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Anders geht es nicht

Dienstleister und Handwerker müssen die Digitalisierung nutzen

Die Brewes GmbH in Markersdorf gehört zu jenen Unternehmen, die frühzeitig auf das Internet gesetzt haben
Die Brewes GmbH in Markersdorf gehört zu jenen Unternehmen, die frühzeitig auf das Internet gesetzt haben

Der Landkreis Görlitz verändert sich in vielerlei Hinsicht: Ob es nun der demografische Wandel ist, der – trotz engagierten Gegensteuerns – zu einer Überalterung der Bevölkerung und zur Ausdünnung von Ortschaften führt, ob es nun der Wandel in der Wirtschaft, die Arbeitsplätze bietet, ist oder die Auswirkungen des Klimawandels sind, die vollumfänglich noch gar nicht abzusehen sind.

Bei den Bewohnern des Landkreises kommt dieser Wandel sehr direkt an, etwa wenn die Kinder für Ausbildung, Studium oder Arbeit fortziehen und ihre Familien in weiter Ferne gründen oder wenn der Hausbrunnen wegen des fallenden Grundwasserpegels versiegt.

All das sind Entwicklungen, die durch Verwaltung und Politik nicht direkt beeinflussbar sind und dennoch gibt es ein Amt, dessen Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter den schwierigen Job zwischen den aus der Vergangenheit resultierenden Entwicklungen und der Gestaltung von Zukunft für den östlichsten Landkreis Deutschlands zu ihrer Aufgabe gemacht haben: Das Amt für Kreisentwicklung des Landkreises Görlitz. Schwierig ist der Job deshalb, weil die Interessen des Bewohner des Landkreises Görlitz und die mittel- und langfristigen Aspekte der Kreisentwicklung nicht immer unter einen Hut zu bringen sind. Eine der großen Fragen ist beispielsweise, wie lange man es sich noch leisten kann, stark geschrumpfte Ortschaften an öffentliche Ver- und Entsorgungsnetze anzuschließen.

Konsequenzen für die Wirtschaft

Auch in der Wirtschaft tun sich neue Fragestellungen auf. Kleinstunternehmen, die oft ein sehr eingeschränktes Einzugsgebiet für ihre Kunden haben, trifft der demografische Wandel ebenso wie die stetige Zunahme der Konzentration in der Wirtschaft: Wo sich früher noch viele kleine Dienstleister tummelten, haben heute wenige große Anbieter das Geschäft an sich gerissen. Für die Wirtschaftsstruktur eines Landkreises wie Görlitz ist jedoch sowohl ein Branchenmix wie auch der Mix unterschiedlicher Betriebsgrößen enorm wichtig – oder soll alles schulterzuckend großen Ketten und Filialisten überlassen werden?

Für kleinere Unternehmen im ländlichen Raum bleibt nur die Flucht nach vorn: Sie müssen ihren Einzugsbereich erweitern, indem sie ihr Geschäft digitalisieren. Noch ist es auch in den Markersdorfer Ortschaften durchaus üblich, dass man einen Anbieter im Ort oder im Nachbarort bevorzugt. Obgleich es wünschenswert ist, dass solche regionalen Wirtschaftskreisläufe, wie man das nennt, erhalten bleiben – spätestens dann, wenn ein überregionaler Anbieter daherkommt und die Leistung deutlich günstiger anbieten kann, weil er über viel mehr Kunden verfügt, werden die Kunden vor Ort überlegen, wo sie wie viel Geld ausgeben.

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Nicht ohne Grund konnten sich große Handelsplattformen wie amazon oder ebay etablieren, nicht ohne Grund konkurrieren internet-orientierte Unternehmen wie beispielsweise der Spezialist für krummes Bio-Gemüse etepetete als “Gemüseretter” mit lokalen Bio-Anbietern wie dem Lindenhof in Pfaffendorf. Die digitale Wirtschaft und der internetbasierte Vertrieb eilen von Erfolg zu Erfolg, sie bringen Produkte und Dienstleistungen in Branchen an den Mann (und die Frau), wo man das noch vor wenigen Jahren nie erwartet hätte: Lebensmittel, Schuhe, Möbel, Trikotagen, Schmuck, Autos und aufgewertete (refurbished) Gebrauchtwaren werden ebenso über das Netz verkauft wie Dienstleistungen, von der Übersetzung bis zur Gehaltsabrechnung – wobei Übersetzung sogar ein Beispiel dafür ist, wie die Künstliche Intelligenz ganze Berufsbilder bedroht: Für viele Fälle liefern Anwendungen wie Google Translator oder die ebenfalls kostenlose Übersetzungssoftware deepL praktikable Ergebnisse.

Was bedeutet das für Unternehmen abseits der Ballungszentren?

Unternehmen im ländlichen Raum müssen schauen, welche Chancen die Digitalisierung für sie bietet. Sie sollten sich nicht von der aktuell womöglich guten Auftragslage täuschen lassen, im Gegenteil: In guten Zeiten ist angesagt, für schlechte vorzusorgen und sein Geschäftsmodell darauf einzurichten. Übrigens ist das der Hintergrund dafür, dass Großunternehmen oft in Zeiten hervorragender Gewinne umstrukturieren und – sehr zum Ärger der Gewerkschaften – Mitarbeiter entlassen. Doch nur in guten Zeiten kann man sich solche zukunftssichernden Maßnahmen leisten, in schlechten Zeiten könnten sie – wenn das Unternehmen den stetigen Wandel verpasst hat – in den Untergang führen.

Typische Überlegungen und Ansatzpunkte für Unternehmen im ländlichen Raum

Welche meiner Geschäftsprozesse können digital abgewickelt werden? Einfache Möglichkeiten sind oft die Werbung, die Auftragsannahme, die Rechnungserstellung samst Versand und der Datenaustausch mit Dienstleistern wie Schreibbüros oder beispielsweise Lohnrechnern. In der digitalen Welt hat sich auch die Werbung verändert: Es geht weniger darum, seine Waren und Leistungen anzupreisen, als vielmehr darum, für seine Kunden nützlich, ja möglichst unverzichtbar zu sein. Wenn der Kunde so begeistert ist, dass er auf keinen Fall zu einem anderen Anbieter wechseln möchte – was will man mehr?

Ein guter Ansprechpartner zu unternehmerischen Überlegungen ist der Unternehmerverband Markersdorf e.V., dessen Mitglieder sich schon vor einiger Zeit intensiver mit der Arbeitswelt 4.0 auseinandergesetzt haben. Wer als Unternehmer einen guten Draht vor Ort haben und am Ball bleiben möchte, wendet sich an den Vorsitzenden Rolf Domke.

Rolf Domke

Vorstand Unternehmerverband Markersdorf e.V.

phone 035829 64760

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