Leider unterstützt Markersdorf.de die veraltete Version des Internet Explorers nicht mehr und es kommt zu ungewollten Darstellungsproblemen.

Bitte besuchen Sie uns daher mit dem aktuellem Edge Browser von Microsoft oder greifen Sie auf kostenlose Alternativen, wie bspw. Google Chrome oder Firefox zurück.

Vielen Dank für Ihr Verständniss.
Für die Wirtschaft

Hohe Energiepreise: Und nun?

Münster in Westfalen, eine pulsierende Stadt – Vorbild für den Strukturwandel im Landkreis Görlitz?
Münster in Westfalen, eine pulsierende Stadt – Vorbild für den Strukturwandel im Landkreis Görlitz?

Die  Energiepreise für elektrischen Strom und Gas explodieren. Während Privatkunden nur wenig unternehmen können – es sei denn, sie finden überhaupt noch einen günstigeren Anbieter, zu dem sie wechseln können – haben Unternehmen ganz andere Möglichkeiten, Energieträger einzukaufen und ein Energiemanagement zu installieren.

Im Vergleich steht die Region Görlitz gut da – zumindest strukturell

Darauf gestoßen ist eine Markersdorfer Unternehmensberatung, die den Strukturwandel im Landkreis Görlitz verfolgt. Sie hat die heimische Region mit dem Münsterland verglichen. Das ist durchaus naheliegend: Während der Landkreis Görlitz immer wieder als strukturschwach bezeichnet wird, trifft das – oberflächlich betrachtet und vor allem in Bezug auf das sogenannte produzierende Gewerbe – auf die Stadt Münster und das Umland ebenso zu. 

Produktionsbetriebe in Münster? Das fällt einem zuerst der Farbenhersteller Brillux ein –  und dann erst einmal nichts. Zieht man zum Vergleich Görlitz heran, dann gibt es hier freilich mehrere Industriebetriebe, etwa Alstom, Siemens und SKAN und selbst im Umland – denkt man in Markersdorf etwa an den Schöpstal  Maschinenbau, den Schubert Metallbau, den GUNNEBO Tresorbau  oder Birkenstock oder in Kodersdorf an Borbet oder das Sägewerk der HS Timber Group – ist Industrie nicht nur spärlich vertreten

Strukturschwach – und dennoch hohe Kaufkraft?

Die Kaufkraft liegt in Münster dennoch deutlich höher: Wie kommt das? Münster ist eine ausgeprägte Verwaltungs- und Beamtenstadt, gekennzeichnet durch zahlreiche Firmensitze, Gerichte und nicht zuletzt die Westfälische Wilhelms-Universität sowie eine ganze Reihe weiterer Hochschulen – die vielbeschworene industrielle Wertschöpfung ist hier Fehlanzeige.

In Münster ein Foto ohne Radfahrer im Bild zu machen, das ist nahezu unmöglich

Interessant im Vergleich zum Landkreis Görlitz ist jedoch die Vielfalt kleiner und mittlerer Unternehmen, die “lediglich” von ihrem Knowhow und dem Internet existieren.

Was damit gemeint ist, dafür steht stellvertretend die B + V Energie Consulting GmbH & Co. KG aus Münster, womit wir zurück beim Ausgangsgedanken sind. Das Unternehmen ist deutschlandweit in der Energiebeschaffung und im Energiekostenmanagement unterwegs, steht also  Unternehmen jeder Größe unmittelbar beim kostenoptimierten Energieeinkauf und -einsatz zur Seite.

Getrieben von Knowhow: Energiekosten minimieren

Tatsächlich sind die Gesetze und Bestimmungen rund um den Themenbereich Energie und Energieeffizienz für einzelne Unternehmen kaum noch über-, geschweige denn durchschaubar. Für Unternehmer interessant sind vor allem die praktischen Aspekte wie das Energiemanagement oder etwa die Eigenstromerzeugung, die übrigens auch für viele Privathaushalte längst interessant geworden ist.

Aufschlussreich vor allen Dingen sind die von E + V Energie Consulting veröffentlichten Grafiken zur Preisentwicklung von Strom und Gas. Die Erläuterungen zu den einzelnen Möglichkeiten für den Energieeinkauf beim direkten Einkauf an der Börse zeigen Wege zur passgenauen Optimierung.

Passend für den Landkreis Görlitz

Die Investition von Knowhow mit hohem Nutzenspotential für Kunden ist für den Landkreis Görlitz ein Vorbild im Strukturwandel. Bislang läuft es allerdings anders. Erst gestern, am 13. Januar 2022, monierte die Linksfraktion im Sächsischen Landtag durch ihren Sprecher für Klimaschutz Marco Böhme: “Uns liegen Informationen der Sächsischen Agentur für Strukturentwicklung vor, wonach laut dem Sächsischen Staatsministerium für Regionalentwicklung die verfügbaren Haushaltsmittel für die erste Förderperiode von 2020 bis 2026 nach RL InvKG vollständig belegt sind.” Anders gesagt: Bis 2026 können keine weiteren Projektanträge in den Regionalen Begleitausschüssen für das Mitteldeutsche und das Lausitzer Revier gestellt werden.

Um den Strukturwandel möglichst sozialverträglich zu stemmen, indem neue Arbeitsplätze entstehen und Kaufkraft erhalten bleibt, ist mehr denn je die Initiative von Unternehmern gefragt. Die Großgemeinde Markersdorf hat dafür hervorragende Ausgangsbedingungen und auch im Unternehmerverband Markersdorf e.V. wird die Gestaltung des Strukturwandels mit Sicherheit zum Thema werden, sobald die Coronasituation wieder entsprechende Veranstaltungen zulässt.

Ein Beitrag von Thomas Beier für die Redaktion markersdorf.de

Verknüpfungen Hohe Energiepreise: Und nun?

Wirtschaftmehr aus diesem Themenbereich