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Konstant ist nur der Wandel

Heimat in den Ortschaften am Fuße der Landeskrone

So begrüßt Jauernick-Buschbach seine Besucher und Gäste
So begrüßt Jauernick-Buschbach seine Besucher und Gäste

Foto: Joachim Lehmann

In den zurückliegenden reichlich drei Jahrzehnten hat der ländliche Raum, so auch Markersdorf, viele Veränderungen erfahren, manchmal nach und nach, kaum merklich, und manchmal sehr abrupt.

Wer sich noch an die frühen 1990er Jahre erinnern kann, der wird bestätigen: In den heutigen Markersdorfer Ortschaften sah’s damals anders aus und ein Stück weit waren auch die Menschen anders, was keine Bewertung ist, sondern eher der Tatsache geschuldet, dass seitdem eine neue Generation unter demokratischen und freiheitlichen Bedingungen und damit in einer Welt voller Möglichkeiten herangewachsen ist.

Zum Glück sind jedoch die dörflichen Traditionen bewahrt geblieben und jene, die nicht gleich zu Ausbildung oder Studium oder später wegen eines Arbeitsplatzes fortgezogen sind, wollen hier gar nicht mehr weg – es ist ja auch nicht mehr nötig. Und im Gegenteil: Viele der Weggegangenen sehnen sich zurück in die Heimat am Fuße der Landeskrone und machen diesen Schritt auch wahr.

Ortschaften aufgewertet

Aber was hat sich denn wirklich verändert? Am auffälligsten wohl der Eindruck, den die sieben Markersdorfer Ortschaften vermitteln: Viele Häuser und ganze Wohngebiete wurden neu erbaut, viele ältere Häuser sind saniert oder, wo es nicht mehr anders ging, verschwunden. Straßen wurden gebaut und Kirchen instandgesetzt oder – wie die Bauernkirche St. Ursula in Friedersdorf – von Grund auf saniert. 

Blick von Mitte Mai 2022 auf Friedersdorf mit seiner Bauernkirche

Foto: Joachim Lehmann

In den Gewerbegebieten haben sich Unternehmen unterschiedlichster Branchen und Größenordnungen angesiedelt, weitere – vor allem Traditionsunternehmen wie das Baugeschäft Peter Voigt GmbH in Holtendorf oder die aus Jauernick-Buschbach stammende Köhler & Sohn GmbH in Friedersdorf –  bestehen in den Ortschaften weiter.

Gute Aussichten für weitere Entwicklung

Dass sich Markersdorf dank der Unternehmen und des hiesigen Unternehmerverbandes sowie der Gemeindeverwaltung und des Gemeinderates – vor allem wegen des guten Zusammenwirkens aller miteinander – zu einem bedeutenden und wirtschaftlich weiter wachsenden Zentrum im Herzen des Landkreises Görlitz entwickelt hat, in dem die Aussichten auch künftig wirklich sehr gut sind, darüber konnte erst vor wenigen Tagen berichtet werden.

Wie andere Kommunen auch verfügt Markersdorf – was 1989 überhaupt nicht selbstverständlich war – längst über eine zentrale Trinkwasserver- und Abwasserentsorgung und noch vieles weitere ließe sich aufzählen, um dann beim aktuellen geförderten Ausbau der Internet-Breitbandversorgung und dem möglichen Neubau eines Discounters anzukommen.

Ein neues Lebensgefühl ist eingezogen

Was sich für die allermeisten ebenfalls geändert hat, doch nicht auf den ersten Blick zu sehen ist, das ist das Lebensgefühl – man genießt nicht nur im Privaten, sondern sucht Gemeinsamkeit und die Vereine wie auch die Ortschaften schaffen nach den beiden Corona-Jahren wieder reichlich Anlässe dafür, etwa mit dem beliebten Jauernicker Heiratsmarkt. Na, wird mancher sagen, gefeiert wurde auch vor 1990 – stimmt! Und dennoch läuft es anders: Die Menschen wirken aufgeschlossener, haben, ja, man könnte augenzwinkernd sagen, städtische Manieren angenommen, und kleiden sich viel bewusster – hoffentlich kann auf einem Markersdorfer Neujahrsempfang 2023 die Probe aufs Exempel gemacht werden.

Äußerlichkeiten sind wichtiger geworden

Doch nicht nur in der Freizeit, zu festlichen Anlässen und am Arbeitsplatz wird stärker auf seine Kleidung und damit den Eindruck, den man hinterlässt, geachtet. So nach und nach stirbt damit ein Stück weit aus, was man in manchen Unternehmen noch heute den “blauen Bereich” nennt. Das ist eine Anspielung auf die typischen blauen Arbeitsjacken und -hosen, wie sie auch in der DDR verbreitet waren und besonders in der Metallbranche immer ein wenig an eine Art chinesischer Uniformierung der Kolleginnen und Kollegen erinnerten. Andererseits identifizierten sich damals viele mit ihrer Arbeit so stark, dass sie diese Arbeitskleidung auch bei Arbeiten in ihrer Freizeit getragen haben.

Ganz anders etwa heutzutage, wenn man Beschäftigte sieht oder Handwerker ankommen: Die Arbeitsklamotten sind praktisch und fetzig zugleich und mancher Bürohengst wird richtig neidisch und kauft sich so etwas wenigstens fürs Heimwerken – “Mach mir den Schrauber” titelte Nils Klawitter im Spiegel-Heft 10/2018 seinen Beitrag über Arbeitsmode entsprechend ironisch.  Man könnte regelrecht von einer Psychologie der Arbeitshose sprechen, signalisiert sie doch den Leistungswillen und die Dynamik ihres Trägers oder ihrer Trägerin. Natürlich haben die Hersteller diesen Markt erkannt und bieten eine ungeahnte Auswahl an Arbeitshosen für alle Branchen, dazu Jacken, Westen, Mäntel und so weiter und so fort. Ganz sicher macht die Arbeit gut gekleidet ebenso mehr Spaß wie mit richtig gutem Werkzeug.

Die Unterschiede sind verwunden

Heute sind Unterschiede in der Alltagskleidung zwischen Stadt und Land verschwunden, man achtet auf sich und mancher sicherlich auch darauf, welche Lebenseinstellung er oder sie mit Kleidung zum Ausdruck bringt. Argumente aus den Generationen, die mit dem Mangel leben mussten, wie “Das geht doch noch!” oder “Darauf kommt es doch nicht an!” sind ausgestorben und der schon immer bestehende Mangel an Boutiquen im Dorf kann durch die persönliche Mobilität und den Online Handel recht gut kompensiert werden.

Ein Beitrag der Redaktion markersdorf.de

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