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Sichere Umstiege für Schulkinder!

Bürgermeister Oktober 2021

Regelmäßiger Stau im morgendlichen Berufsverkehr ist in Markersdorf zum Glück Fehlanzeige
Regelmäßiger Stau im morgendlichen Berufsverkehr ist in Markersdorf zum Glück Fehlanzeige

Symbolfoto: LoggaWiggler, Pixabay License

Liebe Bürgerinnen und Bürger der Gemeinde Markersdorf!

„Früher sangen die Menschen: »Früh morgens, wenn die Hähne kräh'n, zieh'n wir zum Tor hinaus...« Heute stöhnen die Menschen: „Früh morgens, wenn die Motoren dreh'n, sitzen wir voll im Stau ...!“

- Willy Meurer (1934 – 2018), deutsch-kanadischer Publizist

Dass sich auf unseren Straßen etwas verändern muss, hat wohl jeder in den verschiedensten Situationen schon erkannt. Da aber die Wenigsten auf die gewohnten Annehmlichkeiten verzichten möchten, ist es sehr schwer geeignete Maßnahmen einzuleiten, die auch von der Bevölkerung mehrheitlich getragen werden.

Seit vielen Jahren haben wir Kommunalpolitiker im Kreistag und in den verschiedensten Gremien dafür gekämpft , dass wir den Öffentlichen Personennahverkehr (ÖPNV) so attraktiv gestalten müssen, dass die Masse der Bevölkerung ihn auch annimmt. In der Realität werden die Busse zum größten Teil nur von den Schulkindern genutzt. Die Auslastung der Busse zu den anderen Tageszeiten ist meist sehr überschaubar.

Das ÖPNV-Konzept des Landkreises Görlitz

Seit 2020 wird nun im Landkreis das Projekt “Gut vernetzt” umgesetzt. Als Ziel wird folgendes zitiert: “Mit GUT VERNETZT – Landkreis Görlitz werden die Bus-Fahrpläne auf die Zug-Fahrpläne abgestimmt. Gleichzeitig erfolgt eine kreisweite Harmonisierung der Bus-Fahrpläne. Es werden flächendeckende Taktfahrpläne eingeführt. Dadurch fahren Busse in einem festen Rhythmus. Taktgeber sind die Regionalbahnen, die in einem Takt von 60 Minuten verkehren. Der modernisierte Bahnhof Zittau fungiert dabei als Nullknoten. Das bedeutet: Aus jeder Richtung kommen Züge kurz vor der vollen Stunde (Minute Null) an und kurz nach der vollen Stunde fahren sie in jede Richtung ab.

Die Fahrpläne greifen wie die Zahnräder eines Uhrwerks ineinander. Dadurch wird eine maßgebliche Steigerung der Attraktivität des öff entlichen Nahverkehrs, vor allem für Schüler, Auszubildende, Pendler, Touristen und Ausfl ügler erreicht. Sie kommen nun einfacher, häufiger und schneller mit Bus und Bahn ans Ziel. Durch diese Qualitätssteigerung werden mehr Fahrgäste für den ÖPNV gewonnen.” Wer Interesse hat kann unter www.gutvernetzt-landkreis-gr.de
nachlesen!

Was bedeutet das aber nun für unsere Gemeinde?

Grundsätzlich tritt eine Verbesserung des Angebotes der Busse ein. Für viele Bürger besteht durch die Einführung der Taktbusse wirklich auch einmal die Möglichkeit mit dem Bus in die Städte, die Nachbargemeinde oder die touristischen Zentren der Region auch mal den Bus zu nehmen. Wenn alle Fahrpläne abgestimmt sind, dann sollte man auch immer wieder weiter oder zurückkommen. Das wird in den Gesprächen als positiv empfunden, birgt aber auch eine Gefahr, denn wenn die Linien aufeinander abgestimmt sind, muss man halt auch mal umsteigen.

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Und genau hier sehen viele Eltern die Gefahr für die Schulkinder. Die Ausstattung einiger für den Umstieg vorgesehener Haltestellen ist für große Kindergruppen nicht ausgelegt. Auch wenn die Verweilzeiten relativ kurz gehalten werden sollen, muss ein ausreichender Auslauf gesichert sein. Umbaumaßnahmen sind notwendig und in einigen Gemeinden im Kreisgebiet müssen sogar Haltestellen neu geschaffen werden. Dafür sind die Kommunen zuständig. Die Zeit bis zum geplanten Umstellungstermin
01.01.2022 ist dafür sehr sportlich, in einigen Fällen auch unrealistisch.

Deshalb kämpfen viele Eltern im nördlichen Kreisgebiet schon um die Verlegung des Umsetzungstermins auf das Halbjahr im Februar oder den Schulanfang 2022/23. Dadurch hätten alle Beteiligten die Möglichkeit die notwendigen Schritte einzuleiten und viele ängstliche Bürger die Möglichkeit sich mit der geplanten Veränderung anzufreunden. Es wäre schön, wenn man uns diese Zeit einräumen würde und verhindert, dass sich die Fronten wieder so verhärten, dass eine einvernehmliche Lösung nicht möglich erscheint. Fakt ist, wenn durch unsere Verhandlungen und den Einsatz von “Plusbussen” als Direktverbindung der Umstieg nicht reduziert oder verhindert werden kann, muss er absolut sicher gestaltet werden.

Schulanfangszeiten werden zum Thema

Ein weiteres schwieriges Thema werden die Schulanfangszeiten sein. Es war vorauszusehen, dass die Einführung der Taktbusse die Ankunftszeiten der Kinder an den Schulen verändern werden. Darauf müssen die Schulen reagieren. Deswegen werden wir über dieses Thema in der Schulkonferenz mit allen Beteiligten: den Lehrern, Erziehern, den Elternvertretern und den Vertretern des Trägers diskutieren. Das wird nicht einfach. Es ist aber zwingend notwendig, dass wir alle Gegebenheiten betrachten und manch persönliche Befindlichkeiten zurückstecken. Vielleicht sollten wir das Thema mal mit den Kindern diskutieren. Womöglich kämen wir dann schneller zu einer Einigung. Denn manchmal trauen wir unseren Kindern einfach zu wenig zu.

Mal abgesehen davon, dass die Gemeinde weder für die Schülerbeförderung noch für die Schulanfangszeiten direkt zuständig ist, freuen wir uns, dass wir als Ansprechpartner gewünscht und einbezogen werden.

So ist auch ein turbulenter Oktober vorprogrammiert und es wird bestimmt nicht langweilig. Wir werden weiter informieren.

Bitte bleiben oder werden Sie gesund!

Ihr Bürgermeister Thomas Knack

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