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Woher nehmen?

Fachkräfte gesucht!

In Markersdorf finden sich viele Branchen, so auch der Stahlbau und der Maschinenbau
In Markersdorf finden sich viele Branchen, so auch der Stahlbau und der Maschinenbau

Symbolfoto: Jonathan, Pixabay License (Bild beschnitten)

Nicht allein in der Region um Markersdorf, sondern im gesamten Landkreis Görlitz suchen etliche Betriebe unter dem Stichwort “Fachkräfte” händeringend Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter. Obgleich Einrichtungen und Initiativen den Unternehmen zur Seite stehen, scheint der Bedarf eher zuzunehmen.

Dieser steigende Bedarf an qualifizierten Leuten auch in der Oberlausitz – also solchen, die mindestens einen Berufabschluss haben – hat mehrere Ursachen. Dazu gehört etwa die sich unterm Strich gut entwickelnde Wirtschaft in Sachsen mit ihrem Arbeitskräftebedarf, die zugleich den Sog der Ballungszentren verstärkt. Andererseits wechseln junge Leute mit Berufsabschluss in andere Branchen oder kommen nach einem Studium nicht mehr zurück, während immer mehr Beschäftigte aus der Generation der Baby-Boomer in den Ruhestand gehen.

Landkreis Görlitz zeigt Initiative

Dass es attraktiv ist, in einer der sieben Markersdorfer Ortschaften zu leben, hat sich nicht nur im näheren Umland herumgesprochen: Leistungsfähige Unternehmen aus Industrie, Handwerk, Dienstleistung und Handel vor Ort, Kindereinrichtungen und Schulen sowie der Berzdorfer See als Naherholungsgebiet sind Beispiele für viele gute Argumente.

Tatsächlich wird im gesamten Landkreis Görlitz viel getan, um Fachleute für die Unternehmen in der Region zu gewinnen, indem man etwa gezielt jene anspricht, die einst die Region verlassen haben, weil sie sich ihre beruflichen Perspektiven woanders suchen mussten, oder indem auf Zuzug und Migration gesetzt wird.

So wurde im Landkreis Görlitz bereits im Jahr 2014 eine Servicestelle für ausländische Fachkräfte ins Leben gerufen, die in Kooperation mit der zuständigen Arbeitsagentur Bautzen und weiteren Partnern vor allem Polen und Tschechen für die Arbeit in der Oberlausitz gewinnen möchte. Mit einer eigenen “Jugend Berufsagentur” wollen der Landkreis Görlitz, die Arbeitsagentur und das Jobcenter des Landkreises Görlitz Jugendliche und junge Erwachsene in Ausbildung und Beschäftigung bringen. Vor allem jenen mit besonderem Förderbedarf soll der Sprung in die Welt der Fachkräfte erleichtert werden.

Anliegen der “Fachkräfteallianz Görlitz” ist es, Aktivitäten zur Sicherung des Fachkräftebedarfs  im Landkreis voranbringen. Hier können Fördermittelanträge für insgesamt vier Handlungsfelder im Bereich der Fachkräfteausbildung, der Fachkräftebindung und des erleichterten Zugangs gestellt werden, die bei Zuschlag aus einem vom Sächsischen Staatsministerium für Wirtschaft, Arbeit und Verkehr (SMWA) bereitgestellten Regionalbudget mit bis zu 90 Prozent der Kosten bezuschusst werden. Weitere Informationen zur Fachkräfteallianz sind online zu finden.

Natürlich sekundiert auch das SMWA dem Landkreis Görlitz bei der Suche nach Fachleuten, etwa mit einer Webseite, die unter dem Slogan “Gute Arbeit für Sachsen” informiert und zu Initiativen und Ansprechpartnern verlinkt. Wer wissen will, wohin die Reise im sächsischen Arbeitsmarkt geht, findet in der Fachkräftestrategie 2030 für den Freistaat Sachsen Analysen, Handlungsfelder, Prognosen und Zielvorstellungen. Noch bis zum 28. Februar 2022 können Unternehmen aus dem Landkreis Görlitz an einer Befragung unter anderem zum Fachkräftebedarf teilnehmen.

Neben formaler Qualifikation Grundkompetenzen gefragt

Die andere Seite: Hört man in den Unternehmen oder im Markersdorfer Unternehmerverband genauer hin, dann geht es oftmals weniger um den Bedarf an formalen Qualifikationen, sondern um weitere grundlegende Fähigkeiten: Geistige Flexibilität, Aufgaben und notwendige Vorgehensweisen selbst erkennen, zielorientiertes Arbeiten, Prioritäten setzen, kundentaugliche Umgangsformen, Interesse am lebenslangen Lernen – das sind nur einige der Anforderungen, die eher zum Bereich der soft skills, der “weichen Fähigkeiten”, zählen.

Natürlich gehört auch der Spaß an der Arbeit dazu, der jedoch aus einigen Unternehmen nicht nur entlang der Lausitzer Neiße – so jedenfalls gelegentlich der Eindruck – ausgezogen scheint. Zugleich wird aber von den Beschäftigten hohe Motivation erwartet – auf welcher Grundlage eigentlich?

Geheiratet wird in Schweißer-Schutzausrüstung

Wie es gehen kann, zeigt eine Webseite, auf der man online Schweißbrenner kaufen kann. Neben einem Menü zur Auswahl weiterer Sortimente findet man hier im Fußbereich den Links zu einer Seite “Über uns”, die mit ganz wenigen Worten viel über die Unternehmenskultur in diesem rein technisch ausgerichteten Unternehmen erzählt: “Schon als Kind konnten wir mit dem Schweißbrenner umgehen, selbst unsere Haustiere können schweißen und wenn wir heiraten, dann selbstverständlich in Schweißer-Schutzausrüstung.”

Und noch weiter unten dann die Vorstellung des Teams, jeder mit einem Motto. “Wenn Plan A nicht klappt: Das Alphabet hat noch 25 andere Buchstaben” – diesen Leitspruch von Marianne Kawelke kann man sich merken. Die der anderen Schweissprofis, die als ein besonders sympathisches Team rüberkommen, übrigens auch.

Ein Beitrag von Thomas Beier, Redaktion markersdorf.de

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