werden aktuell Glasfaser-Hausanschlüsse verlegt

Grün, Blau und Rot sind die Leerrohre, die momentan in Markersdorfer Ortschaften und im Schöpstal verlegt werden und die weißen Glasfaserkabel aufnehmen sollen. Für viele, die bisher als sogenannte “weißen Flecken” keinen Zugang zum Breitband-Internet hatten, rückt dieses nun dank des von Bund, Freistaat Sachsen und Landkreis Görlitz geförderten Netzausbaus via Glasfaser in greifbare Nähe.

Wer bereits einen DSL-Anschluss hat und dessen Grundstück am neuen Leitungsstrang liegt, der kann sich ebenfalls ans Glasfasernetz anschließen lassen, um damit einen VDSL-Zugang zu erhalten – in diesem Fall einen Providervertrag mit dem Ausschreibungsgewinner des Netzausbaus im Cluster 8, der von Horka bis ins Schöpstal reicht, vorausgesetzt.

Während mancher sich vor diesem Hintergrund auf das Privatvergnügen freut, Filme nun via Smart-TV in UHD-Qualität zu sehen, online zu spielen, größere Datenmengen wie etwa Videos schnell übertragen zu können oder überhaupt einen schnelleren Seitenaufbau beim Surfen im Web zu erleben, fragen sich vor allem kleinere Unternehmen: Was nutzt es?

Neue Möglichkeiten nicht verpassen

Tatsächlich eröffnet das Internet via Glasfaser neue Möglichkeiten für Unternehmen, die nicht unbedingt sofort auf der Hand liegen, aber der näheren Betrachtung bedürfen. Das Problem dabei: Kleine und Mittlere Unternehmen – kurz KMU – haben häufig gar nicht das entsprechend qualifizierte Personal und scheuen zudem die Investitionen, die eine weitere Digitalisierung erfordert. 

“Es geht doch auch so!” oder “Das nutzt doch keiner!” wird dann argumentiert und zeugt von dem, was Organisationsentwickler als “kreatives Beharrungsvermögen” bezeichnen: Was zu tun ist, fällt keinem ein, dafür aber vieles, was dagegenspricht. Das mag lustig klingen, koppelt aber Unternehmen von Entwicklungen ab. In dem Maße, wie Privathaushalte und Unternehmen von der Digitalisierung erfasst werden, steigen jedoch die Ansprüche an Anbieter.

go-digital” greift Gewerbebetrieben unter die Arme

Das hat auch das Bundesministerium für Wirtschaft und Energie (BMWi) erkannt und das Förderprogramm “go-digital” aufgelegt. Dieses richtet sich an Unternehmen der gewerblichen Wirtschaft mit weniger als 100 Mitarbeitern und einem Jahresumsatz bzw. einer Jahresbilanzsumme von höchstens 20 Millionen Euro im Vorjahr. Damit kann auch die Digitalisierung von Unternehmen im ländlichen Raum, wie sie auch in der Markersdorfer Region typisch sind, vorangebracht werden. Dass die Betriebsstätte oder Niederlassung in Deutschland liegen und die Förderfähigkeit nach der De-minimis-Verordnung gegeben sein muss, versteht sich fast von selbst. De minimis – wörtlich “von den kleinsten” – beschränkt die Fördermittel, die ein Unternehmen in einer bestimmten Zeitspanne erhalten kann.

Bei “go-digital” wird die Hälfte der Kosten, die autorisierte Beratungsunternehmen für Beratungen und Maßnahmen zu ausgewählten Themenbereichen  verursachen, in einem bestimmten Rahmen vom Staat übernommen. 

Betriebe können von drei existenziell wichtigen Modulen profitieren

1. Den Markt digital erschließen

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Wer den Kundenkontakt vor allem persönlich oder am Telefon abgewickelt, bekommt es zu spüren: Erwartet werden zunehmend digitale Informations-, Zugangs- und Bestellmöglichkeiten. So, wie es früher Misstrauen erweckte, wenn ein Unternehmen keinen Faxanschluss hatte, trifft das heute immer stärker zu, wenn der digitale Zugang fehlt.

Doch mal eben eine Webseite machen zu lassen, ist in den Sand gesetztes Geld, wenn auf begleitende Maßnahmen wie etwa die Optimierung von Inhalten – Stichwort Content – und die Suchmaschinenoptimierung verzichtet wird; hier sind ausgewiesene Experten gefragt, die nicht nur gute Ratschläge geben, sondern ganz praktische Maßnahmen ergreifen können.

2. Geschäftsprozesse digitalisieren

Es geht nicht allein darum, die interne und externe Kommunikation zu digitalisieren, denn die Digitalisierung bietet vielmehr die Gelegenheit, eingeschliffene geschäftliche Abläufe neu zu denken – ein Ansatz, bei dem externe Berater gegen die oft anzutreffende Betriebsblindheit helfen können.

In der Praxis ist es tatsächlich immer wieder schwierig, ein eingespieltes Unternehmen mit Hilfe der Digitalisierung zukunftsrobust zu machen. Der Widerstand unter den Beschäftigten und manchmal selbst in der Chefetage ist enorm und verhindert es, die Transformationsprozesse aus eigener Kraft zu stemmen – aber es gibt keinen anderen Weg in eine erfolgreiche Zukunft, weshalb es meist ohne externe Unterstützung nicht geht. In kleineren Unternehmen bietet zudem häufig die Datenverwaltung, gegebenenfalls mit mobilem Zugriff, große Potentiale.

3. IT-Sicherheit erhöhen

Nicht zuletzt stellte die Digitalisierung höhere Anforderungen an den Schutz der Daten und der datenverarbeitenden Systeme. In kleineren Unternehmen herrscht oft der Glaube, das Risiko von Cyberangriffen sei gering, entsprechend wird die IT-Sicherheit klein geschrieben. Doch immer wieder öffnen unzureichender Passwortschutz, fehlende Datenverschlüsselung und veraltete Software insgesamt die Einfallstore für Angreifer. Auch hier setzt “go-digital” an.

Unterm Strich: Übersicht nötig

Wie bei allen Förderprogrammen sollten sich Unternehmer erst einmal orientieren, welcher Nutzen mit dem Förderprogramm “go-digital” für die eigenen Verhältnisse wirklich erzeugt werden kann. Allerdings ist es durchaus sinnvoll, schon dazu einen Experten, der sich mit dem Programm auskennt, zu Rate zu ziehen. Hilfreich für die Orientierung ist zudem diese aus Sicht des Praktikers zusammengestellte Übersicht zum go-digital Förderprogramm.

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