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Wo, wo nicht?

Parken im Dorf

Wird der Winter so mild wie der Spätherbst, bleibt das Freiräumen des geparkten Autos wohl erspart
Wird der Winter so mild wie der Spätherbst, bleibt das Freiräumen des geparkten Autos wohl erspart

Foto: Julita, Pixabay License

Während in Städten wie Görlitz das Abstellen von Kraftfahrzeugen streng reglementiert ist und überwacht wird, gelten die gleichen rechtlichen Grundlagen zwar ebenso in den Dörfern, nur steht hier vor allem der Aspekt der gegenseitigen Rücksichtnahme im Vordergrund.

Dorf ist besonders, auch beim Parken

Natürlich hat das Parken im Dorf seine Besonderheiten, was an den meist schmalen Straßen, dem landwirtschaftlichen Verkehr und teils fehlenden Gehwegen liegt. Da scheint es naheliegend, möglichst weit rechts zu parken und dabei nicht nur den Seitenstreifen, sondern auch das angrenzende Grünland oder einen Gehweg zu nutzen. Doch Vorsicht, hier droht ein Verstoß gegen das Gebot der Straßenbenutzung durch Fahrzeuge! 

Parken im Gras jenseits des Straßenrandes?

Unter Umständen wird in einer Kommune das Parken auf Grünflächen oder Grünstreifen toleriert, insbesondere ezwa, wenn in einer Ortschaft gerade ein Fest stattfindet und die zulässigen Parkflächen beim besten Willen nicht ausreichen – vorausgesetzt, niemand wird dadurch behindert oder gefährdet. Ein Anspruch auf das “Grünparken” besteht aber nicht. Ärgerlich für alle, die die Grünflächen mähen, ist es, wenn Fahrzeuge im weichen Boden tiefe Spuren hinterlassen – wer Rücksicht nimmt, parkt besser nicht auf Grasflächen.

Dass das Parken auf öffentlichen Grünflächen kein Kavaliersdelikt ist, zeigen die regionalen Regelungen dazu; die Straßenverkehrsordnung greift übrigens nicht, denn die gilt auf öffentlichen Verkehrsflächen. So kostet das Grünflächenparken im Extremfall etwa in Berlin bis zu 5.000 Euro, in München gar bis zu 25.000 Euro  – da kann man wahrlich froh sein, in einer der Markersdorfer Ortschaften zu Hause zu sein!

Den Gehweg zum Parken mitnutzen?

Ohne hier alle möglichen Varianten des Falschparkens aufzählen zu können, spielt eine auch in den Markersdorfer Ortschaften eine Rolle: Das Parken auf dem Gehweg. Hier kommt doch eh kaum jemand lang, mag mancher Kraftfahrer dabei denken. Dennoch gilt: Wo nicht ausdrücklich – etwa durch Beschilderung oder Markierungen auf dem Boden – erlaubt, ist das Parken auf Gehwegen tabu.

Abgesehen von der Rechtslage ist das vor allem eine Frage der Vernunft: Kinder im Alter bis zu acht Jahren müssen mit dem Fahrrad den Gehweg nutzen, bis zum zehnten Lebensjahr dürfen sie, es gibt Rollstuhl- und Rollatorfahrer – sie alle haben mit einem zugeparkten Gehweg ein besonderes Problem.

Ladestationen für E-Autos im öffentlichen Raum verknappen das Parkplatzangebot weiter

Foto: andreas160578, Pixabay License

Was vielen nicht außerdem klar ist:

  • Über Kanaldeckeln und Absperrschiebern darf nicht geparkt werden.
  • Beim Parken am Straßenrand muss eine restliche Fahrbahnbreite von drei Metern und fünf Zentimetern verbleiben. der Wert ergibt sich aus der höchstzulässigen Fahrzeugbreite von 2,55 Metern plus einem halben Meter seitlicher Sicherheitsabstand.

Wie ist das in einer Tempo-30-Zone?

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Insgesamt jedoch ist das Parken in den Markersdorfer Ortschaften für die Einheimischen kein Problem. Anders ist es bei Besuchern und Gästen, die oft verunsichert sind, weil sie etwa meinen, das Parken in Tempo-30-Zonen sei nur auf ausgewiesenen Flächen erlaubt. Das stimmt aber nicht, in Tempo-30-Zonen gelten die gleichen Regelungen zum Parken wie überall.

Nur in verkehrsberuhigten Bereichen und auf Spielstraßen darf nur in ausgewiesenen Bereichen geparkt werden. Verkehrsberuhigte Bereiche (blaues Verkehrszeichen) und Spielstraßen (Verkehrsverbot für Fahrzeuge aller Art mit Zusatzschild) werden gern verwechselt. Der ADAC hat auf seiner Webseite die Unterschiede zwischen Spielstraße und verkehrsberuhigtem Bereich erläutert.

Die Zukunft des Parkens

Bei allen Diskussionen über einen gut ausgebauten öffentlichen Nahverkehr und preisgestützte Tickets dafür: Wer zum Einkauf vom Dorf in die Stadt fährt, kommt um die Fahrt mit dem Auto meist nicht herum. Das ist keine Frage der Bequemlichkeit, sondern der Einkauf will transportiert sein – und da ist mit Bus, Bahn oder Fahrrad die Machbarkeitsgrenze schnell erreicht.

Auf Anhieb einen Parkplatz in einer Stadt zu finden, das klappt immer seltener

Foto: GLady, Pixabay License

Mit dem Auto in einer Stadt angekommen, sie braucht nicht einmal sonderlich groß zu sein, zeigt sich oft sogleich die Parkplatznot mit aller Härte. Für die Städte ist das ein Dilemma, wollen sie doch motorisierten Individualverkehr grundsätzlich insbesondere aus den Innenstädten heraushalten, andererseits Händlern und Dienstleistern das Leben nicht zusätzlich schwermachen, indem Kunden zu Anbietern am Stadtrand vergrault werden.

Neben Parkhäusern und citynahen Parkplätzen – wie etwa dem an der Christoph-Lüders-Straße in Görlitz (ehem. Waggonbau Werk 1) – wäre der nächste Schritt, vernetzte Parksysteme für Parklösungen zu schaffen. Solche Parksysteme werden heute für die Parkflächenangebote einzelner Anbieter eingesetzt, könnten aber vernetzt werden. 

Mal praktisch gesehen

Praktisch hieße das: Wer etwa auf der Görlitzer Hospitalstraße etwas abzuholen hat, kann auf gut Glück nach einer Parklücke suchen – oder per App einen freien Stellplatz in der Nähe vormerken lassen. Technisch machbar ist alles: So kann die voraussichtliche Zeit des Eintreffens berechnet werden, um freie Flächen nicht unnötig zu blockieren.

Wer meint, das sei noch Zukunftsmusik, könnte überrascht werden, sobald ein Startup diesen Markt für sich entdeckt: Zukunft beginnt nämlich immer jetzt, genau in diesem Moment.

Ein Beitrag der Redaktion markersdorf.de

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