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Versorgung

Fachgeschäfte im Dorf?

Mit nur wenigen Kunden, die zudem nur kleine Einkäufe tätigen, können kleine Einzelhändler nicht überleben. Wer den Service vor Ort will, muss die Anbieter auch nutzen
Mit nur wenigen Kunden, die zudem nur kleine Einkäufe tätigen, können kleine Einzelhändler nicht überleben. Wer den Service vor Ort will, muss die Anbieter auch nutzen

Foto: succo, Pixabay License

Für manchen erschien es 1990 wie eine Katastrophe, als in heutigen Markersdorfer Ortschaften wie etwa in Holtendorf die Konsum-Läden als Grundstruktur der Lebensmittelversorgung schlossen und viele fragten: Wie und vor allen Dingen wo soll ich denn jetzt einkaufen?

Dabei muss man sehen, die Motorisierung war damals bei weitem noch nicht so weit fortgeschritten wie heute und die Generation der Hochbetagten, die heutzutage oft Heimen untergebracht ist, lebte damals noch zu Hause.

Ein Discounter für Markersdorf

Doch schnell hat sich alles eingespielt und verhungert ist niemand. Dass Einkaufsmöglichkeiten vor Ort dennoch bequem sind, wissen die Markersdorfer in jenen Ortschaften, wo noch ein kleiner Laden besteht – etwa in Friedersdorf oder die Bäcker- und Fleischer-Filialen in Markersdorf – zu schätzen. Zu Discountern allerdings muss man ins Umland fahren.

Doch nun ist ein Netto-Markt direkt in Markersdorf im Gespräch und obwohl sich die Gemeindeverwaltung und der Bürgermeister – erfahren und erfolgreich in der Wirtschaftsansiedlung – erfolgreich die Strippen dafür gezogen haben, sich aber noch bedeckt halten, pfeifen die Spatzen von den Dächern, dass es wohl gut aussieht für den großen Markt an der Bundesstraße. Das Interesse der Einwohner jedenfalls ist groß.

Und Fachgeschäfte?

Anders ist die Situation bei Fachgeschäften, gerade was etwa Bekleidung und Schuhe betrifft. In ländlichen Regionen gibt es, um bei diesem Beispiel zu bleiben, kaum Schuhgeschäfte, selbst Kleinstädte tun sich mittlerweile schwer. Ausnahme bilden das nahe Reichenbach/O.L., wo immerhin ein Schuh-Fachgeschäft zu finden ist, ebenso wie als weiteres Beispiel in Bernstadt a.d. Eigen.

Wer jedoch noch mehr Auswahl sucht, muss sich auf den Weg in größere Städte wie Görlitz machen. Dann aber vor Ort die Geschäfte abzuklappern, die in der Innenstadt und am Stadtrand verstreut sind, wird – je nachdem, wie schuh-affin die Beteiligten sind – schnell zur den Tag ausfüllenden Exkursion.

Umsatzpotential und Online Konkurrenz

Das eigentliche Problem besteht darin, dass die kleineren Geschäfte in den Kleinstädten und erst recht in den Dörfern meist zu wenig Umsatzpotential haben und zudem immer mehr durch das Online-Shopping bedroht werden. Der geförderte Breitbandausbau in Markersdorf, so ist anzunehmen, wird den Online Trend weiter vorantreiben. Wer hätte das je bei einer typischen Anprobierware wie Schuhen gedacht: Viele Menschen ziehen es inzwischen vor, ihre Schuhe im Internet zu kaufen, wo sie eine größere Auswahl an unterschiedlichen Ausführungen und Marken haben und zudem günstige Preise erwarten. 

Modetrends 2022

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Aktuell sind viele Damen auf der Jagd nach dem Trendschuh für den Sommer 2022, den Mules. Diese Schuhe zeichnen sich durch ihre offene Fersenpartie aus und kommen in zig Varianten von der Pantolette bis zum Stöckelschuh daher. Der Anspruch der Kunden an eine möglichst große Auswahl setzt die kleineren stationären Geschäfte noch stärker unter Druck, was generell für Bekleidung, aber auch für andere Sortimente gilt.

Manchmal könnte man meinen, die Bekleidungs- und Schuhanbieter orientieren sich vor allem an jungen hippen Zielgruppen in den Städten. Zwar kann man lange darüber diskutieren, ob im ländlichen Raum andere Ansprüche an die Mode bestehen, aber schick und bequem, das steht wohl für alle im Vordergrund. Wenn etwa Loafer Damen gefallen, dann hat das seinen Grund: Der ursprüngliche Herrenschuh hat die Damenwelt als weitgehend zeitloser Klassiker, mit Absatz, als Slipper oder mit Plateau erobert.

Brauchen Frauen mehr Schuhe als Männer? Selbstverständlich!

Regelrecht paradox erscheint es, wenn man im übertragenen Sinne weit laufen muss, um die wirklich individuell passenden Schuhe zu finden. Ob eigentlich die alten Klischees noch stimmen, wonach die Herren beim Schuhkauf eher auf bequeme Schuhe Wert legen, aber ansonsten ziemlich anspruchslos sind, die Damen aber ständig beklagen, überhaupt keine Schuhe zu haben, obgleich der Schrank überquillt?

Fakt ist: Längst ist der gute Geschmack der Damenwelt, wonach Kleidung und Schuhe möglichst perfekt zusammenpassen müssen, auf die Herren übergesprungen. Zugleich aber haben sich die Regeln geändert: Braune Schuhe zu schwarzen Hosen sind kein Tabu mehr, wenn sie nur hochwertig sind.

Lokale Anbieter nicht vergessen

Schuhkauf kann allerdings frustrierend sein: Wenn man schon viel Zeit investiert und nun endlich das Paar – ob nun die gesuchten Mules, Loafer für Damen oder andere –  gefunden hat, das gefällt, dann aber die gewünschte Größe oder Farbe nicht vorrätig ist. Da kann es entspannter sein, Online Schuhe zu kaufen – und dennoch: Bevor man seinen Klick auf “Kaufen” setzt, sollte man sich einmal bei den Schuhhändlern in der Region umsehen. Das ist wie bei den Gaststätten: Erst wenn sie für immer geschlossen wurden, fällt auf, wie angenehm der nahe gelegene Anbieter doch war.

Wohin fährt der Zug im Einzelhandel?

Die Trends im Einzelhandel sind durchaus widersprüchlich, aber eine Sache ist in den Vordergrund gerückt: das Kauferlebnis. Gekauft wird nicht nur, um einen Bedarf zu befriedigen, sondern weil es angenehm ist, wenn man als Kunde Wertschätzung erfährt, Neues erlebt oder seinen Jagdinstinkt befriedigt, weil man etwas Besonderes oder besonders Preiswertes kaufen konnte. Hinzu kommt das Umfeld des Einzelhandels, etwa gastronomische oder Unterhaltungsangebote. Hier spielen die großen Einkaufszentren ihre Vorteile aus, aber manchmal ist es eben auch der kleine Laden, wo man auf sympathische Weise mit Erfahrung und Sachkenntnis bedient wird. Nur wer lieber zu Hause bleibt, wird wohl immer bevorzugt per Mausklick einkaufen.

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Ein Beitrag der Redaktion markersdorf.de

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