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Grenzenlos Reisen

Drei Länder auf einen Streich

Vom Jeschken sieht man die Landeskrone bei Markersdorf  – gute Sicht vorausgesetzt
Vom Jeschken sieht man die Landeskrone bei Markersdorf – gute Sicht vorausgesetzt

Die Dreiländerregion aus Sachsen, Polen und Tschechien hat der Kultur- und Heimatverein Markersdorf e.V. am 12. September 2019 bereist. Punkt 8 Uhr startete der Bus an der Grundschule Markersdorf in die einen schönen Tag versprechende aufgehende Sonne, so dass die Laune der Reisenden von der ersten Minute an richtig gut war.

Die erste Ländergrenze – heute kaum noch erkennbar – überfuhr die fröhliche Reisegesellschaft zwischen Hagenwerder und Radmeritz (Radomierzyce), dann ging es weiter bis Seidenberg (Zawidów) und anschließend über Friedland (Mieroszów) in Richtung Reichenberg (Liberec).

Rauf auf den Jeschken, runter nach Reichenberg

Station eins war der anmutige Jeschken (Ještěd), wo es ganz bequem mit der Kabinenbahn hinauf und herab ging. Der Gipfel hüllte sich teilweise noch in Dunst, so dass die Landeskrone nicht zu sehen war, aber allein der Blick in die Umgebung bis Zittau lohnte den Besuch auf dem 1.012 Meter hohen Gipfel.

Mit einem einheimischen Stadtführer ging es weiter nach Reichenberg zur Stadtrundfahrt, die auch durch die äußeren Stadtteile führte. Hier gab es für die Markersdorfer viele noch unbekannte Stellen zu entdecken, hingegen war einigen das schöne Rathaus noch in guter Erinnerung.

Bei der Stadtführung in Reichenberg

Nach der Tour im Zentrum stellte sich langsam ein Hungergefühl ein, die gedeckten Tische im “Hotel Liberec” und das gute Essen – natürlich mit Suppe, Knödeln, Dessert und Bier – beruhigten den Magen und ließen die Stimmung erneut ansteigen.

Christinasee – ein Erholungsgebiet mit Geschichte

Die nächste Etappe führte die reiselustigen Markersdorfer zum Christinasee (Kristýna). Hier war ab 1822 im Christianenschacht Braunkohle im Tiefbau abgebaut worden, seit 1892 dann im Tagebau. Der soff nach 1945 ab und wurde seit Beginn der Achtzigerjahre in einen Badesee umgestaltet. Ein Spaziergang zum See und wieder zurück zum “Restaurant Nostalgie” erlaubte einen wundervollen Ausblick auf den ruhigen See, außerdem schaffte das bisschen Bewegung Freude auf den bevorstehenden Kuchen und Kaffee.

Kraftwerk und Kühlwasserreservoir

Vorbei am Kraftwerk Turów bei Türchau (Turoszów) mit seinem riesigen Tagebau und der großen Gewächshausanlage für Tomaten ging die Fahrt über Reichenau (Bogatynia) wieder in Richtung Markersdorf. Einen kurzen Halt gab es noch am Stausee der Wittig (Witka-Talsperre, in Polen nach dem Ort Nieda Niedów-Stausee genannt), wo man sich die nach dem Dammbruch vom August 2010 errichtete beeindruckende Staumauer ansehen konnte. Der Stausee liefert Kühlwasser für das Kraftwerk, dient aber auch der Erholung. Schwemmstoffe aus dem Isergebirge färben das Wasser leicht bräunlich. Auch an dieser Reisestation kam Beifall auf für den Busfahrer, der die Reisegesellschaft sicher und manchmal auf engen Nebenstraßen ans Ziel brachte.

Die Dreiländerregion macht’s möglich

“So ist es für uns Einwohner im Dreiländereck möglich, in circa zehn Stunden ganz gemütlich drei Länder zu bereisen. Wohl den größten Anteil an dem gelungenen Ausflug hatten Bressels, die diese Fahrt wunderbar vorbereitet hatten. Der Reiseleiter Werner Bressel berichtete während der Tour immer wieder Interessantes über die Region und die wechselhafte Geschichte des Dreiländerecks”, endet der im Schöpsboten vom Oktober 2019 erschienene Bericht, auf dessen Grundlage dieser Beitrag entstand.

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